Erste Ehrennadel der Stadt: Helma Schuhmacher wird ausgezeichnet

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Ahrensburg (ve). Die Stadt hat eine neue Auszeichnung für ehrenvolle Mitbürgerinnen und Mitbürger – und Helma Schuhmacher wird die erste sein, die diese Auszeichnung bekommt.

Die frühere Bürgervorsteherin und heute Vorsitzende der Alzheimer Gesellschaft Stormarn Helma Schuhmacher. Foto:ahrensburg24.de

Die frühere Bürgervorsteherin und heute Vorsitzende der Alzheimer Gesellschaft Stormarn Helma Schuhmacher.
Foto:ahrensburg24.de

Bürgervorsteher Roland Wilde hat jüngst auf der Sitzung der Stadtverordnetenversammlung verkündet, dass auf dem Neujahrsempfang der Stadt Ahrensburg am Freitag, 6. Januar 2017, um 19.30 Uhr im Marstall seine Vorgängerin im Amt, Helma Schuhmacher, diese Auszeichnung erhalten wird. Auf Vorschlag des Ältestenrates wird sie die Ehrennadel der Stadt erhalten. Und das ist eine Premiere, denn es wurde erst in 2015 beschlossen, dass Ahrensburg mit einer solchen Auszeichnung Bürgerinnen und Bürger ehren möchte.

Helma Schuhmacher: Bürgervorsteherin und Vorsitzende der Alzheimer Gesellschaft

Helma Schuhmacher (SPD) war Politikerin und Bürgervorsteherin. Von 1986 bis 1990 war sie Stellvertretende Bürgervorsteherin, bis 1996 dann Bürgervorsteherin. Ein Ehrenamt, dass der Apothekerin sehr viel bedeutet hat und das sie nur schweren Herzens aufgeben konnte – es aber zugunsten einer neuen Verpflichtung doch vorzeitig tat. Ihr Vater erkrankte an der Krankheit Alzheimer und sie kümmerte sich bis zu seinem Tode im Jahr 1998 um ihn.

„Ich war ein Vater-Kind, ich hatte immer eine enge Beziehung zu meinem Vater“, sagt sie im Gespräch mit ahrensburg24.de. „Was ich erlebt habe bei der Pflege meines Vaters in den Einrichtungen war nicht immer leicht. Ich musste viel für ihn kämpfen, damit er angemessen behandelt wurde.“

„Die Gesellschaft will über Demenz-Erkranungen aufklären“

Eine Erfahrung, die sie nach seinem Tod zum Verein Alzheimer Gesellschaft Stormarn gebracht hat. 1997 wurde der Verein gegründet, 1998 trat Helma Schuhmacher bei und widmete sich dort auch schnell der Vorstandsarbeit. Seit 2002 ist sie Vorsitzende der Gesellschaft. „Es geht darum, Aufklärung über diese Krankheit in der Gesellschaft zu erreichen“, sagt sie. „Betroffene und ihre Angehörigen wissen nicht, wie man mit der Krankheit im Alltag umgehen kann, aber vieles ist möglich. Menschen, die an einer Demenz-Erkrankung erkrankt sind, können oft noch lange ein selbstständiges Leben führen – man muss nur wissen, welche Begleitung sie brauchen.“

Dafür kämpft sie mit der Gesellschaft, veranstaltet Informationsabende und Vorträge. Die Alzheimer Gesellschaft betreut an Demenz Erkrankte in Tagesgruppen und erleichtert so für die Angehörigen die Pflegetätigkeit. Auch eine Selbsthilfegruppe bietet die Gesellschaft an.

Auszeichnung auf dem Neujahrsempfang der Stadt Ahrensburg

Ahrensburg ist dieses Engagement die erste Ehrennadel in seiner Geschichte wert. Mit der Auszeichnung sollen Bürgerinnen und Bürger geehrt werden, die sich „um das Wohl und Ansehen der Stadt Ahrensburg auf politischem, wirtschaftlichem, wissenschaftlichem, kulturellem, sozialem, sportlichem oder sonstigem Gebiet verdient gemacht haben“.

Für Helma Schuhmacher allerdings ist es nicht die erste Auszeichnung, sie ist Trägerin des Bundesverdienstkreuzes, der Freiherr vom Stein-Medaille und der Auszeichnung des Kreises Stormarn. Große Auszeichnungen, die die Wertigkeit ihrer Leistung dokumentieren. Doch die Ehrennadel der Stadt Ahrensburg hat für Helma Schuhmacher einen besonderen Wert: „Es ist schmeichelhaft und wunderschön. Denn es ist die Auszeichnung meiner Leute, der Menschen hier vor Ort, für die ich tätig bin. Das freut mich ganz besonders, denn ich bin der Stadt und ihren  Bewohnerinnen und Bewohnern sehr verbunden.“ Das soll auch noch so bleiben, betont die 75-Jährige: „Im kommenden Jahr feiert die Alzheimer Gesellschaft ihren 20. Geburtstag. Ich möchte ein würdiges Fest gestalten.“ Erst danach werde sie sich überlegen, wann es Zeit ist, den Vorsitz in der Gesellschaft abzugeben.

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