Bildungspolitik der Landesregierung: So soll der Weg zurück zu G9 gehen

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Kiel (ve/pm). „Unser Fahrplan für G9 steht“: Bildungsministerin Karin Prien erläutert die
Planung für das flächendeckende neunjährige Gymnasium in Schleswig-Holstein.

Karin Prien (CDU), Bildungsministerin des Landes Schleswig-Holstein. Foto:Landesregierung

Karin Prien (CDU), Bildungsministerin des Landes Schleswig-Holstein.
Foto:Landesregierung

„Wir wollen G9 an den Gymnasien in Schleswig-Holstein, wir haben das vor der Wahl versprochen – und jetzt packen wir es an, jetzt machen wir das“, sagte am heutigen 19. Juli 2017 Bildungsministerin Karin Prien und stellte Eckpunkte für das Abitur an Gymnasien nach 13 Jahren vor. Mit der Wiedereinführung von G9 als Regelfall setze die Landesregierung den mehrheitlichen Elternwillen um. Die Kinder und Jugendlichen hätten mehr Zeit zum Lernen und zur Persönlichkeitsentwicklung und es gebe wieder mehr Möglichkeit zur Freizeitgestaltung, heißt es in einer Mitteilung des Bildungsministeriums.

Planung der Umsetzung in Workshops ab August

Noch im August solle mit den Schulleitungen der bereits bestehenden G9-Gymnasien erörtert werden, wie man von deren Erfahrungen profitieren könne und welche Unterstützung für den Übergang wünschenswert sei. Prien geht davon aus, dass die Umstellung unkomplizierter laufe als die Umstellung von G9 zu G8, denn die Blaupause für G9 gebe es ja bereits an den elf G9- und vier Y-Gymnasien im Land.

Noch im August sollen Gespräche mit den umstellungserfahrenen Schulleiterinnen und Schulleitern der G9- und Y-Gymnasien statt. Nach der Sommerpause gebe es Termine mit dem Direktorenverbindungsausschuss – dem Zusammenschluss aller gymnasialen Schulleitungen -, mit den regionalen Arbeitskreisen der Orientierungs- und Mittelstufenleitungen sowie mit den Fachvorsitzenden der Kernfächer. Zudem werde zu einem Runden Tisch mit dem Landeselternbeirat (LEB) und der Landesschülervertretung (LSV) der Gymnasien sowie den Kommunalen Spitzenverbänden eingeladen. Auch mit den Lehrerverbänden Philologenverband und GEW soll gesprochen werden.

Planung für G9: Ab Schuljahr 2018/2019 wieder der Regelfall an den Schulen

Das Verfahren und die Umsetzungsschritte will die Bildungsministerin ebenfalls schon nach der Sommerpause erläutern und in einer Schulleiterdienstversammlung im November – bei der in mehreren Workshops gearbeitet werde – diskutieren. Das Gesetzgebungsverfahren soll durch die Regierungsfraktionen nach der Sommerpause eingeleitet und vermutlich Ende des Jahres abgeschlossen sein. Gymnasien könnten sich bis dahin eine Meinung über ihre zukünftige Aufstellung bilden – ein verbindlicher Beschluss der Schulkonferenz über G8 oder G9 könne erst mit Vorliegen der Rechtsgrundlage gefasst werden.

Schulen können sich auch weiterhin für G8 entscheiden, dafür bedürfe es eines Beschlusses der Schulkonferenz mit einer 75-prozentigen Mehrheit. Denn der Regelfall soll ab Sommer 2018 wieder G9 lauten. Damit für Schülerinnen und Schüler, die im Sommer 2018 an einer weiterführenden Schule angemeldet werden, Klarheit besteht, müssen diese Entscheidungsprozesse bis zum Anmeldezeitraum im Frühjahr 2018 verbindlich umgesetzt sein.

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