Bebauung an der Hamburger Straße: Neues Konzept wurde akzeptiert

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Ahrensburg (ve). Die Bebauung des alten VW-Geländes an der Hamburger Straße kann beginnen, das neue Konzept wurde von der Stadtverordnetenversammlung beschlossen.

Das überarbeitete Konzept: 30 Prozent sozial geförderten Wohnraums wurde in den Entwurf zum Neubau an der Hamburger Straße integriert. Grafik:Schenk + Waiblinger Architekten

Das überarbeitete Konzept: 30 Prozent sozial geförderten Wohnraums wurde in den Entwurf zum Neubau an der Hamburger Straße integriert.
Grafik:Schenk + Waiblinger Architekten

Die Stadtverordneten taten dies allerdings nicht unumwunden gerne. Manchen Politikerinnen und Politikern ist die Bebauung auf dem Gelände zu eng und zu hoch. „Schlimm“, benennt es etwa Carola Behr von der CDU im Laufe der Sitzung der Stadtverordnetenversammlung.

Doch letztlich konnte die Versammlung den Vorschlag der Investoren kaum ablehnen, ist er doch das Ergebnis langwieriger Verhandlungen. Die Politikerinnen und Politiker wollten es gerne umgesetzt wissen, dass ein Anteil von 30 Prozent der Wohneinheiten im niedrigen Preissegment liegt. Sie müssen Wohnraum dieser Kategorie vorhalten, da er in Ahrensburg fehlt. Und es gibt nur noch wenige Grundstücke im Stadtgebiet, auf denen die Errichtung preisgünstigen oder geförderten Wohnraumes erfolgen kann.

Bebauung an der Hamburger Straße: Günstiger Wohnraum im vorderen Bereich

Dass das Ergebnis der Verhandlungen nicht allen Stadtverordneten gefällt, liegt daran, dass die Baukörper größer werden mussten, als ursprünglich geplant. Denn nur so kann ein Anteil von 30 Prozent im niedrigen Preissegment realisiert werden. Und das wiederum liegt daran, dass der Investor zunächst mit einer anderen Vorstellung das Gelände gekauft hat. Höherwertiger Wohnraum wäre auch bei einer geringeren Anzahl von Wohneinheiten wirtschaftlich rentabel gewesen. Von diesen Plänen musste der Investor Abstand nehmen.

Nach langen Debatten zwischen Verwaltung und Investoren und zwischen den Politiker ist der Beschluss nun getroffen worden.

Insgesamt sollen damit auf dem Gelände 106 Wohneinheiten entstehen, 32 der Wohneinheiten und damit 30 Prozent als sozial geförderter Wohnraum. Dafür entstehen an der nord-westlichen Front des lang gezogenen Grundstücks zwei viergeschossige Baukörper, das vierte Geschoss ist ein Staffelgeschoss. An der süd-östlichen Front entstehen drei kleinere Baukörper. Der geförderte Wohnraum liegt auf der Seite zur Hamburger Straße hin. Die Gebäude stehen auf einer Tiefgarage, deren Einfahrt über die Adolfstraße erfolgt.

Übrigens: Es sind durchaus nicht die einzigen viergeschossigen Gebäude im Umfeld dieses Bereiches der Hamburger Straße. Und nicht zuletzt mehrfach in der Bahnhofsstraße oder in der Wilhelmstraße geht es noch viel weiter in die Höhe. Wären diese Gebäude von den heutigen Stadtverordneten nicht genehmigt worden?

Beitrag auf ahrensburg24.de: „Hamburger Strasse und Sozialer Wohnungsbau: Keine Regulierung in Ahrensburg bei Neuvorhaben

Das überarbeitete Konzept: 30 Prozent sozial geförderten Wohnraums wurde in den Entwurf zum Neubau an der Hamburger Straße integriert. Grafik:Schenk + Waiblinger Architekten

Das überarbeitete Konzept: 30 Prozent sozial geförderten Wohnraums wurde in den Entwurf zum Neubau an der Hamburger Straße integriert.
Grafik:Schenk + Waiblinger Architekten

2 Kommentare

  1. @ Horst Hausmann
    Was erwarten Sie vom BUND? Ich kann mich weder daran erinnern, dass er gegen das Fällen der alten Bäume im Zusammenhang mit der Lindenhofbebauung protestiert hat, noch vor Jahren gegen den geplanten Kastenschnitt der Linden in der Großen Straße.
    Außerdem habe ich eine (kritische) Bemerkung angesichts der willkürlichen umfassenden Baumfällung auf dem K…-Gelände vor ca. 4 Jahren vermisst.
    BUND, NABU, NATURFREUNDE – alle haben sie zu den genannten massiven Freveln geschwiegen.
    Das macht mich doch sehr nachdenklich…

  2. Horst Hausmann on

    NEUTRALITÄT??

    Bezüglich der Beurteilung des zu vernichtenden Knicks am hinteren Endes des VW Geländes ergibt sich eine Kuriosität, die für die Baubranche wohl typisch ist:

    Das dazugehörige Gutachten (mit der zweifellos Investor-erwünschten abschließenden Feststellung, dass der Knick nicht erhaltenswert ist) wurde im Auftrage des Investors selbst erstellt!!!!

    Demnach mir vorliegendes Gutachten des Dipl. Biologen K. Lutz im Auftrag von Magna Projektentwicklung, Hamburg.

    Man glaubt es kaum!

    Anscheinend legt man in Ahrensburg wenig Wert auf das Urteil eines neutralen, Gemeinde- und Investor-unabhängigen Gutachters.

    Ferner vermisse ich eine Aktivität oder Befragung des BUND zu der Knick Problematik, die ja noch erheblich an Gewicht gewinnt, wenn der Knickstreifen erst einmal auf ganzer Länge der Bebauung Alte Reitbahn zur Vernichtung ansteht.

    Ich halte demnach die Einschaltung eines unabhängigen Gutachters sowie die Einschaltung des BUND mit seinem Sachverstand für unbedingt erforderlich .

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