Zum Tag der indigenen Völker: Slow Food auf Allmende

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Ahrensburg (ve/pm). Wie der Verein Slow Food Deutschland mitteilt, lädt er aus Anlass des „Tages der indigenen Völker“ zu einer Veranstaltung auf das Gut Wulfsdorf.

Der Verein Slow Food Deutschland: Bildschirmfoto der Internetseite www.slowfood.de.

Der Verein Slow Food Deutschland: Bildschirmfoto der Internetseite www.slowfood.de.

Die Veranstaltung steht unter dem Titel „Der Schatz der Ahnen, kostbares Saatgut in unseren Händen“. Sie ist am Mittwoch, 9. August 2017 – dem Tag der indigenen Völker, ausgerufen von den Vereinten Nationen (UN). Sie findet statt in der Forschungshalle Allmende Wulfsdorf, Parkplatz Gesundheitszentrum Allmende Wulfsdorf im Bornkampsweg 36a in Ahrensburg und beginnt 18.30 Uhr.

Die Themen: Indigene Völker, Saatgut und Slow Food

Die Vereinten Nationen haben den Gedenktag „Tag der indigenen Völker“ ins Leben gerufen, um auf die fehlende Anerkennung indigener Völker aufmerksam zu machen und ihre Rechte als Bevölkerungsgruppen zu fördern und zu schützen. Das teilt der Verein Slow Food in einer Pressemitteilung mit. Die Lebensgrundlage indigener Völker sei in vielen Weltregionen durch die Folgen des Klimawandels sowie die zunehmende Verknappung ihrer Lebensräume und Lebensgrundlagen bedroht.

Gleichzeitig widme sich die Veranstaltung in Ahrensburg dem Thema „Saatgut“, schreibt der Verein Slow Food. Ein Thema, welches für die Kultur und Identität weltweit eine besondere Bedeutung habe. Nicht nur uns, auch indigenen Völkern sei der freie Zugang zu Saatgut inzwischen oft verwehrt und insbesondere durch die Macht der Saatgutkonzerne bedroht. Damit würden sie zunehmend einer wichtigen Lebensgrundlage beraubt. Slow Food: „Dabei hält die Natur grundsätzlich einen schier unglaublichen Reichtum an Saatgut bereit, welcher unsere Sorten- und Geschmacksvielfalt sowie Ernährung sichert: Getreidearten, Hülsenfrüchte, Gemüse und Kräuter sowie andere Nutzpflanzen.“

Ist ein Wandel in der Lebensmittelindustrie möglich?

Auf der Veranstaltung sollen Fragen gestellt werden, wie Lebensmittelproduktion und Identität einzelner Ethnien wieder gefördert werden können. Die Veranstalter stellen Fragen wie: Wie kann die Versorgung der indigenen Bevölkerung mit Saatgut sichergestellt werden? Und wie kann Saatgut zukunftsfähig bewahrt und ohne laborlastige Methoden wie Hybridisierung und Gentechnik gezüchtet werden? Wie können standortangepasste und zugleich geschmacksintensive Sorten entwickelt werden?

Der Verein Slow Food Deutschland lädt gemeinsam mit dem Schamanischen Netzwerk Europa auf das Demeter-Gut Wulfsdorf in Ahrensburg ein. Die Teilnehmenden der Veranstaltung sind Ursula Hudson, Vorsitzende Slow Food Deutschland, Markus Walkusch-Eylandt, Gärtnermeister, Schamanisches Netzwerk Europa, sowie Christina Henatsch, Gärtnerin und Saatgutzüchterin.

Das Programm der Veranstaltung

Nach einer kurzen Begrüßung durch Christina Henatsch folgt das Grußwort von Ursula Hudson. Markus Walkusch-Eylandt führt anschließend in das Thema „Der Schatz der Ahnen, kostbares Saatgut in unseren Händen“ mit einem kurzen Impulsvortrag ein. Dann geht es von der Theorie über zur Praxis: Eine Führung durch die Gärtnerei und die Saatguthalle mit Christina Henatsch zeigt, wie Saatgut aus biologisch-dynamischer Züchtung gewonnen und damit verschiedene Gemüsesorten angebaut werden können. Um die Geschmacksvielfalt zu erleben, kosten die Teilnehmenden zum Abschluss Tomatensorten aus unterschiedlichen Sämereien und haben die Möglichkeit, ihre Fragen zu stellen.

Wer dabei sei möchte: Anmeldungen werden entgegen genommen bis zum Mittwoch, 2. August 2017, bei Slow Food Deutschland unter s.niehaus@slowfood.de oder telefonisch unter 030 / 2 00 04 75-13.

Über den Verein Slow Food Deutschland

Slow Food ist eine weltweite Bewegung, die sich für ein zukunftsfähiges Lebensmittelsystem einsetzt. Der Erhalt der bäuerlichen Landwirtschaft, des traditionellen Lebensmittelhandwerks und der regionalen Arten- und Sortenvielfalt sind für Slow Food ebenso wichtig wie eine faire Entlohnung für zukunftsfähig arbeitende Erzeuger sowie die Wertschätzung und der Genuss von Lebensmitteln. Unter dem Motto „25 Jahre Slow Food Deutschland – Weil uns die Zukunft des Essens und unserer Lebensmittelerzeuger wichtig ist“ feiert Slow Food Deutschland 2017 das 25-jähriges Vereinsjubiläum. 25 Veranstaltungen bundesweit laden Verbraucher zum Mitmachen ein und rücken Erzeuger und Produkte in den Fokus, die schon heute im Zeichen ökologischer Nachhaltigkeit stehen. Die thematische Bandbreite der Veranstaltungen reicht von regionaler Esskultur über Lebensmittelverschwendung bis hin zur Ganztierverarbeitung und guter Schulverpflegung. Slow Food Deutschland wurde 1992 gegründet und zählt über 85 lokale Gruppen. Insgesamt ist Slow Food in über 170 Ländern mit diversen Projekten, Kampagnen und Veranstaltungen aktiv. Informationen unter www.slowfood.de.

Über das Schamanische Netzwerk Europa

Das Schamanische Netzwerk Europa ist ein Verein zur Entwicklung und Förderung einer schamanischen Heilkunde in Europa. Das alte Wissen traditioneller Schamaninnen und Schamanen ist nicht nur Teil ferner, exotischer Kulturen, sondern es ist das universelle menschliche Wissen, das in alle – auch in alten europäischen Kulturen existiert. Der Verein will mithelfen, das Verborgene und oft scheinbar nicht mehr Zugängliche wieder in seiner Kostbarkeit nutzbar zu machen. Informationen unter www.schamanisches-netzwerk-europa.de.

Über den Internationalen Tag der indigenen Völker der Vereinten Nationen (UN)

Weltweit werden laut den Vereinten Nationen rund 370 Millionen Menschen indigenen Bevölkerungsgruppen zugerechnet. Ihre Lebensgrundlage ist bedroht: durch den zunehmenden Abbau natürlicher Ressourcen, die Folgen des Klimawandels und die fehlende Anerkennung ihrer Rechte. Darauf macht jedes Jahr am 9. August der UN-Tag der indigenen Bevölkerungen aufmerksam. Informationen unter www.unric.org/de/pressemitteilungen/25337.

Quelle: Slow Food Deutschland

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