Norbert Brackmann (CDU): 6,15 Millionen Euro Bundesmittel für Stormarner Projekte

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Stormarn (ve). Im Bundeshaushalt gibt es auch immer wieder Raum für direkte Förderung in der Region. Norbert Brackmann (CDU), Mitglied im Bundestag und im dortigen Haushalts- und Finanzausschuss, hat jetzt aufgeführt, wer in den Genuss dieser Förderungen kommt.

Norbert Brackmann (CDU), Mitglied im Bundestag und im Haushalts- und Finanzausschuss des Bundes. Foto:ahrensburg24.de

Norbert Brackmann (CDU), Mitglied im Bundestag und im Haushalts- und Finanzausschuss des Bundes.
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Insgesamt hat der Bund 2016 Förderzusagen in Stormarn-Süd in Höhe von 6,15 Millionen Euro gegeben. Ein Großteil wird in 2017 vergeben, ein geringer Teil verteilt sich auf 2017 und 2018.

Der größte Posten dieser Mittel geht an die LungenClinic Großhansdorf GmbH. Sie erhält für die Forschung zur Bekämpfung von Lungenerkrankungen Mittel in Höhe von fünf Millionen Euro. Die Bundesregierung halte die Förderung für erforderlich, da Lungenkrankheiten in Deutschland und der Welt zu den häufigsten Todesursachen gehörten, so Brackmann. Sie lägen hinsichtlich der Erkrankungszahlen und Sterberate weltweit auf Rang 2. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) zähle vier Lungenkrankheiten zu den zehn häufigsten Todesursachen und jeder fünfte Todesfall werde durch eine Lungenkrankheit oder durch Folgen davon verursacht.

Fünf Millionen Euro für die LungenClinic Großhansdorf

Die LungenClinic Großhansdorf ist eine international anerkannte Fachklinik für sämtliche Erkrankungen der Lunge und Atemwege und sie ist Teil des Deutschen Zentrums für Lungenforschung (DZL), wo sich die 24 führenden deutschen Forschungsinstitute und Kliniken zusammengeschlossen haben.

Ebenfalls nach Großhansdorf gehen 125.000 Euro an das Institut für Forstgenetik in Großhansdorf, Johann Heinrich von Thünen-Instituts, dem Bundesforschungsinstitut für Ländliche Räume, Wald und Fischerei. Mit diesen Mitteln soll eine neue Mehrzweckhalle gebaut werden. Zudem wurden drei neue Stellen am Institut geschaffen, die Mitarbeiter sollen die Bekämpfung von illegalem Holzhandel durch den Aufbau eines internationalen Netzwerkes vorantreiben.

Institut für Forstgenetik und Kreishandwerkerschaft

Großes Lob obliege der Kreishandwerkerschaft Stormarn für das Berufsorientierungsprogramm für Flüchtlinge, „die Kreishandwerkerschaft stellt sich damit einer wichtigen Aufgabe“, so Brackmann. Der Bund fördert dieses Programm über zwei Jahre lang bis Ende 2018 mit 463.320 Euro. Im Weiteren gehen 50.000 Euro für den Breitbandausbau nach Barsbüttel.

Auf breiter finanzieller Basis: Sprachförderung in den Kitas

Im Rahmen des Bundesprogrammes „Sprach-Kitas: Weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist“ stellt der Bund in den Jahren von 2016 bis 2019 jährlich bis zu 100 Millionen Euro für die Umsetzung des Sprachförderungs-Programms zur Verfügung. Damit sollen bis zu 4.000 zusätzliche halbe Fachkraftstellen in den Kitas und in der Fachberatung geschaffen.

Die Fördersumme pro Einrichtung und Jahr beträgt 25.000 Euro. Damit soll ein Zuschuss zu den Personalausgaben für eine zusätzliche halbe Fachkraftstelle mit mindestens 19,5 Wochenstunden sowie zu projektbezogenen Sachausgaben und Gemeinkosten gegeben werden. Diese Fachkraftstelle sollen die Erzieher bei der sprachlichen Bildung der Kinder unterstützten, um Defizite auszugleichen und so allen Kindern die gleichen Startvoraussetzungen zu ermöglichen.

Die Kitas, die den Zuschlag vom Bund erhalten, wurden auf Vorschlag des Landes vom Bund ausgewählt. Stormarn-Süd hat vom Bundesprogramm 2016 mit insgesamt sieben Kindertagesstätten partizipiert. Das sind
o DRK-Kita Gartenholz, Ahrensburg
o Kita Pionierweg, Ahrensburg
o Kita Schäferweg, Ahrensburg
o Kindergarten Guipavasring, Barsbüttel
o Kita Bärenhöhle, Reinbek
o AWO Kita Eggerskoppel, Reinbek
o Kita Schmiedesberg, Reinbek

Baustelle Sozialer Wohnungsbau

Weiter im Fokus der Politik bleibt die Förderung sozialen Wohnungsbaus. Der Bund habe im Haushalt 2017 beschlossen, Mittel in Höhe von 500 Millionen Euro für die Kommunen bereit zu stellen. Allerdings fließen die Gelder nur zu den Kommunen, die Fördermittel beantragen, also Bauprojekte im Bereich des sozialen Wohnungsbaus ausweisen.

Beitragsbild:

Hier bekommen Patienten und Angehörige Hilfe bei der Diagnose Lungenkrebs. Foto: LungenClinic Großhansdorf

Hier bekommen Patienten und Angehörige Hilfe bei der Diagnose Lungenkrebs. Foto: LungenClinic Großhansdorf

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