ADFC-Fahrradklima-Test 2016: Schlechte Noten für Ahrensburg

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Ahrensburg (je/pm). Beim Fahrradklima-Test 2016 des ADFC landete Ahrensburg abgeschlagen auf Platz 306 der fahrradfreundlichsten Städte seiner Größe.

ADFC-Fahrradklima-Test 2016: Ahrensburg weit hinten.

ADFC-Fahrradklima-Test 2016: Ahrensburg weit hinten.

159 Ahrensburger hatten an der bundesweiten Befragung teilgenommen. Sie bemängelten vor allem holprige, unebene und schmale Radwege sowie schlechte Ampelschaltungen. Pluspunkte gab es für die Erreichbarkeit des Zentrums und dafür, dass in jedem Alter gern Fahrrad gefahren wird.

ADFC-Fahrradklima-Test 2016: Schlechte Noten für Ahrensburg

Der ADFC-Vorsitzende Jürgen Hentschke sagt: „Fahrradfreundlichkeit ist ein wichtiger Standortfaktor für moderne Städte – deshalb macht es uns Sorgen, dass sich die Ahrensburger auf dem Rad unwohl fühlen. Der Fahrradklima-Test zeigt bei anderen Städten, dass kontinuierliche Radverkehrsförderung auch honoriert wird und sich in einem guten Verkehrsklima niederschlägt. Allein durch eine Umsetzung der letzten Reform der StVo und die Aufhebung der Benutzungspflicht auf den meist sehr schlecht gepflegten Radwegen, mehr Tempo-30-Zonen, radfahrerfreundliche Lösungen an Baustellen, wäre ein Sprung nach vorn in den Ranglisten leicht möglich. Wenn Ahrensburg will, dass mehr Menschen aufs Rad steigen, um der Stadt Lärm und Abgase zu ersparen, dann muss jetzt gehandelt werden.“

Ahrensburg liegt bundesweit auf Platz 306 in der Kategorie der Städte über 50.000 Einwohner, im Landesvergleich auf Platz 23 von 29. Gegenüber dem vorigen Test im Jahr 2014 hat sich Ahrensburg nicht verbessert.

Im Durchschnitt geben die Ahrensburger die Note 4,1 „ausreichend“ für die Fahrradfreundlichkeit. Die Mehrzahl der Teilnehmer sagt, Radfahren bedeute in der Stadt Stress.

Über 120.000 Teilnehmer bundesweit

Der ADFC-Fahrradklima-Test ist die größte Befragung zum Radfahrklima weltweit und wurde im Herbst 2016 zum siebten Mal durchgeführt. Er wird durch das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) und aus Mitteln zur Umsetzung des Nationalen Radverkehrsplans 2020 mit rund 150.000 Euro gefördert. Über 120.000 Menschen stimmten bundesweit ab – eine Steigerung von 15 Prozent gegenüber dem letzten Test im Jahr 2014. Die Zunahme führt der ADFC auf das wachsende Interesse am Thema Fahrrad und Radverkehr zurück.

Über den ADFC

Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club ADFC ist mit mehr als 160.000 Mitgliedern die größte Interessenvertretung der Radfahrerinnen und Radfahrer in Deutschland und weltweit. Die detaillierten Ergebnisse des Fahrradklima-Tests 2016 und bundesweite Trends finden Sie auf www.fahrradklima-test.de.

Quelle: ADFC

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2 Kommentare

  1. pomonaringbewohner on

    ..da passt es ja perfekt ins Bild, dass die Stadt den Pomonaring für Tempo 50 freigeben möchte. Ich habe schon in vielen Städten gelebt, aber noch nie so eine unkreative, rückständige Verwaltung wie hier in Ahrensburg erlebt. Von der angeblichen „Kinderfreundlichkeit“ ganz zu schweigen.

    • Sabine Heinrich on

      Sehr geehrter Pomonaringbewohner,
      ob Sie wohl nach Ahrensburg gezogen wären, wenn Sie gewusst hätten, was Sie in dieser Stadt erwartet? Fehlende Kindergarten- und Hortplätze; Fahrradwege, welche großenteils in einem katastrophalen Zustand sind; immer weniger Parkplätze, obwohl die Bevölkerung wächst; die Missachtung der Natur (rücksichtsloses Fällen von alten Bäumen, wenn sie einem Investor im Wege stehen – wofür die Lindenhofbebauung nur ein Beispiel ist).
      Schimpfen Sie doch nicht auf die „unkreative, rückständige Verwaltung“ von Ahrensburg.
      Ich schätzte mich glücklich, im Rathaus vor ca. 1 1/2 Jahren einen Stadtplan von Abg. (Herausgeber: Stadt Ahrensburg) für 1 € erwerben zu können – dass er von 2004 ist, merkte ich erst, als ich ihn später auffaltete und merkte, dass Ihr neuer Stadtteil darauf noch gar nicht existiert. Sollte man da von Rückständigkeit sprechen?
      Sollte man von Rückständigkeit sprechen, weil es in Ahrensburg nicht einmal am Bahnhof eine Touristeninformation, geschweige denn, kostenlose Stadt- oder Busfahrpläne gibt?
      Falls Sie junge Kinder im schulpflichtigen Alter haben: Schätzen Sie sich glücklich, dass diese nicht mehr in den „Genuss“ von viel zu kleinen, vor sich hin bröselnden, peinlich heruntergekommenen Schulgebäuden kommen und dort lernen müssen! Erst vor etwa 8 Jahren – so meine Beobachtung – wurde langsam die Renovierung und z.T. Schulerweiterung in Angriff genommen – als die Zustände schon unerträglich waren.
      Wussten Sie eigentlich, dass Sie in ein inzwischen derart dicht besiedeltes Neubaugebiet ziehen würden?
      Ich habe in Erinnerung, dass das Erlenhofgelände locker mit nur niedriggeschossigen Häusern bebaut werden sollte – mit viel Platz drumherum. Aber vielleicht täuscht mich da mein Gedächtnis. 2017 jedenfalls bietet sich mir ein völlig anderes Bild.
      Die Umgebung von Abg. ist wirklich schön – vielleicht kann Sie das über die Erfahrung mit der „unkreativen, rückständigen Verwaltung“ hinwegtrösten.
      Was die Benutzung der Ahrensburger Radwege betrifft, rufe ich Ihnen als schlaglocherfahrene Vielradlerin nur den Radfahrergruß: „Alles Gute – und Naben- und Speichenbruch!“ zu.
      S. Heinrich

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