Unterschriftensammlung: Nabu Ammersbek kämpft für Erhalt der Bäume am Bahnhof Hoisbüttel

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Ammersbek (je/pm). Sollen die großen Bäume an der U-Bahn Hoisbüttel bleiben oder müssen sie dem Neubauprojekt weichen? Der Nabu drängt auf Erhalt der Bäume.

NABU Ammersbek: Blick über den abzureißenden Garagenhof und die Rückseite des alten Lottbeker Krugs auf den Bahndamm und die beiden Bäume - Blutbuche, 120 Jahre und Linde, 220 Jahre - die der Investor gerne entfernt haben möchte. Foto: NABU Ammersbek

NABU Ammersbek: Blick über den abzureißenden Garagenhof und die Rückseite des alten Lottbeker Krugs auf den Bahndamm und die beiden Bäume – Blutbuche, 120 Jahre und Linde, 220 Jahre – die der Investor gerne entfernt haben möchte. Foto: NABU Ammersbek

Im Bereich Hamburger Straße/Georg Sasse-Straße in Ammersbek sollen alte Gebäude abgerissen und ein neuer Geschäfts- und Wohnblock errichtet werden. Das begrüßen die meisten Ammersbeker. In einem ersten Entwurf sieht der Investor jedoch die Fällung von zwei mächtigen, das Ortsbild prägenden Bäumen vor. Dagegen wendet sich der Nabu Ammersbek mit einer Petition und sammelt Unterschriften der Bürgerinnen und Bürger.

Themenbild Bauvorhaben an der Einmündung Georg-Sasse-Straße in Ammersbek. Grafik: Westphal+Berwing Architekten

Themenbild Bauvorhaben an der Einmündung Georg-Sasse-Straße in Ammersbek.
Grafik: Westphal+Berwing Architekten

Die 220-jährige Linde des historischen Gasthofs Lottbeker Krug von 1797 und die beiden dahinter wachsenden, rund 120-jährigen Blutbuchen sind nach Ammersbeker Baumschutzsatzung geschützt und im gültigen Bebauungsplan als zu erhalten festgesetzt.

NABU Ammersbek: Für den Erhalt der Bäume am U-Bahnhof Hoisbüttel

„Die großen Baumkronen spenden Sauerstoff, binden Feinstaub, bieten vielen Vögeln und Insekten Lebensraum und schützen die Georg-Sasse-Straße vor dem Schienenlärm“, schreibt der Nabu Ammersbek. Die Linde und die größere der beiden Blutbuchen, die im Planungsentwurf als „künftig fortfallend“ gekennzeichnet sind, könnten problemlos in die geplante Bebauung integriert werden, ohne dass der Investor Abstriche an der Bebauungsdichte machen muss.

Der Nabu Ammersbek fordert daher mit allen Bürgern, die gegen die Fällung der Bäume unterschrieben haben, den weiteren Erhalt aller drei Bäume. Am Mittwoch, 31. Mai 2017, um 11 Uhr überreichen die beiden Vorsitzenden des Nabu Ammersbek dem Bürgermeister der Gemeinde Ammersbek die Petition mit den bis dahin gesammelten Unterschriften.

Unterschriftensammlung: Formulare auf der Internetseite des Nabu Ammersbek

Wer unterschreiben möchte oder Unterschriften sammeln möchte: Formulare und weitere Informationen gibt es unter http://nabu-ammersbek.de/wb/index.php.

Die Baumaßnahme und die Frage der Bäume war auch Thema bei der Vorstellung des Planes kürzlich in Ammersbek. Auch dort äußerte sich Petra Ludwig-Sidow besorgt über die Planungen in dieser Form, der die Bäume weichen müssten. ahrensburg24.de berichtete: „Neubau an der Ammersbeker Georg-Sasse-Straße: „Super Idee – aber bitte anders!“

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