Ministerpräsident Torsten Albig verlässt Ämter und den Landtag/von Pein rückt nach

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Kiel (ve/pm). Torsten Albig und seine SPD haben bei der Landtagswahl in Schleswig-Holstein eine Niederlage einstecken müssen. Jetzt zieht er sich aus der Arbeit im Landtag zurück.

Torsten Albig (SPD), noch amtierender Ministerpräsident des Landes Schleswig-Holstein.<br /> Foto: Landesregierung Schleswig-Holstein

Torsten Albig (SPD), noch amtierender Ministerpräsident des Landes Schleswig-Holstein.
Foto: Landesregierung Schleswig-Holstein

Torsten Albig ist in seinem Wahlkreis in Kiel Nord direkt gewählt worden. Doch für Stimmenverluste für die Küstenkoalition aus SPD, Bündnis 90/Die Grünen und SSW wird auch er verantwortlich gemacht. Nun hat er in einer persönlichen Erklärung deutlich gemacht, dass er das Amt des Ministerpräsidenten nicht anstrebe und zudem auch das Direktmandat nicht erfüllen werde.

Für Ahrensburg ist diese Entscheidung bedeutend, da der SPD-Direktkandidat und Ahrensburger Tobias von Pein damit doch erneut Landtagsabgeordneter wird. Im Wahlkreis 29 – Stormarn Mitte – ist der CDU-Kandidat Tobias Koch gewählt worden. Von Peins Platz auf der Landesliste hatte es bisher nicht ermöglicht, dass er Mitglied des Landtages wird. Doch nun rückt er nach, so teilt es die SPD Ahrensburg mit.

Der SPD-Landtagsabgeordnete Tobias von Pein. Foto:pm

Der SPD-Landtagsabgeordnete Tobias von Pein.
Foto:pm

ahrensburg24.de veröffentlicht die Erklärung von Torsten Albig im Wortlaut:

Persönliche Erklärung von Ministerpräsident Torsten Albig

„So, wie ich es meiner Partei schon unmittelbar nach der Wahl mitgeteilt habe, darf eine künftige Regierungsbildung zwischen progressiven Parteien in Schleswig-Holstein nicht an der Frage scheitern, wer diese Regierung führt. Da ich wie kein anderer für die Arbeit der Küstenkoalition in den letzten fünf Jahren stehe, diese Koalition durch die Wählerinnen und Wähler aber für die Fortsetzung ihrer Arbeit kein erneutes Mandat erhalten hat, habe ich entschieden, dass meine Arbeit als Mitglied einer Landesregierung in jedem Fall mit der Neuwahl einer Ministerpräsidentin oder eines Ministerpräsidenten endet. Bis dahin erfülle ich entsprechend der Verfassung unseres Landes meine Pflicht als gewählter Ministerpräsident.

Um auch jedweder weiteren substanzlosen aber dennoch für mich und mein persönliches Umfeld ehrverletzenden Unterstellung der Vermischung öffentlicher und privater Interessen den Boden zu entziehen, werde ich auch nicht dem künftigen schleswig-holsteinischen Landtag angehören.

Ich danke all denen, die mit mir die letzten fünf Jahre für unser Land gearbeitet haben, für ihre Unterstützung und wünsche all denen, die jetzt Verantwortung tragen für die Bildung einer erfolgreichen Landesregierung ebenso wie den Abgeordneten der 19. Legislaturperiode Glück und Segen bei ihrer wichtigen Arbeit für unser Land.

Ministerpräsident Torsten Albig

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