Schwere Verletzung auf Stadtfest Ahrensburg: Frau wurde Finger abgerissen/Bilanz der Vorfälle

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Ahrensburg (ve/ots). Zu einem schweren Unfall ist es am Sonnabend Nachmittag auf einem Kinderkarusell beim Stadtfest Ahrensburg gekommen. Das teilt die Polizei in einer ersten Bilanz zum Stadtfest mit. Und dann gab es auch noch zahlreiche betrunkene Jugendliche.

Das Stadtfest 2017 in Ahrensburg. An einem Kinderkarusell gab es einen Unfall mit einer schweren Verletzung. Foto:M.Veeh/S.Mascher/Montage:ahrensburg24.de

Das Stadtfest 2017 in Ahrensburg. An einem Kinderkarusell gab es einen Unfall mit einer schweren Verletzung.
Foto:M.Veeh/S.Mascher/Montage:ahrensburg24.de

Bei dem Vorfall wollte eine 65 Jahre alte Frau ihrem Enkel bei der Fahrt auf dem Karusell zuschauen. Aus bisher unbekannten Gründen verfing sich die Frau mit der Hand an einem Wagen des Kinderkarussells, so dass sie mit einem Ring hängen blieb. Hierdurch wurde der Finger abgerissen. Die 65-jährige kam umgehend in eine Spezialklinik. Die Hintergründe des Unfalls werden jetzt untersucht, so die Polizei.

Sicherheitskonzept von Veranstalter, Stadt, Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei

Zum neuen Sicherheitskonzept des Stadtfestes insbesondere nach den Vorfällen im vergangenen Jahr zieht die Polizei nach zwei Tagen eine positive Bilanz. Sie war mit 70 Sicherheitskräften in zivil und in Uniform vor Ort. Teilweise waren die Polizisten in größeren Teams und in voller Montur inklusive Schutzhelm – am Gürtel, nicht auf dem Kopf – unterwegs und zeigten auch dadurch eine deutliche Präsenz. Das Konzept war von Veranstalter, Stadt, Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei erarbeitet worden.

Ermittlung wegen Verstoß gegen das Waffengesetz

Und auch wenn die Polizei selber das Stadtfest als „ruhig“ und „friedlich“ betitelt, so hatte sie doch einiges zu tun. So kam es am Freitag gegen 21 Uhr zu einem versuchten Raub, in dessen Folge jetzt wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz ermittelt wird. Bei dem Vorfall hatte ein 23-jähriger Ahrensburger einem 17 Jahre alten Lasbeker versuchte, eine goldene Halskette zu rauben. Nach dem dies misslang, holte der 17-Jährige seinen Bruder und weitere Freunde zur Hilfe griff den 23-Jährigen an. Dabei wurde der Räuber durch den Bruder gewürgt. Die vermeintliche Vergeltungstat konnte durch die Zivilfahnder des Polizeireviers Ahrensburg beobachtet und alle Beteiligten gestellt werden. Bei den vier Freunden konnten drei Schlagringe und ein Messer sichergestellt werden. Die Freunde müssen sich jetzt nach dem Waffengesetz verantworten. Alle Beteiligten erhielten einen Platzverweis.

Betrunkene und aggressive Jugendliche

Und dann mussten sich die Beamten zum zahlreiche betrunkene Jugendliche kümmern. Bei den Jugendschutzkontrollen gemeinsam mit dem Kreis Stormarn und der Stadt Ahrensburg wurden in beiden Nächten circa 200 Jugendliche kontrolliert und präventive Gespräche geführt. 15 Flaschen hochprozentigen Alkohols wurden dabei den Jugendlichen weggenommen. Sechs stärker alkoholisierte Jugendliche wurden ihren Eltern übergeben. Spitzenreiterin war eine 14-Jährige mit 1,35 Promille.

Insbesondere in den Randbereichen des Stadtfestes hätten sich viele Jugendliche und junge Erwachsene aufgehalten, die häufig erheblich alkoholisiert und aggressiv waren, berichtet die Polizei. „Durch starke Polizeipräsenz konnte aber immer bei aufkommenden Auseinandersetzungen schnell eingegriffen und die Lage beruhigt werden“, so ein Polizeisprecher. Bei fast allen angezeigten Körperverletzungen seien Tatverdächtige vor Ort ermittelt worden. Auffälligen Personen seien Platzverweise ausgesprochen und diese bei erneutem Auftreten in Gewahrsam genommen worden.

Die Bilanz der Polizei in Zahlen:
Anzeigen Körperverletzung: 9
Platzverweise: 24
Gewahrsamnahmen: 11

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