Stadtfest Ahrensburg 2017: Etwas Krawall und viel, viel Spaß MIT VIDEO

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Ahrensburg (ve). Die Polizei berichtet von einem „friedlichen“ Stadtfest – mit den üblichen Querlereien –  und die Veranstalter auch. MIT VIDEO

Stadtfest Ahrensburg 2017. Der Blick vom Ballon am Kran, ein Angebot von Hamburg Airport. Foto:©Silke Mascher/ahrensburg24.de

Stadtfest Ahrensburg 2017. Der Blick vom Ballon am Kran, ein Angebot von Hamburg Airport.
Foto:©Silke Mascher/ahrensburg24.de

Das Stadtfest muss sich auch nach 33 Jahren immer noch wieder neu erfinden – in diesem Jahr mit einem anderen Sicherheitskonzept und einer deutlichen Absage an Krawall-Sucher. Laut den Veranstaltern ist dieses Konzept aufgegangen.

Stadtfest Ahrensburg: Viel Musik, viele Aktionen der Vereine und viel Sicherheit

Am deutlichsten sichtbar war es durch eine starke Präsenz der Polizei vor Ort. 70 Einsatzkräfte aus Ahrensburg und Ratzeburg in Uniform inklusive Schutzkleidung und in zivil  plus 20 Security-Mitarbeiter vom Veranstalter sicherten das Fest. Sie hatten insbesondere am Freitag zu tun. Eine Klientel, die mehr auf Unruhe denn auf Feiern aus war, sorgte für reichlich Aggressionen rund um das Stadtfest. Es gelang ihnen aber weniger, auf dem Stadtfest selber für Unruhe zu sorgen, Schwerpunkt der Szene war eher der Rathausplatz und die Klaus-Groth-Straße. Insgesamt wurde am Freitag und am Sonnabend elf Personen von der Polizei in Gewahrsam genommen.

Stadtfest Ahrensburg 2017. Veranstalter Götz Westphal und Antje Karstens vom Stadtforum und Stephan Schächterle, Schächterle Events & Consulting GmbH, ziehen eine positive Bilanz des Stadtfestes. Foto:©Monika Veeh/ahrensburg24.de

Stadtfest Ahrensburg 2017. Veranstalter Götz Westphal und Antje Karstens vom Stadtforum und Stephan Schächterle, Schächterle Events & Consulting GmbH, ziehen eine positive Bilanz des Stadtfestes.
Foto:©Monika Veeh/ahrensburg24.de

Am Sonnabend änderte sich die Situation dann deutlich: „Anreisende, die am Freitag Krawall machen wollten, haben gemerkt, dass das nicht geht, und sind am Sonnabend nicht wieder gekommen“, so Stephan Schächterle, Geschäftsführer von Schächterle Events & Consulting GmbH, die das Stadtfest organisiert.

Zum Sicherheitskonzept gehört auch, dass der Disco-Tower, ein Anziehungspunkt für Krawall-Macher, nicht aufgestellt wurde, statt dessen gab es Fahrgeschäfte. „Wir wollten die Personen, die dort bei den feiernden Jugendlichen Ärger machen, gar nicht erst auf dem Stadtfest haben“, sagt Götz Westphal vom Stadtforum Ahrebsurg, dem Veranstalter des Stadtfestes.

Den Effekt beschreibt Antje Karstens vom Stadtforum, die das Programm der Bühne Hagener Allee organisiert: „Unser Ziel war es auch, dass sich das junge und das ältere Publikum besser vermischt. Das hat meiner Beobachtung nach in der Hagener Allee genauso funktioniert – wir hatten mehr jugendliches Publikum als in den Vorjahren, die einfach fröhlich gefeiert und mitgemacht haben.“

Nur eines haben so manche dieser jungen Leute noch nicht gelernt – den Umgang mit Alkohol. In den umliegenden Geschäften war der Umsatz reichlich, der Alkoholpegel bei manchen Jugendlichen entsprechend hoch. Die Polizei bestätigt dies, kontrollierte 200 Jugendliche und stellte zum Beispiel bei einer 14-Jährigen einen Promillewert von 1,35 fest. „Es ist schwer, das zu beeinflussen“, sagen die Veranstalter, „denn es ist eigentlich ein gesellschaftliches Problem. Bei einem öffentlichen Stadtfest wie diesem hier können wir keine Verbote aussprechen oder Kontrollen durchführen.“

Das Stadtfest lebt auch vom Engagement der Vereine

Jenseits dessen war es tatsächlich ein friedliches Stadtfest mit Musik, die die Gäste begeisterte. Seit Jahren setzt sich dabei eines durch: Die Aktionen der Ahrensburger selber. 18 Vereine waren dabei, außerdem einige Unternehmen, die ebenfalls Showacts für die Bühnen vorbereitet hatten. Nina Eggers von der Niederdeutschen Bühne Ahrensburg: „Es ist eine gute Gelegenheit, für unseren Casting-Tag Werbung zu machen.“ Anna Hamid vom Verein für internationale Verständigung Ahrensburg (ViVA): „Es kommen immer wieder Leute an unseren Stand und informieren sich.“ Vorteil bei der Vereinsmeile in diesem Jahr war das Häuschen-Sharing – Verein konnten die Holzbuden auch stundenweise buchen.

Stadtfest Ahrensburg 2017. Der Ahrensburger Turn- und Sportverein stellte in der Manhagener Allee sein Angebot vor - im Bild die Rollstuhl-Basketball-Mannschaft - geeignet übrigens auch für Nicht-Rollstuhlfahrer. Foto:©Monika Veeh/ahrensburg24.de

Stadtfest Ahrensburg 2017. Der Ahrensburger Turn- und Sportverein stellte in der Manhagener Allee sein Angebot vor – im Bild die Rollstuhl-Basketball-Mannschaft – geeignet übrigens auch für Nicht-Rollstuhlfahrer.
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Attraktion für viele ist inzwischen die Bühne in der Manhagener Allee, gestaltet am Nachmittag von den Sparten des Ahrensburger Turn- und Sportvereins (ATSV). Die vielen Showacts der Sportlerinnen und Sportler wurden nur von einem getoppt: Einem mit Wasser gefüllten Container der Tauschsportgruppe Ahrensburg. Spannende Einblicke in den Tauchsport waren möglich.

Stadtfest Ahrensburg 2017. Die Tauchsportgruppe Ahrensburg (TSGA) präsentierte den besten Hingucker: Sie stellte einen Container auf, füllte ihn mit Wasser und lud jeden zum Tauchen ein. Foto:©Silke Mascher/ahrensburg24.de

Stadtfest Ahrensburg 2017. Die Tauchsportgruppe Ahrensburg (TSGA) präsentierte den besten Hingucker: Sie stellte einen Container auf, füllte ihn mit Wasser und lud jeden zum Tauchen ein.
Foto:©Silke Mascher/ahrensburg24.de

Stadtfest Ahrensburg 2017. Viele Vereine und Unternehmen hatten für das Bühnenprogramm Showacts vorbereitet. Im Bild die Gruppe vom Bruno-Bröker-Haus. Foto:©Silke Mascher/ahrensburg24.de

Stadtfest Ahrensburg 2017. Viele Vereine und Unternehmen hatten für das Bühnenprogramm Showacts vorbereitet. Im Bild die Gruppe vom Bruno-Bröker-Haus.
Foto:©Silke Mascher/ahrensburg24.de

Bis auf Freitag – der Tag fiel durch Starkregen buchstäblich ins Wasser, was auch die Schausteller einen Teil ihre Umsätze kostete – war es gut besucht. ahrensburg24.de war unterwegs und hat zahlreiche Bilder mitgebracht:

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