Kommentar: Schutz vor Lärmschutz mit einem Aber?

Wer pokert hier hoch? Die Bahn oder die Stadt? Kommen die Lärmschutzwände in einer Höhe von sechs Metern quer durch die Stadt?

Man weiß es nicht, vielleicht wird ja alles noch ganz anders und die Bahn entwickelt plötzlich ein neues Lärmschutzgesetz oder neue Technik. Sehr wahrscheinlich aber ist das nicht, sich darauf zu verlassen, fahrlässig – wenn man denn die hohen Wände verhindern möchte.

Kommentar zum Beitrag „Lärmschutzwände in Ahrensburg: Wie können sie verhindert werden?

Bürgermeister Sarach hat vor einigen Monaten eindringlich dafür geworben, ein deutliches „Wir – Stadt“ gegen „Die – Bahn“ zu instrumentalisieren. Das klang gestern auf der Sitzung anders. Schutz für Lärmschutz unbedingt, so das Votum der Ausschussmitglieder, aber nicht um jeden Preis oder als Blanko-Scheck für die Verwaltung. Verständigung zwischen Verwaltung und Selbstverwaltung sieht anders aus.

Diese politische Diskussion ist legitim und soll hier nicht hinterfragt werden. Aber dennoch dürfen zwei Fragen erlaubt sein: Was passiert denn, wenn der fachkompetente Rechtsanwalt und das Widerspruchs-Verfahren oder sogar die Klage sehr teuer werden? Oder wenn die Eigenfinanzierung von Alternativen sehr teuer wird? Anders gesagt: Was ist „zu teuer“?

Denn nach ihrem Votum von gestern müssten die Politiker bei „zu teuer“ folgerichtig gegen Beratung und Alternativen stimmen. „Nicht um jeden Preis“ haben sie deutlich gesagt. Übersetzt heißt das „Wenn Beratung, Widerspruchsverfahren oder Alternativen zu teuer sind, müssen halt die Wände aufgestellt werden“. Oder?

Oder es wird alles nicht so heiß gegessen, wie es gekocht wird und in gemeinsamen Gesprächen zwischen Stadt und Bahn werden im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens allgemein verträgliche Ideen gefunden. Vielleicht.

Monika Veeh, Herausgeberin ahrensburg24.de

Themenbild Autorenkommentar, Herausgeberin Monika Veeh. Foto:©ahrensburg24.de

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