Ausstellung „Rechtsextremismus – nicht mit mir!“: Faktencheck nicht nur für Jugendliche

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Ahrensburg (ve). Wie gefährlich ist Rechtsextremismus eigentlich? Das wollen Schüler Schülern jetzt erklären.

Die Grafik der Ausstellung "Rechtsextremismus - Nicht mir mir!" der Friedrich-Ebert-Stiftung. Grafik:©Friedrich-Ebert-Stiftung/Montage:ahrensburg24.de

Die Grafik der Ausstellung „Rechtsextremismus – Nicht mir mir!“ der Friedrich-Ebert-Stiftung.
Grafik:©Friedrich-Ebert-Stiftung/Montage:ahrensburg24.de

Das Projekt „Schule ohne Rassismus“ der Selma-Lagerlöf-Gemeinschaftsschule organisiert zusammen mit dem Runden Tisch Ahrensburg für Zivilcourage und Menschenrechte, gegen Diskriminierung und Rechtsextremismus eine Ausstellung, ein Konzert und Diskussionsveranstaltungen. Dabei geht es vor allem darum: Dass Schülerinnen und Schülern mit Altersgenossen darüber sprechen, wodurch der Rechtsextremismus gefährlich werden kann.

Ab Donnerstag, 1. Juni 2017, gibt es dazu im Foyer des Ahrensburger Rathauses eine Ausstellung „Rechtsextremismus? – Nicht mit mir!“. Die Ausstellung wurde von der Friedrich-Ebert-Stiftung konzipiert und wendet sich sowohl an die Öffentlichkeit als auch an junge Leute. Sie will über über die verschiedenen Aspekte des Rechtsextremismus aufzuklären.

Das tut sie allerdings über einen ungewöhnlichen Weg: Schüler sollen in einen Austausch über rechte Ansichten kommen. Also – an alle Teens: Was denkt Ihr über die Aussagen der Rechten? Welche Argumente gelten für Euch, was ist relevant? Wo ist für Euch die Grenze zwischen Lüge und Wahrheit?

Gegen Rechtsextremismus: Ausstellung im Rathaus, Diskussionen und ein Konzert

Die Schüler der Selma-Lagerlöf-Gemeinschaftsschule werden im Vorfeld der Ausstellung in Workshops mehr über den Rechtsextremismus und über die Ausstellung erfahren. Diese Kenntnisse werden sie dann bei Führungen und Diskussionen mit Schulklassen weiter geben. Für jeden also eine gut Gelegenheit, seine Positionen einmal zu diskutieren.

Zur Eröffnung am 1. Juni 2017 um 17 Uhr im Foyer des Rathauses werden Bürgermeister Michael Sarach und Bürgervorsteher Roland Wilde sprechen. Ein Mitarbeiter der Friedrich-Ebert-Stiftung wird thematisch in die Ausstellung einführen. Im Anschluss werden dann Schülerinnen und Schüler durch die Ausstellung führen. Öffentlich zugänglich ist die Ausstellung zu den Öffnungszeiten des Rathauses.

Zusätzlich bietet der Runde Tisch an drei Donnerstagen, 8. Juni, 15. Juni und 22. Juni 2017, jeweils um 16 Uhr eine Begleitung durch die Ausstellung an und wird für Fragen zur Verfügung stehen. Als weitere Veranstaltung wird es am Sonnabend, 17. Juni 2017, ein Konzert von Ahrensburger Schülerbands im Juki 42 geben.

Der Rechtsextremismus und seine ideologische Basis

In der Ausstellung geht es vor allem darum, die Sprüche der Rechten und ihre Vorurteile einzuordnen und politisch zu bewerten. Sie erscheinen immer wieder harmlos, basieren jedoch auf einer Weltsicht und einem Politikverständnis, das die demokratische und weltoffene Gesellschaft in Frage stellt – und damit letztlich die Verfassung der Bundesrepublik.

Die Ausstellung fragt unter anderem: Was ist Demokratie und wie kann man sie gemeinsam (er)leben? Warum ist das Grundgesetz Grundlage unseres Zusammenlebens? Und warum ist der Rechtsextremismus so gefährlich für die Demokratie? Welches Weltbild steckt hinter der rechtsextremen Ideologie? Was ist die Taktik rechtsextremer Parteien? Wie sieht die moderne rechtsextreme Jugendszene aus und was macht sie vermeintlich attraktiv? Wie nutzen Rechtsextreme Musik und Internet für ihre Interessen? Welche Aktivitäten der rechten Szene gibt es in Norddeutschland? Welche Rolle spielen Frauen in der rechtsextremen Szene? Was richten rechtsextreme Gewalttaten an? Wie ist die Entwicklung von Rechtsextremismus und Rechtspopulismus in Europa? Und wie können wir als Demokraten auf rechtsextremistische Äußerungen und Taten reagieren? Und nicht zuletzt: Wie wird die Demokratie durch persönliches Engagement gestärkt?

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