Zum fünften Mal: Roter Stern Kickers veranstaltet Turnier um Anneliese Oelte Pokal

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Ahrensburg (je/pm). Es ist wieder so weit. Zum fünften Mal veranstaltet Roter Stern Kickers am Sonnabend, 21. Januar 2017, um 12 Uhr den Anneliese Oelte Pokal.

In 2014 wurde das Turnier in der Kreissporthalle ausgetragen.

In 2014 wurde das Turnier in der Kreissporthalle ausgetragen.

Das Hallenfußballturnier zum Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus wird in diesem Jahr in der Sporthalle der Selma-Lagerlöf-Gemeinschaftsschule im Wulfsdorfer Weg ausgetragen.

Roter Stern Kickers: Anneliese Oelte Pokal in der SLG

In zwei Gruppen treten folgende Teams gegeneinander an: Gruppe A: Türkiyemspor Berlin Fz. (Freizeit Bezirksliga Berlin), SC Sternschanze IV (Kreisklasse 8 Hamburg), Roter Stern Kickers (Kreisklasse C Stormarn), Roter Stern Flensburg (Kreisklasse B1 Schleswig-Flensburg), FC Alsterbrüder (Bezirksliga Nord Hamburg), Gruppe B: FC Lampedusa St. Pauli (Freizeit), Sporting Ratzeburg (Freizeit), FC. St. Pauli VI (Kreisklasse 7 Hamburg), Team Freiheit (Freizeit), St. Pauli Antirazzista (Freizeit).

Während des sportlichen Ereignisses wird für das leibliche Wohl gesorgt und der Runde Tisch gegen Diskriminierung und Rechtsextremismus stellt seine Arbeit vor. Für Menschen ohne ausreichende finanzielle Möglichkeiten gibt es sogenannte „suspended meals“, das heißt, dass jeder zu essen und zu trinken bekommt und nur zahlt, was er kann. Außerdem besteht die Möglichkeit, Geld für diese Essen zu spenden, sodass am Ende niemand hungrig bleiben muss.

Warum Anneliese Oelte?

Anneliese Oelte war ein junges Ahrensburger Mädchen, das 1934 geboren wurde und an Kinderlähmung litt. Im Rahmen des Euthanasieprogramms der Nationalsozialisten wurde Anneliese durch systematische Misshandlung, Vernachlässigung und durch Hunger mit elf Jahren umgebracht. Roter Stern Kickers möchte durch das Turnier das Gedenken an Anneliese Oelte und durch sie stellvertretend an alle Kinder, die unter dem deutschen Faschismus und anderen menschenverachtenden Ideologien leiden und sterben mussten und immer noch müssen, wachhalten. Es ist ein großes Glück, in einer privilegierten Welt groß zu werden und in Frieden zu leben. Und so selbstverständlich es für uns scheint, so wenig selbstverständlich ist es. Aktuell sterben wieder Menschen in Kriegen vor unserer Haustür oder an unseren Grenzen.

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