Gastbeitrag der Ahrensburger Funkamateure: „Wir senden von der Hallig Hooge“

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Ahrensburg (je/pm). Ende Juni reisten sieben Funkamateure des Ortsverbandes Ahrensburg/Großhansdorf auf die Hallig Hooge, um sie als Bestandteil des Biosphärenreservates Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer weltweit zu präsentieren. Lesen Sie einen Gastbeitrag.

Ahrensburger Funkamateure sendeten von der Hallig Hooge. Foto: Deutscher Amateur Radio Club, Ortsverband Ahrensburg/Großhansdorf

Ahrensburger Funkamateure sendeten von der Hallig Hooge. Foto: Deutscher Amateur Radio Club, Ortsverband Ahrensburg/Großhansdorf

Bereits im Vorwege wurde unter Verwendung eines zugeteilten Sonderrufzeichens „DL0DFF“ die Aktivität der Funkamateure in den Medien angekündigt. Das ermöglichte vielen Gleichgesinnten auf allen Kontinenten, mit den sieben Funkern Kontakt aufzunehmen. Jede erfolgreiche Funkverbindung wurde mit der sogenannten QSL-Karte mit dem Abbild der Hallig und auch elektronisch bestätigt. Auf der Ockenswarft wurden zwei Kurzwellenstationen und die entsprechenden Antennen aufgestellt. Die Halligbewohner nahmen regen Anteil an diesem Ereignis und freuten sich, für ein paar Tage weltweit gefragt zu sein.

Ahrensburger Funkamateure senden von Hallig Hooge

Als besonderes Experiment installierten die Funkamateure erstmals einen digitalen Minisender mit einer Sendeantenne auf einem bei Flut überschwemmten Anleger. Unter diesen sendetechnisch idealen Bedingungen und mit einer minimalen Sendeleistung von 200 Milliwatt – weniger als eine LED-Lampe zum Leuchten benötigt – wurden digitale Empfangsberichte aus Australien, Neuseeland, Japan und der Ostküste der USA an die Erbauer übermittelt. Besonders erfreulich war ein Empfangsbericht von der wohl nördlichsten Amateurfunkstelle der Welt, der polaren Forschungsstation auf Ellesmere Island. Diese ist die größte Insel der Königin-Elisabeth-Inseln Kanadas im Kanadisch-Arktischen Archipel.

Eine geplante Funkaktivität von dem der Hallig vorgelagerten Japsand musste wegen des über Tage anhaltenden Sturmes abgesagt werden. Mit knapp 2.000 Verbindungen in den Sendearten Sprechfunk, Telegrafie und Digitalfunk waren die Funker trotz schlechten Funkwetters hoch zufrieden.

Wer mehr über die Aktivitäten der hiesigen Funkamateure erfahren möchte, kann sich auf der Homepage www.e09.de informieren. Gern stehen die Mitglieder auch nach Absprache für persönliche Informationen in der Clubstation Großhansdorf oder per E-Mail- Adresse zur Verfügung.

Quelle: Deutscher Amateur Radio Club, Ortsverband Ahrensburg/Großhansdorf

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