KunstHaus am Schüberg geht zum G20-Gipfel: „Geh 20 – Alles im Eimer“

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Ammersbek (ve/pm). Zu Fuß zum G20-Gipfel nach Hamburg – das wollen Akteure des KunstHauses am Schüberg mit einer besonderen Aktion: „Geh 20 – Alles im Eimer“.

Geh 20-Aktion des KunstHauses am Schübert: "Eimermobil im Atelier“ mit Axel Richter. Foto:KunstHaus am Schüberg

Geh 20-Aktion des KunstHauses am Schübert: „Eimermobil im Atelier“ mit Axel Richter.
Foto:KunstHaus am Schüberg

Die Künstler Axel Richter und Uwe Schloen ziehen einen Handwagen mit 200 Eimern vom KunstHaus am Schüberg in Ammersbek bis ins Zentrum von Hamburg. Die Entfernung beträgt exakt 20 Kilometer, deshalb der Titel „Geh 20“. Das bezieht sich natürlich auf den G20-Gipfel in Hamburg, also das Treffen von Vertretern der 20 wichtigsten Industriestaaten und Schwellenländer. Der G20-Gipfel findet am 7. und 8. Juni 2017 statt.

G20-Gipfel in Hamburg und die Frage der Nachhaltigkeit

Das Motto „Alles im Eimer“ der Ammersbeker Kunstaktion ist mindestens zweideutig, Axel Richter: „Einerseits ein Hinweis auf die reich vorhandenen kulturellen, politischen, natürlichen und wirtschaftlichen Ressourcen der weltweit knapp 200 Nationen die geteilt werden wollen, andererseits ein Hinweis darauf, dass die Welt droht, unwiderruflich aus den Fugen zu geraten.“ Stationen der Wanderung mit den Eimern werden unter anderem die Elbphilharmonie, das Afrikahaus, die Hauptkirchen, der Hafen, das Rathaus sowie die Veranstaltung zu Buen Vivir in der Universität Hamburg sein.

Richter: „Das mobile Kunstprojekt ist dabei nicht zu verwechseln mit einer Demonstration. Das künstlerische Bild, „der Handkarren“ im Kontext des Weges durch den städtischen Raum, wird zum stätigen und gleichermaßen zum wechselnden Bildmotiv. Die Kunstaktion richtet sich auch als Bildbotschaft an die Teilnehmer und Teilnehmerinnen des G20-Gipfels.“

Die Maße des Handwagens betragen 4,50 Meter lang, 1,40 Meter breit und 2,90 Meter hoch. Start der mobilen Kunstaktion ist Montag, 1. Mai 2017, um 9 Uhr im KunstHaus am Schüberg in Ammersbek. Veranstaltet wird die Aktion vom KunstHaus am Schüberg, das dem Evangelisch-lutherischen Kirchenkreis Hamburg-Ost zugeordnet ist.

„Geh 20 – Alles im Eimer“ - Holzschnitt von Uwe Schloen. Grafik:©Uwe Schloen

„Geh 20 – Alles im Eimer“ – Holzschnitt von Uwe Schloen.
Grafik:©Uwe Schloen

Aktion „Alles im Eimer“ beim Vortrag und Konzert über Buen Vivir

Der Visionär, Ökonom und Politiker Alberto Acosta aus Ecuador ist ein bekannter Vertreter des „Buen Vivir“. Buen Vivir ist ein Konzept hin zu einem nachhaltigen Leben im Einklang mit Mensch und Natur. Ein gutes, gelingendes Leben orientiere sich der Theorie nach daran, wie die Nutzung der vorhandenen menschlichen und natürlichen Ressourcen für alle – Mensch und Natur – nachhaltig gestaltet werden kann. Es bietet als solches einen Gegenentwurf zum wachstumsorientierten Wirtschaftsmodell und ist in der Verfassung Ecuadors und Boliviens als Staatsziel verankert.

Axel Richter: „Ziel ist es, den G20-Gipfel in Hamburg als Chance wahrzunehmen, auf die planetaren Grenzen aufmerksam zu machen und globale Ungleichheiten zu thematisieren. Buen Vivir soll dabei als ein Gegenkonzept zum neoliberalen Wirtschaftsmodell vorgestellt werden.“ Der Fachbereich Sozialökonomie der Universität Hamburg steuert ihre volkswirtschaftliche Expertise hierzu bei.

Gemeinsam mit der Band „Grupo Sal“ kommt es – im wahrsten Sinn des Wortes – zu einer „kultur–politischen“ Auseinandersetzung mit dem G20-Gipfel und den wirtschaftspolitischen Vorstellung der teilnehmende Regierungen. Konzert und Vortrag sind am Mittwoch, 3. Mai 2017, um 19 Uhr 
in der Universität Hamburg, Hörsaal der Erziehungswissenschaften, Von-Melle-Park 8. 
Veranstalter ist in diesem Fall das Infozentrum Globales Lernen Bramfelder Laterne und die Fakultät für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften, Fachbereich Sozialökonomie der Universität Hamburg.

Das KunstHaus am Schüberg beteiligt sich in der Hamburger Friedenspolitik. Informationen unter www.hamburger-plattform-frieden.de und www.hamburger-initiative-gegen-rüstungsexporte.org.

Zu den G20-Staaten gehören Argentinien, Australien, Brasilien, China, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Indien, Indonesien, Italien, Japan, Kanada, Mexiko, Russland, Saudi-Arabien, Südafrika, Südkorea und die Türkei sowie die Europäische Union und die USA.

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