Förderverein St. Johannes Ahrensburg zeigt „Seefeuer“: Das Leben auf Lampedusa

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Ahrensburg (ve/pm). Wie lebt es sich zwischen Idyll und Tragödie inmitten der Flüchtlingskatastrophe im Mittelmeer? Das zeigt der Film „Seefeuer“ jetzt in der St. Johanneskirche.

Eine Szene aus dem Dokumentarfilm „Seefeuer“ zeigt den 12-jährigen Samuele, der auf der Mittelmeerinsel Lampedusa lebt. Foto: © 21 Uno Film

Eine Szene aus dem Dokumentarfilm „Seefeuer“ zeigt den 12-jährigen Samuele, der auf der Mittelmeerinsel Lampedusa lebt.
Foto: © 21 Uno Film

Am Montag, 12. Juni 2017, präsentiert der Förderverein St. Johannes den Dokumentarfilm „Seefeuer“, der von einem Leben auf der Insel zwischen Tunesien und Sizilien erzählt – Lampedusa. Die Insel, die für viele Menschen das Tor nach Europa, die „Insel der Hoffnung“ auf ein besseres Leben ist. Doch der Preis für ein Leben fernab von Terror und Gewalt ist teuer.

„Seefeuer“: Dokumentarfilm von Gianfranco Rosi über Lampedusa

Die Öffentlichkeit kennt von Lampedusa meist Bilder von überladenen Flüchtlings-Booten, von vor Erschöpfung gezeichneter Menschen, überfüllten Auffanglagern und leblosen, auf dem Meer treibenden Körpern. Auf der 4.500 Einwohner zählenden Insel sind in den vergangenen 20 Jahren rund 400.000 Geflüchtete angekommen. Sie gehen im alten Hafen von Bord und werden mit Bussen in die Auffangstationen gefahren. Ein paar Tage später werden sie auf das Festland befördert.

Der Filmemacher Gianfranco Rosi hat ein Jahr auf der Insel gelebt und das Leben dokumentiert, in dem der Ausnahmezustand zum Alltag geworden ist. Sein Dokumentarfilm zeigt das komplexe Gefüge von Bürokratie, Tragödie und Menschlichkeit. Auf der Berlinale 2016 wurde „Seefeuer“ mit dem Goldenen Bären als bester Film ausgezeichnet.

Der italienische Originaltitel „Fuocoammare“ kann sowohl als „brennendes Meer“ als auch „Leuchtturm“ übersetzt werden. Der deutsche Kinotitel ist dieser Doppelbedeutung geschuldet: „Seefeuer“ bezeichnet zum einen das Lichtsignal auf Leuchttürmen, zum anderen eine historische Brandwaffe, die vor allem gegen Schiffe zum Einsatz kam und nicht mit Wasser gelöscht werden konnte.

Der Eintritt ist frei, Spenden dienen dem Erhalt der St. Johanneskirche. Der Filmabend beginnt ab 19.30 Uhr in der St. Johanneskirche, Rudolf-Kinau-Straße 19.

Der Förderverein St. Johannes Ahrensburg

Aus dem Initiativkreis St. Johannes, der sich für den Erhalt der St. Johanneskirche unter dem Motto “St. Johannes muss bleiben” eingesetzt hatte, hat sich im Juni 2013 ein eingetragener “Förderverein St. Johannes Ahrensburg” gegründet. Ziel und Zweck des gemeinnützigen Vereins ist die ideelle und finanzielle Förderung des lebendigen Gemeindelebens am Zentrum St. Johannes. Weitere Infos unter www.st-johannes-ahrensburg.de.

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