Massenkarambolage auf der Autobahn 1: Eine Tote, 15 Verletzte AKTUALISIERT

0

Stormarn (ve/sam). Bei einer Massenkarambolage auf der Autobahn 1 ist am Nachmittag des Sonnabend ein Mensch ums Leben gekommen. Beitrag mit Video. AKTUALISIERT

Massenkarambolage: Schwere Unfälle auf der Autobahn 1 zwischen Bad Oldesloe und Bargteheide am 14. Januar 2017, ein Mensch verstarb. Foto:©Silke Mascher/ahrensburg24.de

Massenkarambolage: Schwere Unfälle auf der Autobahn 1 zwischen Bad Oldesloe und Bargteheide am 14. Januar 2017, ein Mensch verstarb.
Foto:©Silke Mascher/ahrensburg24.de

Auf beiden Fahrtrichtungen ist es auf der Autobahn 1 zu einer Massenkarambolage gekommen. Zunächst in Richtung Hamburg gegen 13.30 Uhr. Etwa 20 Minuten später kam es in der Gegenrichtung vor dem Kreuz Bargteheide zu einer noch schwereren Massenkarambolage. Ursache war wahrscheinlich eine auf beiden Fahrbahnen in etwa gleicher Höhe plötzlich auftretende Glätte, verursacht durch einen Hagelschauer. Die Rettungskräfte waren bis in den Abend vor Ort, die Autobahn blieb zunächst voll gesperrt. Auf der Fahrtrichtung Süden landeten die Hubschrauber.

26 Pkw, zwei Kleinlaster und drei Sattelzüge

In der Massenkarambolage stießen 26 Pkw, zwei Kleinlaster und drei Sattelzüge zusammen. Eine Frau verstarb, als ihr Fahrzeug vermutlich unter die Pritsche eines Kleintransporters geriet und in den Graben geschleudert wurde. Sechs Personen wurden schwer verletzt, neun Personen leicht.

Vier Rettungshubschrauber waren im Einsatz, circa 30 Polizeibeamte waren vor Ort. Neben den Freiwilligen Feuerwehren Bargteheide, Bad Oldesloe und Hammoor war auch das Technische Hilfswerk vor Ort. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Lübeck wurde für die weitere Unfallaufnahme ein Gutachter hinzugezogen.

„Es gab mehrere Personen, die stark in den verformten Fahrzeugen eingeklemmt waren“, berichtet Norbert Wolfrath von der Technischen Einsatzleitung der Freiwilligen Feuerwehr. „Einige konnten schnell von den Wehren befreit werden.“

Wenige Fahrzeuge seien stark deformiert gewesen, berichtet Wolfrath, einige nur leicht. Durch die Glätte seien einige Fahrzeuge mit Wucht ineinander gestoßen, andere seien über die Fahrbahn in den Graben geschlittert. „Es standen stark deformierte und nahezu unversehrte Fahrzeuge direkt nebeneinander“, so Wolfrath.

Für die Einsatzkräfte war dieser Einsatz eine Herausforderung, die sie aber nicht unvorbereitet traf. Mehrere Großübungen waren auf Initiative der Freiwilligen Feuerwehr Bargteheide veranstaltet worden. „Grundsätzlich konnten wir den Einsatz gut abwickeln“, bilanziert Norbert Wolfrath, „das Zusammenspiel der Einsatzkräfte funktionierte gut.“ ahrensburg24.de war bei einer dieser Übungen vor Ort: “
Massenkarambolage auf der Autobahn: Feuerwehr-Übung mit echtem Stressfaktor„.

Um den Einsatzkräften die Arbeit zu ermöglichen, wurden beide Fahrbahnen voll gesperrt. In Richtung Norden blieb die Sperrung bis in die Abendstunden. Für manchen Autofahrer bedeutete dies, dass er vier Stunden auf der Autobahn im Stau ausharren musste.

Fotos von der Unfallstelle, Fotos/Video:©Silke Mascher/ahrensburg24.de

image_pdfimage_print
Teilen.

Kommentieren