„Der Modellbauer“ von Gerald Gräf: Nichts für schwache Nerven!

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Großhansdorf (ve/pm). Das ist kein Buch für Anfänger, sondern für Fans des echten Horrors: „Der Modellbauer“ von Gerald Gräf. Ein weiteres Buch des Großhansdorfer Autoren.

Der Großhansdorfer Gerald Gräf hat mit seinem Buch "Der Modellbauer" seinen zweiten Thriller herausgebracht. Foto:pm

Der Großhansdorfer Gerald Gräf hat mit seinem Buch „Der Modellbauer“ seinen zweiten Thriller herausgebracht.
Foto:pm

Modellbauer – nein, das hat in diesem Fall nichts mit Modelleisenbahnen und Spielzeugautos. Mehr mit einem Modell der Hölle. Wenn Sie wissen wollen, wie es sich anfühlt, einen Blick in eben diese Hölle zu werfen, greifen Sie zu. Doch Vorsicht, bereits auf der ersten Seite lässt Gerald Gräf durchblicken, was den Leser in seinem Thriller „Der Modellbauer“ erwartet.

Schauplätze des Thrillers: Ihre Nachbarschaft

Hamburg und der Kreis Stormarn: Das sind die Schauplätze, in denen der Großhansdorfer seinen Thriller angesiedelt hat. Dort dringt des Nachts ein Serienkiller in Altenheime ein, tötet wehrlose Insassen und amputiert ihnen ein Körperteil, um – ja, um was? Soviel sei an dieser Stelle verraten: Der Modellbauer benötigt Nachschub. Nachschub, den er nur durch Morde bekommen kann.

Das Cover des Thrillers "Der Modellbauer" von Gerald Gräf. Foto:pm

Das Cover des Thrillers „Der Modellbauer“ von Gerald Gräf.
Foto:pm

Aufklären soll diese Morde der Hamburger Kommissar Daniel Brechter, der eher ungewollt in der Soko-Altenheim landet. Seine größte Leidenschaft: der maßlose Konsum von Horrorfilmen, von denen der junge Kriminalbeamte regelmäßig Albträume bekommt. Im Laufe der Ermittlungen lässt Gräf die Figur des Kommissars in einen Strudel von Ereignissen fallen. Hilflos muss er mit ansehen, wie seine demente Mutter, die sich in einem der betroffenen Altenheime befindet, der ehemaligen Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung bezichtigt wird. Als die alte Frau dann tot aufgefunden wird, verdichten sich die Hinweise darauf, dass frühere RAF-Mitglieder in die Sache verwickelt sind.

Gräf verquirlt die Story mit knallharten Folterszenen und Übersinnlichem. In seinen abgründigen Träumen muss der verunsicherte Kommissar vom Landeskriminalamt Hamburg erkennen, dass er auf eine besondere Weise mit dem flüchtigen Serienkiller verbunden ist. In Florenz schließlich stehen sich die beiden Kontrahenten gegenüber. Und vor der Frage: Wird das Böse besiegt?

Horrorszenen und Normalität – im Thriller dicht beieinander

Es ist die Angst, die Gräf in diesem Buch zu Thema macht. Ein in Literatur gefasster Horrorfilm, der vor keiner Körperflüssigkeit Halt macht. Der Angst erzeugt vor körperlichen Schmerzen und abgrundtiefer Gewalt. Woher kommt diese Gewalt, warum überschreitet eine Mensch die Hemmschwelle hin zum brutalen Mord? Warum empfindet er Lust am Schmerz der Gequälten?

Gräf beschreibt dies mit seiner klaren Sprache, die den drastischen Inhalten genauso gerecht werden kann, wie den sanften. Gräf blickt in und hinter Menschen – auch der Nebenfiguren, zeichnet in schnellen Sätzen komplette Psychogramme. Und macht sie zu Nebenschauplätzen der Geschichte eines Mörders im Horrormodus für Fortgeschrittene. „Der Modellbauer“ ist ein Buch für Fans des Speziellen.

Der Autor Gerald Gräf lebt in Großhansdorf, „Der Modellbauer“ ist sein fünftes Buch und nach „Gottes unsichtbare Armee“ – Lesen Sie „„Gottes unsichtbare Armee“ von Gerald Gräf: Sind Sie schon infiziert?“ auf ahrensburg24.de – sein zweiter Thriller. Das Buch ist bei Book on Demands erschienen und kostet 11,95 Euro, ISBN 978-3-7412-4177-2.

Berichte zu Gerald Gräf auf ahrensburg24.de
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