Filmabend in Ammersbek: „Rabbi Wolff, ein Gentleman vor dem Herren“

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Ammersbek (je/pm). „So einen Rabbi hat die Welt noch nicht gesehen“ schreibt die Presse über William Wolff. Über drei Jahre begleitete die Produzentin Britta Wauer den außergewöhnlichen Rabbi mit der Kamera.

Rabbi Wolff: Film- und Buchpräsentation in der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde Hoisbüttel. Foto: U. Holz

Rabbi Wolff: Film- und Buchpräsentation in der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde Hoisbüttel. Foto: U. Holz

Der Film „Rabbi Wolff, ein Gentleman vor dem Herren“ ist am Dienstag, 24. Januar 2017, um 18 Uhr in der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde Hoisbüttel zu sehen .

William Wolff wurde 1927 in Berlin geboren. 1933 floh seine Familie zunächst nach Amsterdam, dann nach London, wo der Rabbi seitdem lebt. Schon früh hatte er den Wunsch, Rabbiner zu werden, nur war für die Ausbildung das Geld nicht da. William Wolff wurde Journalist, schrieb für den „Daily Mirror“ und war politischer Korrespondent für den britischen Ministerpräsidenten und häufig Gast in Werner Höfers „Frühschoppen“.

„Rabbi Wolff“ – ein Film von Britta Wauer

Mit 50 Jahren begann William Wolff ein Rabbinerstudium. Viele Jahre betreute er jüdische Gemeinden in England. In den letzten Jahren flog er alle zwei Wochen nach Hamburg und arbeitete bis 2015 als Landesrabbiner in Mecklenburg für die Gemeinden Schwerin, Wismar und Rostock. Der Rabbi wurde mit dem Ehrendoktortitel der Theologischen Fakultät der Universität Greifswald ausgezeichnet, erhielt das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse und den Israel-Jacobsen-Preis, und bekam die Ehrenbürgerwürde der Stadt Schwerin. Als Journalist schreibt er heute noch, meist für die „Times“.

William Wolff ist alles andere als ein typischer Rabbiner. Er trägt keinen Bart, er liebt den anglikanischen Weihnachtsgottesdienst in Windsor, feiert Weihnachten mit Freunden. Jedes Jahr besucht er im „Morning Coat“ das Königliche Pferderennen in Ascot. Fit hält sich der Rabbi durch Yoga-Training und durch eine jährliche Fastenwoche in Bad Pyrmont.

Dieser kluge und bescheidene, sehr humorvolle Mann liebt das Leben und „Little Paddock“, sein kleines Zuhause mit vielen Büchern und Zeitungen.

Britta Wauer hat das reiche Leben des Rabbis nicht nur im Film, sondern auch im Buch „Rabbi Wolff und die Dinge des Lebens“ festgehalten. Am Dienstag, 24. Januar 2017, ist der Rabbi persönlich zu Gast in Hoisbüttel. und signiert die Exemplare gerne. Begleitet wird Rabbi Wolff von dem Berliner Fotografen Uli Holz, der in London, Ascot und Berlin Fotos zum Film und zum Buch gemacht hat.

Der Eintritt ist frei, eine Spende erwünscht.

Weitere Informationen finden Sie unter www.kirchehoisbuettel.de.

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