Dr. Bernd Buchholz als Wirtschaftsminister nominiert: Kurzinterview mit dem Ahrensburger

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Ahrensburg (ve). Ein Ahrensburger geht – so ist es geplant – als Minister nach Kiel – Dr. Bernd Buchholz (FDP). ahrensburg24.de hatte schnell mal ein paar Fragen.

Dr. Bernd Buchholz, FDP-Politiker aus Ahrensburg. Foto:FDP

Dr. Bernd Buchholz, FDP-Politiker aus Ahrensburg.
Foto:FDP

Buchholz ist in der Jamaika-Koalition aus CDU, Bündnis 90/Die Grünen als Wirtschaftminister nominiert. Buchholz lebt in Ahrensburg und hat sich nach seinem Ausscheiden als Vorstandsvorsitzender von Gruner + Jahr politisch bei den Liberalen engagiert, wie im übrigen auch schon während der 90er Jahre.

Bereits zum Bundestagswahlkampf 2013 stand er auf der Landesliste der FDP, bekanntemaßen scheiterte die Partei damals an der Fünf-Prozent-Hürde. Inzwischen wurde Buchholz Stellvertretender Landesvorsitzender der FDP Schleswig-Holstein. Auch für die Bundestagswahl 2017 stand er auf der Landesliste, sogar auf dem nicht aussichtlosen Platz 2.

Mit der Einigung der drei Parteien, gemeinsam zu regieren, entschied sich Buchholz nun allerdings, Minister in Kiel werden zu wollen.

ahrensburg24.de: Was reizt Sie an Kiel mehr als an Berlin?

Dr. Bernd Buchholz: Es war bei Aufstellung der Bundestagskandidaten ja gar nicht absehbar, dass sich für die FDP eine Regierungsbeteiligung ergeben könnte. Während der Koalitionsverhandlungen ist klar geworden, dass in dieser Jamaika-Koalition gerade im Bereich Wirtschaft und Verkehr viel gestaltet werden kann und soll. Auch die Finanzmittel dafür sind vereinbart. Das finde ich als eine tolle Möglichkeit und große Herausforderung.

ahrensburg24.de: Wie bewerten Sie die Arbeit Ihres Vorgängers Meyer?

Dr. Bernd Buchholz: Nichts braucht man weniger, als Bewertungen durch den Nachfolger oder Vorgänger. Ich konzentriere mich auf die Umsetzung unserer Zukunftspläne, nicht auf die Bewertung der Vergangenheit.

ahrensburg24.de: Aus der Sicht eines ehemaligen Vorstandvorsitzenden: Welche Kritik, die Sie damals an der Politik geübt haben, nehmen Sie sich heute zu Herzen?

Dr. Bernd Buchholz: Alles in Verwaltung und Politik braucht scheinbar so lange. Also wäre ein wenig mehr Dynamik ganz gut. Das möchte ich versuchen.
Außerdem sind Vorschläge von Anderen, insbesondere der Opposition nicht grundsätzlich blöd. Also eher mal hinhören und nachdenken, statt reflexhaft abzulehnen. Auch dabei möchte ich mir mit einem anderen Stil Mühe geben.

ahrensburg24.de: Was wollen Sie als erstes für die Schleswig-Holsteinische Wirtschaft erreichen?

Dr. Bernd Buchholz:
Den Infrastrukturausbau spürbar anschieben und das gilt nicht nur für Straßen und Schienen, sondern vor allem für die Digitalisierung, also die Versorgung mit Glasfasernetzen.

ahrensburg24.de: Was braucht die Stormarner Wirtschaft?


Dr. Bernd Buchholz:
Eine Erleichterung bei der Ausweisung von Gewerbegebieten und eben den genannten Ausbau der Infrastruktur. Wir müssen die Chancen für Beschäftigung und Wachstum in der Nähe zu Hamburg nutzen und das mit ökologischer Verantwortung verbinden. Dafür steht die neue Jamaika-Koalition.

ahrensburg24.de: Vielen Dank für das Interview!

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