Gastbeitrag Rennrad Nord: Tausende Rad-Kilometer mit Blick auf eine schwere Krankheit

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Großhansdorf (ve/pm). Ein Team rund um den Großhansdorfer Florian Bolls stellt sich mit Vergnügen schwierigen Rennradstrecken. Und dazu zudem für einen guten Zweck. Lesen Sie einen Gastbeitrag von Rennrad Nord über ihr Engagement „Muskeln für Muskeln“.

Das Team Rennrad-Nord.de: Florian, Svenja, Mario, Stefan, Sven, Henning (von links). Foto:©Rennrad Nord

Das Team Rennrad-Nord.de: Florian, Svenja, Mario, Stefan, Sven, Henning (von links).
Foto:©Rennrad Nord

„Rennrad-Nord.de – BIKE for SMA“ – so lautet das Motto unseres Radsport-Teams Rennrad-Nord.de, mit dem wir, Stefan, Henning, Sven, Florian und Mario schon seit 2014 unterwegs sind und aktiv die Organisation „Muskeln für Muskeln“ unterstützen. Dabei geht es uns darum, Aufmerksamkeit für die Spinale Muskelatrophie (SMA) zu erzielen und diese Erkrankung besser ins öffentliche Bewusstsein zu bringen.

Rennrad Nord: Ihr Engagement hilft im Kampf gegen die Spinale Muskelatrophie

SMA – die Spinale Muskelatrophie – ist eine genetisch bedingte Erkrankung, die von Geburt an zu massiven Mobilitäts- und Lebenseinschränkungen bei den Betroffenen führt und diesen nach und nach alle Muskelkraft nimmt, schließlich sogar die Fähigkeit, selbständig zu atmen. Sport braucht Muskeln, Muskeln sind aber auch (über-)lebenswichtig. Mit diesem extremen Gegensatz ist der Sport die ideale Kommunikationsplattform für uns Rennradfahrer, um Hobby und soziales Engagement zu verbinden.

Der Startschuss fiel 2014 mit der Teilnahme an der Radfernfahrt „Trondheim – Oslo“ in Norwegen. Wir hatten uns sportlich Einiges für jenes Jahr vorgenommen und wollten dieses mit der Unterstützung einer guten Sache kombinieren. „Mit Sport helfen“, die Erforschung einer Therapie für Muskelkranke zu unterstützen, war für uns ein schöner und vor allem nachvollziehbarer Ansatz. Als Sportler nimmt man die Funktionsfähigkeit seiner Muskeln allzu oft als zu selbstverständlich an.

Spendensumme: Schon über 10.000 Euro

Seitdem ist viel passiert: Wir haben viele interessante Menschen, darunter auch einige SMA-Betroffene kennengelernt. Diese Begegnungen sind oft sehr emotional und motivieren uns immer wieder, weiterhin für den guten Zweck unterwegs zu sein und auch Spenden einzuwerben, ohne die eine Forschung bei einer seltenen Erkrankung leider nicht möglich ist. Dass unsere Bemühungen nicht ohne Erfolg sind, zeigt die Spendensumme von über 10.000 Euro, die wir seit 2014 erradelt und an „Muskeln für Muskeln“ übergeben haben. Eine Leistung, auf die wir sehr stolz sind.

Zusätzlichen Antrieb gibt uns aktuell die Nachricht von Anfang 2017, dass man kurz vor der Zulassung eines ersten Medikamentes steht, welches eine Behandlungsmöglichkeit für SMA’ler verspricht. Damit hat man das Ziel jedoch noch nicht erreicht und es gilt aktiv zu bleiben. Unser Team Rennrad-Nord.de freut sich weiterhin über tatkräftige Hilfe und Eure Spenden zur Unterstützung einer Therapie für SMA. Schaut einfach auf unsere Seite www.Rennrad-Nord.de, dort findet Ihr weitere wichtige Informationen sowie einen Link zum Spendenportal.

Wir bedanken uns auf diesem Wege bei allen Kleinen und Großen Supportern, die uns bis jetzt unterstützt haben und künftig unterstützen werden. Dank gilt an dieser Stelle auch einem Ammersbek ansässigen Unternehmen, das uns schon seit 2014 begleitet und unser soziales Engagement fördert. Für die aktuelle Saison wurden uns neue Radtrikots zur Verfügung gestellt, mit denen wir unser Anliegen schon von Weitem sichtbar viele tausende Kilometer über die Strassen Deutschlands und Europas tragen werden.

Und das sind die nächsten Herausforderungen für die Rennradler

Besonders stolz sind wir fünf Männer auf unseren „Zuwachs“, denn seit diesem Jahr gehört mit Svenja die erste Rennradfahrerin zu unserem Team. Gemeinsam haben wir am 8. und 9. Juli 2017 am 24-Stunden-Rennen in Nortorf bei Neumünster teilgenommen und dort als Team eine Gesamtfahrleistung von 2.592 Kilometer erreicht. Ein weiteres Saison-Highlight wird unser Teamausflug in die Tschechei, wo wir am 12. August 2017 den Krušnoton-Radmarathon bestreiten. Für uns als „Flachländer“ eine besondere Herausforderung, denn neben der Streckenlänge von 250 Kilometern gilt es knapp 5.000 Höhenmeter an den 20 Anstiegen zu bezwingen.

Den Rest des Jahres trifft man uns häufig auf diversen Radsportveranstaltungen oder einfach bei einer Trainingsfahrt auf den Strassen im Norden Deutschlands. Wer uns oder unser Trikot wiedererkennt, kann uns jederzeit ansprechen und weitere Informationen zum Thema SMA oder Radsport erhalten.

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