„Mehr Sicherheit in Großhansdorf“ will Einbrüche verhindern: Wer hilft dabei?

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Großhansdorf (ve/pm). Die Bürgerinitiative „Mehr Sicherheit für Großhansdorf“ wünscht sich weniger Wohnungseinbrüche und mehr aufgeklärte Fälle. Und hofft dabei auf die Großhansdorfer.

Der Vorstand der Bürgerinitiative "Mehr Sicherheit für Großhansdorf". Foto:Bürgerinitiative Mehr Sicherheit in Großhansdorf

Der Vorstand der Bürgerinitiative „Mehr Sicherheit für Großhansdorf“.
Foto:Bürgerinitiative Mehr Sicherheit in Großhansdorf

Der Leitende Oberstaatsanwalt der Lübecker Staatsanwaltschaft hat der Bürgerinitiative „Mehr Sicherheit in Großhansdorf“ Respekt für ihre Arbeit und ihr bürgerschaftliches Engagement gezollt. Das hat die Initiative jetzt mitgeteilt. In einem Schreiben an die Bürgerinitiative teilte der Oberstaatsanwalt deren Sorge über die hohe Zahl der Wohnungseinbrüche.

Polizei und Bürgerinitiative: Zahl der Wohnungseinbrüche ist zu hoch

Die Initiative hatte gegenüber der Staatsanwaltschaft angeregt, analog zu dem Hamburger Vorgehen eine Sonderkommission zur Bekämpfung der Einbrüche auch in Lübeck für den Kreis Stormarn einzurichten. Insbesondere in Großhansdorf ist vor dem Hintergrund einer Aufklärungsrate bei Wohnungseinbrüchen von knapp über sechs Prozent die Angst und Sorge um das Eigentum groß. Die Mitglieder von „Mehr Sicherheit für Großhansdorf“ versuchen mit zahlreichen Beobachtungsgängen durch Präsenz vor Ort im Vorfeld Taten verhindern zu können oder durch Beobachtungen zur Aufklärung von Einbrüchen beitragen zu können.

Die Polizeidirektion Ratzeburg reagiert auf die vergleichsweise hohe Fallzahl von Wohnungseinbrüchen und die geringe Aufklärungsrate mit verschiedenen Maßnahmen. So ist sie in Teilen Stormarns immer noch zu Anhalte- und Sichtkontrollen befugt. Kürzlich wurde eine umfangreiche Verkehrskontrolle umgesetzt, bei der speziell nach Fahrzeugen und Fahrern gesucht wurde, die in Zusammenhang mit Wohnungseinbrüchen stehen könnten. Anfang 2016 wurde bei der Staatsanwaltschaft Lübeck die Stelle eines Generalreferent für Wohnungseinbruchdiebstahl geschaffen. Vor diesem Hintergrund, verdeutlichte der Oberstaatsanwalt, könne dem Vorschlag der Bürgerinitiative nicht entsprochen werden.

Beobachtung von Nachbarn lösten Großfahndungen aus

Immer wieder jedoch wird in den vergangenen Wochen von Fällen berichtet, bei denen Zeugenaussagen und Meldungen bei der Polizei Großfahndungen nach Tätern ausgelöst hatten. Nicht immer waren diese Fahndungen von Erfolg gekrönt, manchmal schon.

Für eine aufmerksame Nachbarschaft wirbt die Großhansdorfer Bürgerinitiative seit langem. Dabei steht sie in enger Zusammenarbeit mit der Polizei und ihre Arbeit wird von der Staatsanwaltschaft anerkannt. “Zusammen mit der verbesserten Struktur der Polizei bei der Einbruchskriminalitätsbekämpfung hoffen wir sehr, dass die Einbrüche bei uns zurückgehen“, erklärte Jochen Kube, der Vorsitzende der Bürgerinitiative. Er hofft auf mehr aktive oder passive Mitglieder bei der Initiative: „Ich bitte alle Großhansdorfer, die etwas Zeit übrig haben, darüber nachzudenken, ob sie nicht bei uns mithelfen mögen.“ Wer nicht selber Beobachtungstouren mitmachen kann oder will, hat die Möglichkeit, die Bürgerinitiative als zahlendes Förder-Mitglied für einen Mindestbeitrag 25 Euro im Jahr zu unterstützen.

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