Großhansdorf: Einbrecher erneut überrascht – diesmal von Nachbarn gestellt

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Großhansdorf (ve/ots). Anwohner stellten in Großhansdorf kürzlich einen Einbrecher quasi in flagranti, der vermutlich für weitere Einbrüche in der Waldgemeinde verantwortlich ist.

Am 21. Juli 2017 wurde in Großhansdorf ein Einbrecher durch die Hausbewohnerin überrascht. Die 34-Jährige war in ihr Einfamilienhaus in der Straße Groten Diek in Großhansdorf zurückgekehrt und hatte einen fremden Mann in ihrem Haus bemerkt. Als dieser aus dem Fenster kletterte, schrie sie ihn an, so dass der Einbrecher in Richtung Straße flüchtete. Die Geschädigte nahm die Verfolgung auf, was auf der Straße zwei Nachbarn bemerkten.

Tatverdächtiger ergab sich den Anwohnern ohne Gegenwehr

Die beiden Nachbarn, ein 58- und ein 30-jähriger Mann, verfolgten den Mann bis auf ein weiteres Grundstück, wo sie diesen einholen konnten. Der Tatverdächtige gab dort auf, ohne dass es zu einer körperlichen Auseinandersetzung kam.

Und wie es der Zufall wollte, war gerade eine Streife des Polizeireviers Ahrensburg in der Nähe, um in der Straße Bei den Rauhen Bergen einen weiteren Einbruch aufzunehmen. Da die Geschädigte sofort den Notruf gewählt hatte, konnte diese Streife schnell eintreffen und die Festnahme eine Minute später vollenden.

Einbrüche am 17. und am 21. Juli 2017 in Großhansdorf

Es stellte sich heraus, dass der Tatverdächtige zuvor in das Haus der 34-Jährigen eingebrochen und das Haus nach Wertgegenständen durchsucht hatte. Diverses Stehlgut aus dem Haus wie Schmuck, Bargeld und ein Tablet-Computer konnten beim Tatverdächtigen aufgefunden werden.

Er wird zudem verdächtigt, in Großhansdorf drei weitere Einbrüche begangen zu haben. Dabei soll es sich um einen Einbruch in der Straße Bei den Rauhen Bergen ebenfalls am 21. Juli 2017 und einen in der gleichen Straße einen am Vortage – siehe den Beitrag “Polizei sucht Zeugen: Eingesperrter Täter konnte entkommen“. Ferner wird ihm vermutlich ein Einbruch in der Straße Groten Diek zur Last gelegt, der am 17. Juli 2017 angezeigt worden war.

Bei dem Tatverdächtigen handelt es sich um einen polizeilich bekannten 45-Jährigen ohne festen Wohnsitz. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Lübeck wurde am 22. Juli 2017 durch den Haftrichter beim Amtsgerichtes Lübeck ein Untersuchungshaftbefehl erlassen.

Foto: © Thorben Wengert / pixelio.de

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