Bundesweiter Plakatwettbewerb „bunt statt blau“: Preise für Schüler der Selma-Lagerlöf-Gemeinschaftsschule

0

Ahrensburg (sam). Warum eigentlich trinken Jugendliche bis zur Bewusstlosigkeit Alkohol? Damit haben sich jetzt Schülerinnen und Schüler der Selma-Lagerlöf-Gemeinschaftsschule auseinander gesetzt. Mit Erfolg.

Plakatwettbewerb "bunt statt blau": Die jungen Künstlerinnen erklären ihre Plakate. Foto:©Silke Mascher/ahrensburg24.de

Plakatwettbewerb „bunt statt blau“: Die jungen Künstlerinnen erklären ihre Plakate.
Foto:©Silke Mascher/ahrensburg24.de

Beim Wettbewerb „bunt statt blau“ gegen das sogenannte Komasaufen rufen die Bundesdrogenbeauftragten Marlene Mortler und die Krankenkasse DAK-Gesundheit zu einem Plakatwettbewerb auf. Nun hatten die Landesjurys die Qual der Wahl, denn sehr viele gute Bilder waren unter den Einsendungen. Schülerinnen der Selma-Lagerlöf-Gemeinschaftsschule aus Ahrensburg der Klasse 8b gehörten dabei zu den glücklichen Gewinnern der Plätze 2, 5 und 7 in Schleswig-Holstein.

Plakatwettbewerb "bunt statt blau": Mit dem Motto "Lass Dich nicht voll laufen" erreichten Florentyna Erdelbrock, Luise Schirmeister, Henrike Schmitz und Lilly Stücker den Platz 7. Foto:©Silke Mascher/ahrensburg24.de

Plakatwettbewerb „bunt statt blau“: Mit dem Motto „Lass Dich nicht voll laufen“ erreichten Florentyna Erdelbrock, Luise Schirmeister, Henrike Schmitz und Lilly Stücker den Platz 7.
Foto:©Silke Mascher/ahrensburg24.de

Plakatwettbewerb der Bundesdrogenbeauftragten und der DAK-Gesundheit

Im Foyer der Schule überreichte Hans-Werner Harmuth von der DAK-Gesundheit im Beisein von Dr. Wolfgang Jakobi, Schulleiter der Selma-Lagerlöf-Gemeinschaftsschule, die Preise der Präventionskampagne. Der Wettbewerb läuft bereits seit acht Jahren und mehr als 87.000 Jugendliche haben in dieser Zeit daran teilgenommen. In diesem Frühjahr waren es etwa 7.000 junge Leute.

Chiara Hildebrandt, Freyer Hüneke und Malin Schütt erreichten Platz zwei und erhielten dafür einen Check in Höhe von 200 Euro. Anna Bachthaler, Vivian Kühn und Maria Seddig erhielten für Platz fünf jeweils eine digitale Trinkflasche im Wert von 60 Euro. Für den siebten Platz erhielten Florentyna Erdelbrock, Luise Schirmeister, Henrike Schmitz und Lilly Stücker einen Media-Markt Gutschein im Wert von zehn Euro.

„Wenn sich Jugendliche und junge Leute kreativ mit diesem Thema auseinandersetzen, hat dies meist positive Folgen. Viele Teilnehmer gehen mit Alkohol bedachter um und somit habe sie eine wichtige Vorbildfunktion für andere“, erläutert Schulleiter Dr. Wolfgang Jakobi.

Die Plakate sollen zeigen: Blau sein ist uncool

„Die Bilder machen auch im achten Jahr deutlich, dass es uncool ist, sich bewusstlos zu trinken“, so Hans-Werner Harmuth, „wenn schon zehnjährige Kinder betrunken in der Klinik landen, müssen wir handeln. Jugendliche müssen lernen, vernünftig mit Alkohol umzugehen.“ Wichtig für die Jury sei es auch gewesen, unter dem Titel „bunt statt blau“ Auswege und Alternativen zu zeigen. Das sei das Besondere dieser mehrfach ausgezeichneten Präventionskampagne.

Die Plakate sind im Rahmen des Kunstunterrichtes mit Unterstützung des Kunstlehrers Hinnerck Rohde entstanden. „Als wir mit unserem Plakat begannen, hatten wir eigentlich noch keine fertige Idee im Kopf. Es ist eigentlich erst im Tun entstanden, das war ein Prozess“, berichtet Chiara Hildebrandt, eine Gewinnerin des 2. Platzes gegenüber ahrensburg24.de „wir freuen uns riesig, dass wir einen Preis damit gewonnen haben.“

Plakatwettbewerb "bunt statt blau": Die zweiten Landessiegerinnen Schleswig-Holsteins erhalten von Hans-Werner Harmuth ihren Gewinnercheck über 200 Euro. Foto:©Silke Mascher/ahrensburg24.de

Plakatwettbewerb „bunt statt blau“: Die zweiten Landessiegerinnen Schleswig-Holsteins erhalten von Hans-Werner Harmuth ihren Gewinnercheck über 200 Euro.
Foto:©Silke Mascher/ahrensburg24.de

Alkoholvergiftung bei Jugendlichen: Die Zahl der „Komasäufer“ sinkt

Das Thema ist auch bei sinkenden Fallzahlen weiterhin brisant. In Schleswig-Holstein waren es im Jahre 2015 über 700 Jugendliche, die mit einer Alkoholvergiftung ins Krankenhaus gekommen sind. Bundesweit liegt die Zahl bei rund 22.000. Weil die Zahl der „Komasäufer“ seit 2000 bundesweit stark gestiegen ist, laden DAK-Gesundheit, Bundesbeauftragte und regionale Schirmherren zum Plakatwettbewerb „bunt statt blau“ ein.

image_pdfimage_print
Teilen.

Kommentieren