Das Städtebauförderungsprogramm steht: Was sagen Sie (dazu)?

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Ahrensburg (ve). Nein, es rollen morgen noch keine Bagger in der Ahrensburger Innenstadt an. Aber dem Weg zur Sanierung im Rahmen des Denkmalschutzprogrammes ist die Stadt nun ein bisschen weiter gekommen.

Themenbild Städtebauförderungsprogramm Ahrensburg, Ausschnitt aus eine Flyer der Stadt Ahrensburg. Grafik: Stadt Ahrensburg

Themenbild Städtebauförderungsprogramm Ahrensburg, Ausschnitt aus eine Flyer der Stadt Ahrensburg.
Grafik: Stadt Ahrensburg

Es geht um das Städtebauförderungsprogramm. Für die Innenstadt Ahrensburg gibt es etwa 30 Millionen Euro Fördergelder von Bund und Land im Rahmen des Denkmalschutzprogrammes. 14 Millionen Euro müsste die Stadt selber finanzieren. Innerhalb des Programmes wird mit Einnahmen von sieben Millionen Euro gerechnet, ergibt eine Gesamtsumme von 52 Millionen Euro. Mit diesem Geld soll die Innenstadt innerhalb der nächsten 15 bis 20 Jahre saniert werden. Allerdings gibt es ja auch die alte Buchhalter-Weisheit: Wer vorher rechnet, muss zweimal rechnen ;-).

Städtbauförderungsprogramm: Absprache mit dem Innenministerium ist erfolgt

Seit etwa zwei Jahren wird dieses Programm theoretisch mit Leben gefüllt und eruiert, was überhaupt mit den Geldern saniert werden könnte. Ein umfangreicher Maßnahmenkatalog entstand. Nun wurden letzte abstimmende Gespräche mit dem Inninministerium des Landes geführt. Sie sollten klären, welche Ideen, die in Ahrensburg entwickelt worden sind, tatsächlich über das Programm finanziert werden können. Das Innenministerium hat als Fördergeldgeber dabei auf Basis einer entsprechenden Verordnung das letzte Wort. Im Bauausschuss wurde das Ergebnis dieser Absprache jetzt von dem Planungsbüro und der Verwaltung vorgestellt.

Das heißt aber noch lange nicht, das genau diese Arbeiten sofort in Auftrag gegeben werden. Denn wie im Kleinen geht es auch im Großen: Die Öffentlichkeit wurde nicht nur im Vorfeld durch Workshops beteiligt, sondern sie muss auch jetzt Stellung nehmen. Und das geschieht im planmäßigen Verfahren der Beteiligung der Träger öffentlicher Belange. Diese werden zu Stellungnahmen aufgerufen, die öffentliche Auslage der Pläne erfolgt wahrscheinlich im Sommer.

Der Katalog der Maßnahmen als pdf zum Download

Das zweijährige Brainstorming führte zu einer umfangreichen Wunschliste an Maßnahmen. Diese reicht von einer Neugestaltung des Rathausplatzes oder des Marktplatzes Am Alten Markt über eine Sanierung der Hamburger Straße bis hin zu einer neuen Wegeführung zwischen Schloss und Innenstadt. Dazu gehören Ideen wie ein barrierefreier Übrgang zwischen Schloss und Marstall oder ein Fahrradparkhaus am Bahnhof. Die Liste als pdf:

Städtebauförderung: Der Maßnahmenkatalog öffnet sich durch Klick auf ie Grafik. Grafik:ahrensburg24.de

Städtebauförderung: Der Maßnahmenkatalog öffnet sich durch Klick auf ie Grafik.
Grafik:ahrensburg24.de

Manche Wünsche allerdings müsste die Stadt alleine finanzieren. Mit Blick auf die Ausrichtung auf den Denkmalschutz schüttelte das Innenministerium bei diesen Ideen den Kopf: Eine Tiefgarage hinter dem Rathaus oder ein neue Gebäude für die Stadtbücherei, aber auch eine veränderte Einbahnstraßenregelung in der Manhagener Allee oder eine verbesserte Gestaltung der Klaus-Groth-Straße werden nicht gefördert.

Das weitere Vorgehen: Über jeden Schritt wird erneut politisch beraten

Erst wenn die Eingaben der Öffentlichkeit abgewogen sind, können weitere politische Beschlüsse gefast werden. Dann könnte es losgehen mit ersten Baumaßnahmen im Rahmen des Programmes. Aber auch dann geht alles nicht ganz so schnell. Denn das so beschlossene Maßnahmenprogramm ist quasi eine Richtlinie. Sie dient der Stadt- und der Selbstverwaltnng dazu, den roten Faden des Sanierungsprogrammes nicht zu verlieren. Jede einzelne Maßnahme sowie deren vorbereitenden Arbeiten wie zum Beispiel ein Wettbewerb müssen erneut einzeln politisch beschlossen werden. Dafür werden schon jetzt als erste Maßnahmen, die in Angriff genommen werden sollen, die Sanierung der Hamburger Straße und die Sanierung des Rathauses planerisch vorbereitet.

Für die Mitglieder des Bauausschusses waren diese zukünfigen Einzelabstimmungen auf der Sitzung gestern ein entscheidender Punkt. Denn nur so kann über einen Zeitraum von wahrscheinlich 20 Jahren auch sichergestellt sein, dass nur die aktuell gewünschten Maßnahmen umgesetzt werden. Und zum anderen ist es so auch möglich, in begründeten Fällen mit der Sanierung zu pausieren oder einzelne Maßnahmen auszusetzen. Den Mitglieder des Bauauschusses wurde versichert, dass bei begründeter Zurückstellung einzelner Maßnahmen nicht vorher gezahlte Fördergelder wieder zurückgefordert werden. Denn er kann schon wissen, was die Stadt in 15 Jahren tatsächlich finanzieren kann und will?

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