Schulmedley am Emil-von-Behring-Gymnasium: So viel Talent hat Großhansdorf

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Großhansdorf (ve). Talent – das haben beim Schulmedley des Emil-Von-Behring-Gymnasium vor allem die Techniker bewiesen. Möchte man mit einem Schmunzeln meinen.

Die Schülervertretung unter der Leitung von Johannes Basler hatte zu einer Talentshow eingeladen, Schuldmedley der Titel. Es war die zweite Veranstaltung dieser Art, im vergangenen Jahr stand sie unter dem Titel „Night of the proms“. In diesem Jahr wurde sie locker moderiert von Basler und Hauke Thürk.

Eine Bühne für alle, die etwas besonderes können. Von Rock bis Rocktanz, von Theater bis Poetry-Slam war alles vertreten, schon alleine die vielen Genres zu sehen, war ein großer Spaß. Obwohl: Vergleichsweise häufig war dann doch die Gitarre auf der Bühne.

Schulmedley am Emil-von-Behring-Gymnasium in Großhansdorf. Die Band Generations bei ihrem Auftritt. Foto:©Monika Veeh/ahrensburg24.de

Schulmedley am Emil-von-Behring-Gymnasium in Großhansdorf. Die Band Generations bei ihrem Auftritt.
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Bemerkenswert zum Beispiel die Band „Generations“. Nicht nur, weil dort zwei Lehrer – Jörg Schraplau und Henning Grupe – mit zwei Schülern – Emil Büchner und Finn Stezka – gemeinsam auf der Bühne standen, nicht nur, weil Lehrer Henning Grupe sich insbesondere bei der Moderation als talentiert erwies und für so manchen Lacher sorgte. Nicht nur, weil die Älteren den Jüngeren eiskalt Klassiker von Pink Floyd und Peter Gabriel aus dem Kreuz leierten. Sondern vor allem wegen folgender Augenhöhe: Lehrer Grupe lieh sich von Schüler Büchner die E-Gitarre und wagte zum ersten Mal ein E-Gitarren-Solo. Premiere also für den Lehrer, nicht für den Schüler. Das Solo allerdings verlor durch eine heftige Rückkopplung dann doch etwas an Reiz – aber immerhin!

Schulmedley am Emil-von-Behring-Gymnasium in Großhansdorf: Lennart Richter brachte einen neuen Song auf Deutsch mit. Foto:©Monika Veeh/ahrensburg24.de

Schulmedley am Emil-von-Behring-Gymnasium in Großhansdorf: Lennart Richter brachte einen neuen Song auf Deutsch mit.
Foto:©Monika Veeh/ahrensburg24.de

Schüler dagegen waren öfter mal nachdenklich in ihrer Musik. Lennart Richter etwa hatte als Reaktion auf den Anschlag in Manchester am Montag Abend ein deutschen Song mitgebracht. Mit gefühlvollen Worten erzählte er von seinem Unmut über ein Welt, in der Terror, Krieg und Umweltzerstörung Tagesgeschäft sind, „Nicht in meinem Namen“ nennt er den Song.

Auch Joscha Ansén und Inken Steiner mögen die gefühlvollen Töne. Inkens klare Stimme begleitet von Akkustik-Gitarre und Gesang von Joscha tragen Emotionen in den Saal. Begeistert aufgenommen übrigens in der voll besetzten Aula der Schule.

Eher mit besonders viel Schalk war Poetry-Slammer T-Dog aka Thomas Schubert auf der Bühne. Der gewitzte Sprach-Komiker betreibt ein Poetry-Slam, das es ihm unkompliziert ermöglicht, Otto von Bismarck, seine Kriege und seine Sozialpolitik zum Thema zu machen. Auf eine solche Idee muss man erst einmal kommen. In der Schule ist er damit kein Unbekannter und sein Publikum in Großhansdorf versuchte, all‘ seine Worte zu verstehen und johlte schließlich begeistert.

Schulmedley am Emil-von-Behring-Gymnasium in Großhansdorf. Annabelle Behrendt zeigte einen beeindruckende Choreografie. Foto:©Monika Veeh/ahrensburg24.de

Schulmedley am Emil-von-Behring-Gymnasium in Großhansdorf. Annabelle Behrendt zeigte einen beeindruckende Choreografie.
Foto:©Monika Veeh/ahrensburg24.de

Einer der Höhepunkte war zudem der Tanz von Annabelle Behrendt. Sie flog über die Bühne in einer wuchtigen Choreografie voller Rock, Power und Kraft. Auch sie ist damit in Großhansdorf keine Unbekannte, auch ihr begegnete das Publikum mit purer Begeisterung.

Und dann war da noch die Bigband unter der Leitung von Musiklehrer Jörg Schraplau, ein Theater-Sketch, das Moritz Ley-Trio und und und. Ach ja – und die Technik. Die wurde unter anderem von Lennart Richter als „wunderbar unkompliziert“ beim Soundcheck gelobt. Und es ist eine durchaus umfangreiche Anlage, die den Schülern in der Aula zur Verfügung gestanden hat.

Schüler unter der Regie von Emil Büchner bauten nach jeder Show die Bühne um, reichten und richteten Mikrofone, saßen am Technik-Pult an den Reglern, steuerten die Spotlights. Und merkten – ach, so ganz einfach ist das alles nicht. Den richtigen Regler zum richten Zeitpunkt aufzudrehen und die Kontrolle über alle Mikrofone zu haben, war das Ziel, das zu etwa 90 Prozent erreicht wurde. Die Akteure und das Publikum nahmen es mit Humor. Und das Publikum war ob der vielen Talente, die dort oben auf der Bühne standen, sowieso schlichtweg begeistert. Mehrfach wurde die Show für nächstes Jahr wieder angekündigt – man darf gespannt sein.

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