Safer Internetday: Besonderes Konzept an der Gemeinschaftsschule

0

Ahrensburg (ve). Der Safer Internetday soll Kinder und Jugendliche für einen achtsamen Umgang mit Medien sensibilisieren. Doch welches Konzept funktioniert wirklich an der Schule? Die Gemeinschaftsschule hat sich jetzt entschieden.

Kooperation zwischen der Gemeinschaftsschule am Heimgarten und "Studenten machen Schule": Schüler mit den Akteuren des Safer Internetdays Schulleiter Thomas Gehrke, Janika Schmidt, Programmreferentin Studenten machen Schule, Stufenleiterin 5-7 Renée Herbst sowie Neleke Ecker, Regionalkoordinatorin Studenten machen Schule (hinten von links). Foto:ahrensburg24.de

Kooperation zwischen der Gemeinschaftsschule am Heimgarten und „Studenten machen Schule“: Schüler mit den Akteuren des Safer Internetdays Schulleiter Thomas Gehrke, Janika Schmidt, Programmreferentin Studenten machen Schule, Stufenleiterin 5-7 Renée Herbst sowie Neleke Ecker, Regionalkoordinatorin Studenten machen Schule (hinten von links).
Foto:ahrensburg24.de

„Diese Tage waren bisher oft Chaos-Tage bei uns an der Schule“, gesteht Schulleiter Thomas Gehrke ein. Eine andere Lösung musste her und auf der Suche danach stieß die Schule auf das Projekt „Studenten machen Schule„. Das Unternehmen bietet an, die Schülerinnen und Schüler mit Workshops durch den Safer Internetday zu begleiten. Drei Mal haben sie dies bereits an der Gemeinschaftsschule umgesetzt.

Studenten machen Schule gestalten den Safer Internetday

„Das Konzept hat für die Schüler aber auch für die Lehrer und die Eltern so gut funktioniert“, so Gehrke, „dass wir daraus jetzt eine dauerhafte Einrichtung machen wollen.“ Deswegen haben er und Vertreter des gleichnamigen Unternehmens heute eine Kooperationsvereinbarung unterschrieben, die die Organisation für weitere drei Jahre sichern soll.

Kooperation zwischen der Gemeinschaftsschule am Heimgarten und "Studenten machen Schule": Regionalkoordinatorin Neleke Ecker und Schulleiter Thomas Gehrke unterschreiben die Vereinbarung. Foto:ahrensburg24.de

Kooperation zwischen der Gemeinschaftsschule am Heimgarten und „Studenten machen Schule“: Regionalkoordinatorin Neleke Ecker und Schulleiter Thomas Gehrke unterschreiben die Vereinbarung.
Foto:ahrensburg24.de

Das Besondere: Hinter dem Unternehmen „Studenten machen Schule“ stehen Lehramtsstudenten. Junge Nachwuchskräfte in der Ausbildung übernehmen die Arbeit in den Workshops. Das hat einen positien Effekt auf vielen Seiten: Die Studenten machen als Teamer Erfahrungen in ihrem späteren Berufsfeld, die Lehrer werden von der Aufgabe entlastet – und die Schüler? „Die finden es gut, dass sie sich mit den Teamern austauschen können, mit ihren Lehrern würden sie es nicht unbedingt tun“, so Gehrke.

So waren Neleke Ecker und Janika Schmidt heute in der Gemeinschaftsschule vor Ort und haben die Vereinbarung unterzeichnet. „Wir kommen gerne nach Ahrensburg“, sagt Janika Schmidt, die heutige Programmreferentin von Studenten machen Schule war 2013 als Teamerin an der Ahrensburger Schule, „denn an dieser Schule funktioniert die Organisation wunderbar und wir werden sehr nett von den Kollegen und den Schülern aufgenommen.“

Workshops zur Sicherheit im Netz

Der Umgang mit den Medien und dem Internet sei häufig sehr unreflektiert, sagen Renée Herbst, Lehrerin und Stufenleiterin 5-7 – sie koordiniert das Projekt auf schulischer Seite -, und Neleke Ecker übereinstimmend. Dabei gehe es gar nicht nur um die Anzahl an Stunden, die Kinder online verbringen, sondern mehr um das Bewusstsein um die Gefahren. „Viele agieren sehr unreflektiert im Netz – aber das Internet vergisst nicht und das ist den Kindern nicht klar“, sagen sie.

Übrigens: Auch die Eltern hätten viele Fragen, diese werden im Rahmen eines Elternabends in das Projekt integriert. Regionalkoordinatorin Neleke Ecker: „Und auch die Eltern sind häufig sehr lange online und müssen sich über ihre Vorbildfunktion im Klaren sein.“

Der nächste Safer Internetday ist erst wieder im Februar 2018. Die Teamer von Studenten machen Schule werden dann jeweils eine halbe Klasse der fünften Klassenstufe zu Workshops bitten. Auch ein Teil der sechsten Klasse wird dabei sein und in Ergänzung des diesjährigen Safer Internetdays arbeiten. „Wir müssen die Kinder früh ansprechen“, sagt Gehrke, „denn in späteren Jahrgängen lassen sie sich nicht unbedingt belehren.“

Ein Workshop mit einer Dauer von 90 Minuten kostet 75 Euro. Gerechnet wird jede Workshop-Gruppe, so dass bei mehreren Workshops an zwei Tagen für acht Gruppen der drei fünften und einer sechsten Klasse schließlich acht Teamer für mehrere Stunden vor Ort sind. Finanziert wird dieser Safer Internetday von dem Förderverein der Schule, einem Beitrag der Schülerinnen und Schüler sowie einer Unterstützung aus der Wirtschaft.

image_pdfimage_print
Teilen.

Kommentieren