Ammersbek: Gemeinde will Arbeitgeber und Flüchtlinge zusammen bringen

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Ammersbek (ve). Die Gemeinde Ammersbek setzt sich ein hohes Ziel: Sie will alle in der Gemeinde lebenden Flüchtlinge in Lohn und Brot bringen. Und wendet sich dafür jetzt an die Arbeitgeber.

Arbeit im Einzelhandel: Oveis Mahoob (rechts) und Naweed Hussinzada (Mitte) machen bei Edeka Martens ein einjähriges Praktikum, die Stellvertretende Marktleiterin Gül Yilmaz (links) hat diese Möglichkeit geschaffen. Die Gemeinde unterstützt das Projekt - weitere sollen nun folgen. Foto:©ahrensburg24.de

Arbeit im Einzelhandel: Oveis Mahoob (rechts) und Naweed Hussinzada (Mitte) machen bei Edeka Martens ein einjähriges Praktikum, die Stellvertretende Marktleiterin Gül Yilmaz (links) hat diese Möglichkeit geschaffen. Die Gemeinde unterstützt das Projekt – weitere sollen nun folgen. Foto:©ahrensburg24.de

Die Gemeinde lädt zu einer Arbeitgeberveranstaltung, einer Art Jobmesse für Menschen mit Migrationshintergrund. Sie wird veranstaltet von der Gemeinde Ammersbek gemeinsam mit Agentur für Arbeit und dem Jobcenter Ahrensburg. Eingeladen sind alle Gewerbetreibende des Kreises Stormarn. Die Veranstaltung ist am Dienstag, 24. Januar 2017, in der Zeit von 17 bis 20 Uhr 
im Dorfgemeinschaftshaus, Am Gutshof 1 in Ammersbek.

Jobmesse für Flüchtlinge in Ammersbek

Bei dieser Veranstaltung soll es vornehmlich um folgende Frage gehen: „Wie gelingt es, Flüchtlinge erfolgreich in mein Unternehmen zu integrieren?“. Bürgermeister Horst Ansén: „Ziel ist es, sich auszutauschen und ihnen einen passgenauen Service zu bieten, damit sie die richtigen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen zum richtigen Zeitpunkt gewinnen können. – Und damit sich die Geflüchteten eine berufliche Existenz aufbauen können.“ Erwartet werden circa 100 Gäste, die sich zunächst über Beschäftigungsmöglichkeiten informieren möchten.

Die Gemeinde Ammersbek kümmere sich um ihre Flüchtlinge, so Ansén in einer Pressemitteilung. Nachdem die Problematik der Unterbringung und des Spracherwerbs im weitesten geklärt werden konnte, gehe es nun um die Vermittlung von Arbeitsplätzen. Ansén: „Durch großes Engagement – vor allem der Integrationsbeauftragten Ingrid Hodiamont – gelang es, einzelne Flüchtlinge in ein Praktikum oder in ein sozialversicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis zu vermitteln.“

„Zurzeit haben wir fast 90 Personen auf unserer „Payroll““, sagt Bürgermeister Horst Ansén, „in Ammersbek wohnt aber die doppelte Anzahl von Bürgern mit aktueller Flüchtlingserfahrung.“ Es sei der Gemeinde ein Anliegen, möglichst alle in Arbeit zu sehen, die arbeiten können. Ansén: „Denn Arbeit kann im Einzelfall die Chance erhöhen, in Deutschland zu bleiben.“

Für ein konkretes „Matching“ von Arbeitgebern und Flüchtlingen hat die Gemeinde eine zweite Veranstaltung am Dienstag, 28. Februar 2017, vorgesehen.

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