Rotary Club Ahrensburg Schloss auf dem Stadtfest: Sie wollen den Menschen vor Ort in Syrien helfen

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Ahrensburg (ve/pm). Bildung und Betreuung unter einem Dach im Nordosten Syriens – für verfolgte Mütter und Kinder will die Hilfsorganisation Syriac Cross jetzt so einen Zufluchtssort schaffen. Der Rotary Club Ahrensburg Schloss ist dabei und wendet sich jetzt an alle Ahrensburgerinnen und Ahrensburger.

Ein Familienzentrum für Al-Qamishli in der syrischen Provinz Al-Hassaka, im Bild ein Aussschnitt aus dem Deckblatt der Informationsbroschüre. Quelle: Ritz Instrument Transformers GmbH, Hamburg

Ein Familienzentrum für Al-Qamishli in der syrischen Provinz Al-Hassaka, im Bild ein Aussschnitt aus dem Deckblatt der Informationsbroschüre.
Quelle: Ritz Instrument Transformers GmbH, Hamburg

Schon seit seiner Entstehung im Jahr 2013 beteiligt sich Syriac Cross an Wiederaufbauprojekten in Syrien und dem Nord-Irak. Durch den Krieg wurden viele Häuser, Kirchen, Moscheen und öffentliche Einrichtungen zerstört. Jetzt will die Hilfsorganisation mit einem neuen Projekt ein Zeichen der Hoffnung setzen. Vorgestellt wird dieses Projekt auf der Vereinsmeile des Ahrensburger Stadtfestes am Wochenende des 9. bis 11 Juni 2017. Dort sind Mitglieder des Rotary Clubs vor Ort und informieren über Familienzentrum Al-Qamishli.

Bericht auf ahrensburg24.de: „Stadtfest Ahrensburg 2017: Partybands und norddeutsche Künstler

Die Ziele des Familienzentrums in Al-Qamishli, Provinz Al-Hassaka

Syriac Cross wird ein Familienzentrum gründen, in Al-Qamishli in der Provinz Al-Hassaka – dort, wo etwa 400.000 Binnenflüchtlinge Zuflucht vor Krieg und Vertreibung suchen. Ziel des Projekts ist es, Frauen – egal welcher Religion und Herkunft – zu Unabhängigkeit und Selbständigkeit zu verhelfen. Erfahrene Lehrer und Psychologen sollen sich um Kinder und Jugendliche kümmern und ihnen Perspektiven für die Zukunft aufzeigen. Neben Trauma-Therapie für Groß und Klein stehen Sprachkurse und schulische Betreuung, ärztliche Versorgung, Spielmöglichkeiten und Weiterbildungsmaßnahmen wie Näh- und Computerkurse auf der Agenda des neuen Treffpunktes. Mittelfristig ist geplant, die Angebote gegen Gebühr auch für Nicht-Hilfsbedürftige nutzbar zu machen.

Investitionskosten in Höhe von 126.000 Euro

Nicht nur die Schwächsten sollen profitieren. Auch für Ärzte, Psychologen und Lehrer kann das Familienzentrum eine neue Wirkungsstätte sein. Darüber hinaus sollen durch eine regional übergreifende Zusammenarbeit mit anderen Zivil- und Nicht-Regierungsorganisationen geplant auch Familien aus umliegenden Städten erreicht werden.

Das Engagement aller Beteiligten soll sich lohnen – in humanitärer Hinsicht. Deshalb ist das Projekt auf mindestens fünf Jahre angelegt. Die Investitionskosten in Höhe von 126.000 Euro im Gründungsjahr sollen ausschließlich durch private und öffentliche Zuwendungen gedeckt werden. Jeder gespendete Cent kommt dabei zu 100 Prozent dem Familienzentrum zu Gute. Einige norddeutsche Rotary Clubs werden das Projekt finanziell ermöglichen, unter anderem der Rotary Club Ahrensburg Schloss. Sobald die Gelder verfügbar sind, organisieren die Vertreter des Syriac Cross den Ankauf eines geeigneten Gebäudes und bemühen sich um Mitarbeiter, die mit Wissen, Erfahrung und viel Herzblut die neue Einrichtung mit Leben erfüllen.

Quelle: Ritz Instrument Transformers GmbH, Hamburg

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