Projekt der Selma-Lagerlöf-Gemeinschaftsschule: Schule ohne Rassismus – Wie geht das?

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Ahrensburg (ve). Will die deutsche Gesellschaft Rassismus in ihren Reihen einfach nur ignorieren? „Nein“ – sagt die Selma-Lagerlöf-Gemeinschaftsschule und startet ein Projekt im Rathaus und im „42“.

Im Rahmen der Projektarbeit "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage" stellt die Selma-Lagerlöf-Gemeinschaftsschule und der Runde Tisch für Zivilcourage und Menschenrechte die Ausstellung "Demokratie stärken - Rechtsextremismus bekämpfen" im Ahrensburger Rathaus aus. Die Schüler Luca Krieger, Justus Jumat, Stella Bardua und Marie Rätz (von links) von der Arbeitsgemeinschaft. Foto:Monika Veeh/ahrensburg24.de

Im Rahmen der Projektarbeit „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ stellt die Selma-Lagerlöf-Gemeinschaftsschule und der Runde Tisch für Zivilcourage und Menschenrechte die Ausstellung „Demokratie stärken – Rechtsextremismus bekämpfen“ im Ahrensburger Rathaus aus. Die Schüler Luca Krieger, Justus Jumat, Stella Bardua und Marie Rätz (von links) von der Arbeitsgemeinschaft.
Foto:Monika Veeh/ahrensburg24.de

Die Selma-Lagerlöf-Gemeinschaftsschule hat sich dem Projekt „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ angeschlossen. Dafür allerdings müssen Schülerinnen und Schüler jedes Jahr eine Projektarbeit leisten, damit die Schule den Titel beibehalten kann. In diesem Jahr hat sich eine Arbeitsgruppe dafür mit dem Runden Tisch Ahrensburg für Zivilcourage und Menschenrechte, gegen Diskriminierung und Rechtsextremismus zusammen getan.

Ausstellung „Demokratie stärken – Rechtsextremismus bekämpfen“ des Julius-Leber-Forums der Friedrich-Ebert-Stiftung

Und die Schule will mehr, als nur in den eigenen Räumen debattieren. Sie möchte andere informieren, aufmerksam machen. Dafür haben sie die Ausstellung „Demokratie stärken – Rechtsextremismus bekämpfen“ des Julius-Leber-Forums der Friedrich-Ebert-Stiftung nach Ahrensburg geholt. Und gleich das Foyer des Rathauses als Standort gewählt.

Jetzt plötzlich ist der Rechtsextremismus mitten in Ahrensburg – in Form der Ausstellung. Bürgervorsteher Roland Wilde und Bürgermeister Michael Sarach waren bei ihrer Eröffnung dabei. „Wo ist der Rechtsextremismus am gefährlichsten?“, fragte Sarach in seinem Grußwort. „Da, wo er nicht leicht zu erkennen ist“, beantwortete er gleich selber die Frage. „Wir müssen besonders wachsam sein, um unseren Rechtsstaat zu schützen. Denn der Rechtsstaat, in dem wir leben, ist ein ausgesprochen glücklicher Zustand, den wir nicht hoch genug schätzen können.“

Der Rechtsstaat lebt in den Grenzen der eigenen Gesetzgebung, „Extremismus aber kennt keine Grenzen“, beschreibt es Sarach. So sei es genau richtig, dass die Schülerinnen und Schüler die Ausstellung im Foyer des Rathauses präsentieren. Nicht jede Schule, die die Ausstellung bucht, geht diesen Weg.

Im Rahmen der Projektarbeit "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage" stellt die Selma-Lagerlöf-Gemeinschaftsschule und der Runde Tisch für Zivilcourage und Menschenrechte die Ausstellung "Demokratie stärken - Rechtsextremismus bekämpfen" im Ahrensburger Rathaus aus. Foto:Monika Veeh/ahrensburg24.de

Im Rahmen der Projektarbeit „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ stellt die Selma-Lagerlöf-Gemeinschaftsschule und der Runde Tisch für Zivilcourage und Menschenrechte die Ausstellung „Demokratie stärken – Rechtsextremismus bekämpfen“ im Ahrensburger Rathaus aus.
Foto:Monika Veeh/ahrensburg24.de

Schüler führen Schulklassen durch die Ausstellung

Für die Schüler ist die Arbeit an diesem Thema trotzdem genauso präsent. Denn die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft erhalten in einem Workshop einen genauen Einblick in die Inhalte und Themen der Ausstellung und werden angeleitet, diese auch zu erklären. In der kommenden Woche dann werden sie dann 18 Klassen der Selma-Lagerlöf-Schule durch die Ausstellung führen und mit ihnen über Rechtsextremismus sprechen. „Wir wollen in einer Gesellschaft ohne Diskreminierung und Rassismus leben“, sagt Stella Bardua, Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft. Dazu sei Aufklärung erforderlich.

Die Ausstellung ist natürlich während der Öffnungszeiten des Rathauses auch allen anderen Interessierten zugänglich. Dabei engagiert sich der Runde Tisch, der jeden Donnerstag ab 16 Uhr eine Führung anbietet.

Das wiederum freut das Julius-Leber-Forum, Referent Christian Testorf: „Der Ausstellungs-Ort Rathaus ist etwas Besonderes für eine Ausstellung, die sonst meistens an den Schulen zu sehen ist. So werden auch andere Menschen erreicht.“ Gerade das sei wichtig beim Thema Rechtsextremismus: „Friedrich Ebert hat den Spruch geprägt ‚Demokratie braucht Demokraten‘. Der Umgang mit Extremismus ist es wichtig. Demokratie muss aus sich selber heraus unterstützt werden.“

Und dann gibt es noch ein gemeinsames Projekt der Arbeitsgemeinschaft und des Runden Tisches: ein kleines Festival im 42. Am Sonnabend, 17. Juni 2017, werden verschiedene Bands sowie Singer/Songwriter ein buntes Programm gestalten. Das Konzert ist öffentlich, der Eintritt ist frei.

Schließlich haben alle gemeinsam noch ein Zeichen gesetzt: Akteure und Gäste haben Luftballons mit guten Wünschen und dem Hinweis auf die Ausstellung aufsteigen lassen. Auf das das angehängte Kärtchen an einem Ort landet, an dem es interessierte Demokraten gibt.

Im Rahmen der Projektarbeit "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage" stellt die Selma-Lagerlöf-Gemeinschaftsschule und der Runde Tisch für Zivilcourage und Menschenrechte die Ausstellung "Demokratie stärken - Rechtsextremismus bekämpfen" im Ahrensburger Rathaus aus. Mitglieder des Runden Tisches und der Arbeitsgemeinschaft: Ali Haydar Mercan, Lehrerin Martina Mündel, Stella Bardua, Bernadett Kölker, Luca Krieger, Marie Rätz, Justus Jumat und Lehrerin Flora Langbehn (von links). Foto:Monika Veeh/ahrensburg24.de

Im Rahmen der Projektarbeit „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ stellt die Selma-Lagerlöf-Gemeinschaftsschule und der Runde Tisch für Zivilcourage und Menschenrechte die Ausstellung „Demokratie stärken – Rechtsextremismus bekämpfen“ im Ahrensburger Rathaus aus. Mitglieder des Runden Tisches und der Arbeitsgemeinschaft: Ali Haydar Mercan, Lehrerin Martina Mündel, Stella Bardua, Bernadett Kölker, Luca Krieger, Marie Rätz, Justus Jumat und Lehrerin Flora Langbehn (von links).
Foto:Monika Veeh/ahrensburg24.de

Im Rahmen der Projektarbeit "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage" stellt die Selma-Lagerlöf-Gemeinschaftsschule und der Runde Tisch für Zivilcourage und Menschenrechte die Ausstellung "Demokratie stärken - Rechtsextremismus bekämpfen" im Ahrensburger Rathaus aus. Luftballons mit Kärtchen sollen auf die Ausstellung aufmerksam machen. Foto:Monika Veeh/ahrensburg24.de

Im Rahmen der Projektarbeit „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ stellt die Selma-Lagerlöf-Gemeinschaftsschule und der Runde Tisch für Zivilcourage und Menschenrechte die Ausstellung „Demokratie stärken – Rechtsextremismus bekämpfen“ im Ahrensburger Rathaus aus. Luftballons mit Kärtchen sollen auf die Ausstellung aufmerksam machen.
Foto:Monika Veeh/ahrensburg24.de

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