AOK über Kindermarketing: Werbung als Dickmacher entlarvt

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Ahrensburg. Mehr als 60 Prozent aller Webseiten für Lebensmittel sind so gestaltet, dass Kinder und Jugendliche gezielt zum Konsum angeregt werden sollen. Das zeigt eine aktuelle Studie der Universität Hamburg im Auftrag der AOK.

AOK-Studie: Kinder werden immer häufiger von Werbung für ungesunde Lebensmittel angesprochen, vor allem auch in den sozialen Netzwerken. Foto: AOK

AOK-Studie: Kinder werden immer häufiger von Werbung für ungesunde Lebensmittel angesprochen, vor allem auch in den sozialen Netzwerken. Foto: AOK

Kinder kommen demnach täglich zwischen acht und 22 Mal mit Online-Werbeaktivitäten von Lebensmittelherstellern in Kontakt. Typisch für Kindermarketing ist der Einsatz von Prominenten, Comics und Onlinespielen. „In den meisten Fällen handelt es sich außerdem um Produkte mit zu hohem Zucker-, Salz- oder Fettgehalt, die das Risiko einer kindlichen Adipositas stark erhöhen“, so Jens Bojens, AOK-Niederlassungsleiter aus Ahrensburg.

AOK über Kindermarketing: Werbung als Dickmacher entlarvt

Vor allem im Bereich der sozialen Medien haben die Lockrufe von Süßwarenherstellern und ähnlichen Anbietern deutlich zugenommen. Und damit werden Kinder immer häufiger von Werbung für ungesunde Lebensmittel angesprochen, ohne dass deren Eltern dies wirksam verhindern können. „Die mobile Welt zeigt in diesem Fall besonders deutlich ihre Schattenseite. Junge Menschen sind heutzutage überall und jederzeit erreichbar und damit ein stückweit der Industrie und ihren Tricks ausgeliefert“, so Jens Bojens.

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