Hauptversammlung der Dehoga: Parkplätze, Trauungen und Arbeitszeit machen Sorgen

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Ahrensburg (ve). Axel Strehl, Vorsitzender der Dehoga Schleswig-Holstein, kämpft für gute Arbeitsbedingungen in der Gastronomie- und Hoteleriebranche. Und das tut er auch gerne auf der Hauptversammlung des Ahrensburger Ortsvereines.

Hauptversammlung der Dehoga Ahrensburg: Axel Strehl, Vorsitzender der Dehoga Schleswig-Holstein. Foto:ahrensburg24.de

Hauptversammlung der Dehoga Ahrensburg: Axel Strehl, Vorsitzender der Dehoga Schleswig-Holstein.
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Zwei Themen drücken auf die Seele der professionellen Gastgeber: Die Arbeitszeitregelung und die Mehrwertsteuergesetzgebung. In punkto Arbeitszeit hat Axel Strehl hat eine Idee: „Warum können wir nicht ein Wochenarbeitszeitkonto ermöglichen und damit auch längere Schichten für die Mitarbeiter umsetzen?“, fragt er bei seinem Grußwort in die Runde der Gastwirte.

Dehoga Schleswig-Holstein kämpft gegen das „lebensfeindliche Arbeitszeitgesetz“

Das Problem: Viele Feiern dauern mit Vor- und Nachbereitung für die Gastwirte und Servicekräfte schon mal länger, als zehn bis 13 Stunden. „Aber die Servicekräfte zum Beispiel möchten die Gäste gerne bis zum Ende bewirten und nicht plötzlich am Abend aufhören müssen“, so Strehl. „Und wenn ich mir anschaue, wie lange zum Beispiel die Landtagsabgeordneten arbeiten dürfen inklusive deren Chauffeure – dort geht doch die längere Arbeitszeit auch, warum nicht bei uns?“ Die Dehoga dränge darauf, das „lebensfeindliche Arbeitszeitgesetz“ zu reformieren.

Eine weitere große Schwierigkeit ist die unterschiedliche Besteuerung von Lebens- und Genußmitteln mit sieben oder 19 Prozent Mehrwertsteuer. Strehl: „Der Sinn dahinter erschließt sich uns überhaupt nicht. Aber dieses Gesetz zu reformieren, dafür müssen wir ein dickes Brett bohren – das weiß ich auch.“

Gäste aus Politik und Wirtschaft

Axel Strehl sagte dies nicht nur vor den Gaststätten- und Hotelbetreibern Ahrensburgs. Die Hautpversammlung hatte wie jedes Jahr zahlreiche Gäste. Neben Bürgervorsteher Roland Wilde – Bürgermeister Michael Sarach musste erkrankt absagen – waren das die Stadtverordneten Tobias Koch (CDU) und Thomas Bellizzi (FDP) sowie Rolf Griesenberg von der SPD und Horst Marzi von Bündnis 90/Die Grünen. Nils-Thoralf Jarck, Stellvertretender Hauptgeschäftsführer der IHK zu Lübeck, war ebenfalls zu Gast sowie Angelika Andres vom Stadtmarketing und Meike Schaaf vom Ordnungsamt der Stadt Ahrensburg und Olaf Falke als Vertreter des Stadtforums Ahrensburg.

In ihre Richtung hatte Strehl dann noch zwei besondere Hinweise. Das eine: „Es ist ein Dauerthema, das ist mir bewusst, aber: die Zahl der Parkplätze.“ Es sei für die Stadt nicht förderlich, wenn Gäste der Stadt inzwischen den Parkplatz seines Restaurants und am badlantic nutzten müssten, um nach Ahrensburg oder per Park&Ride nach Hamburg in die Innenstadt zu kommen. Hintergrund ist die neue Planung zur Parkraumbewirtschaftung für Ahrensburg im Rahmen des Städtebauförderungsprogrammes sowie der Wegfall von Parkplätzen in der Innenstadt durch Neubauten am Lindenhof und auf der Alten Reitbahn.

Hauptversammlung der Dehoga Ahrensburg: Gastgeber Axel Strehl vom Dehoga weist Bürgervorsteher Roland Wilde mit Brautschmuck dezent auf den Wunsch der Gastronomen hin, in Ahrensburg mehr Trauungen zu ermöglichen. Foto:ahrensburg24.de

Hauptversammlung der Dehoga Ahrensburg: Gastgeber Axel Strehl vom Dehoga weist Bürgervorsteher Roland Wilde mit Brautschmuck dezent auf den Wunsch der Gastronomen hin, in Ahrensburg mehr Trauungen zu ermöglichen.
Foto:ahrensburg24.de

Zum zweiten wünschte er sich eine Erweiterung der Standesamtlichen Tätigkeit, so dass auch Freitag und Sonnabend nachmittags Trauungen vorgenommen werden können: „Das ist ein besonderes Potenzial, das wir in Ahrensburg haben. Denn wir haben mit dem Gartensaal des Schlosses einen Saal, in dem Menschen gerne heiraten, und mit der umliegenden Gastronomie Orte, in denen gut gefeiert werden kann. Das sollten wir noch mehr nutzen können.“

Diese „erfrischende und offene Kultur der Gesprächsführung“ wisse er zu schätzen, erwiederte Bürgervorsteher Wilde in seinem Grußwort, er sei daher gerne Gast bei der Dehoga. Auch wenn die Probleme zum Teil bestehen bleiben würden, deren Benennung sei wichtig. Der Wunsch nach einer anderen Planung der Zeiten für Trauungen nehme er gerne mit ins Rathaus.

Hauptversammlung der Dehoga Ahrensburg: Die Gastgeber dieses Abends waren Monika Schmitz vom Ringhotel Ahrensburg und Axel Strehl, Vorsitzender der Dehoga Schleswig-Holstein. Foto:ahrensburg24.de

Hauptversammlung der Dehoga Ahrensburg: Die Gastgeber dieses Abends waren Monika Schmitz vom Ringhotel Ahrensburg und Axel Strehl, Vorsitzender der Dehoga Schleswig-Holstein.
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Hauptversammlung der Dehoga Ahrensburg Gastgeber und Musiker: Ezio Nori unterhielt die Versammlung mit einem spontanen Klavierkonzert. Foto:ahrensburg24.de

Hauptversammlung der Dehoga Ahrensburg Gastgeber und Musiker: Ezio Nori unterhielt die Versammlung mit einem spontanen Klavierkonzert.
Foto:ahrensburg24.de

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