Verein Jordsand: Neuigkeiten aus der Kinderstube der Helgoländer Düne

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Ahrensburg/Helgoland (je/pm). Wenn die Geburtenzahl steigt, ist die Freude groß. So auch beim Verein Jordsand und den Naturschutzbeauftragten der Gemeinde Helgoland, die gemeinsam den Kegelrobbenbestand betreuen. Derzeit tummeln sich 145 Jungtiere auf der Helgoländer Düne.

Verein Jordsand: Neugeborenes Robbenbaby auf der Helgoländer Düne. Foto: L. Herzog

Verein Jordsand: Neugeborenes Robbenbaby auf der Helgoländer Düne. Foto: L. Herzog

Seit der ersten Kegelrobbengeburt im Jahr 1996 steigt die Geburtenzahl der streng geschützten Raubtiere jährlich. In der Wurfsaison 2015/16 wurden 317 Robbenbabys geboren.

Besuch der Helgoländer Düne und Beobachten der kleinen Kegelrobben

Mit dem zunehmenden öffentlichen Interesse, das Naturschauspiel zu beobachten, wachsen auch die Herausforderungen, die verantwortungsvolle Begegnung von Besuchern und Tieren auf der nur 0,7 km² großen Düne nachhaltig sicher zu stellen. In den vergangenen Jahren führten der Verein Jordsand und die Gemeinde Helgoland regelmäßig Führungen auf der Düne durch. In diesem Jahr wurde mit dem Bau eines Bohlenwegs auf dem Kamm der Dünen am Nordstrand begonnen. Den Besuchern wird es so aus einer einmaligen Perspektive möglich sein, dem Naturphänomen beizuwohnen. Besonders bei Hochwasserlagen kann der Nordstrand sehr eng und damit schwer zugänglich sein. Der Bohlenweg ermöglicht in Zukunft, trotzdem einen einmaligen Blick auf die kleinen Robben und den Strand zu werfen.

Der Bohlenweg auf der Helgoländer Düne. Foto: Kurverwaltung Helgoland

Der Bohlenweg auf der Helgoländer Düne. Foto: Kurverwaltung Helgoland

Außerdem läuft derzeit die Umsetzung einer Kegelrobbenausstellung mit Schautafeln und zusätzlichen Informationen im Anlegergebäude der Düne. Ab 2017 soll sie für Besucher geöffnet sein.

Als weitere Informationsquelle bietet die Kurverwaltung Helgoland, www.helgoland.de, einen kostenlosen Spezialflyer mit Tipps und Verhaltensmaßregeln an. Auf dem Weg zur Düne werden die Gäste auf der Dünenfähre „Witte Kliff“ mit einer zweisprachigen Durchsage bereits im Vorfeld informiert und sensibilisiert. Bei einem Besuch auf der Düne soll ein Mindestabstand von 30 Metern eingehalten werden, um die Tiere nicht zu stören. Bei Fragen ist auch die Naturschutzwarte am Strand gern behilflich.

Die täglichen Zahlen können in der Hummerbude 35 des Vereins auf Helgoland am Binnenhafen oder unter www.jordsand.de eingesehen werden. (Quelle: Verein Jordsand)

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