NABU-Gruppe Ahrensburg: Freiwillige gesucht für StadtNatur-Aktionstag mit Grasfrosch, Teichmolch und Co

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Ahrensburg (ve/pm). Haben Sie Lust, mal so richtig in der Natur zu arbeiten? Und dann auch noch sinnhaft?

Grasfrösche, fotografiert von Annegret Wiermann für den Nabu Hamburg. Foto:©Annegret Wiermann

Grasfrösche, fotografiert von Annegret Wiermann für den Nabu Hamburg.
Foto:©Annegret Wiermann

Dazu lädt die Ortsgruppe Ahrensburg des Naturschutzbundes Nabu ein. Die Gruppe beteiligt sich am StadtNatur-Aktionstag, der in der Region Hamburg an vielen Orten stattfindet. Er ist am Sonnabend, 26. August 2017, ab 10 Uhr.

StadtAktionstag des Nabu in Ahrensburg: Naturschutz in der Stadt

Praktischer Naturschutz soll in Zukunft eine noch größere Rolle bei der Nabu-Gruppe Ahrensburg spielen. Deshalb veranstaltet sie den Aktionstag und hat sich auch eine konkrete Maßnahme ausgesucht: Es soll ein Amphibienlaichgewässer gepflegt werden, das zu verlanden droht. Gemeinsam soll der Bewuchs entfernt und begonnen werden, die anliegenden Flächen für Schmetterlinge und Wildbienen attraktiver zu machen. Der Tag steht unter dem Motto: „Freiwillige gesucht für StadtNatur-Aktionstag: Anpacken für Grasfrosch, Teichmolch und Co.“.

Die Naturschützer beobachten, dass es Amphibien schwer haben in der aufgeräumten städtischen Landschaft. Teiche würden verlanden oder zugeschüttet und die Naturräume seien von Straßen zerschnitten. „In Ahrensburg gibt es noch viele schützenwerte Bereiche“, sagt Michel Quermann, Leiter der Ahrensburger NABU-Gruppe.

Nabu: Naturschutz geht auch vor der eigenen Haustür

„Nicht nur das Naturschutzgebiet Stellmoorer Tunneltal ist von Bedeutung, es sind auch die nicht geschützten Flächen, die naturschutzfachlich relevant sind, denn diese machen den Großteil von Ahrensburg aus“, so Quermann. Die NABU-Gruppe hoffe daher, durch den Aktionstag Verstärkung zu bekommen. „Wir suchen Leute, die praktischen Naturschutz betreiben wollen; Menschen aus Ahrensburg, die etwas für ihre Natur vor der Haustür tun möchten. Hierbei kann es um die Pflege von Flächen, das Aufhängen von Nistkästen oder den Bau von Insektenhotels gehen“, beschreibt es Michel Quermann.

Aktionstage werden in ganz Hamburg durchgeführt. „Es ist schön mit unseren Maßnahmen Oasen für Schmetterling und Wildbienen im städtischen Einheitsgrün zu schaffen. Jeder kann mit einem naturnahen Garten, der Natur einen großen Dienst erweisen“, benennt es Lars Panzer, Referent für StadtNatur des Nabu-Hamburg.

StadtAktionstag: Freiwillige Helferinnen und Helfer werkeln im Grünen für den Naturschutzbund (Nabu). Foto:©NABU/K.Schmidt

StadtAktionstag: Freiwillige Helferinnen und Helfer werkeln im Grünen für den Naturschutzbund (Nabu).
Foto:©NABU/K.Schmidt

StadtAktionstag: Anmeldungen sind jetzt möglich

Der Einsatz findet am Sonnabend, 26. August 2017, von 10 bis etwa 14 Uhr statt. Material, Werkzeug sowie Getränke und einen kleinen Imbiss stellt der Nabu bereit. Freiwillige Helferinnen und Helfer jeden Alters sind eingeladen, bei diesem Einsatz mitzumachen. Vorkenntnisse sind nicht notwendig. Lediglich feste Kleidung und – im nordischen Sommer – ein Regenschutz werden empfohlen. Falls vorhanden, gerne Gartenhandschuhe mitbringen. Wer mitmachen möchte, meldet sich bitte für den Aktionstag an. Dabei wird der genaue Treffpunkt bekannt gegeben. Anmeldungen nimmt Lars Panzer unter der Rufnummer 040 / 697 08 9-37 oder per E-Mail unter Panzer@NABU-Hamburg.de entgegen.

Der Aktionstag wird gefördert von der Norddeutschen Stiftung für Umwelt und Entwicklung (NUE) aus Zweckerträgen der Lotterie BINGO! Die Umweltlotterie.

Hintergrund der Aktion: Naturschutz in der Stadt

Der Schutz von Pflanzen und Tieren dürfe nicht an den Grenzen von Schutzgebieten enden, so der Nabu. Unter dem Motto „Aktiv für Hamburgs StadtNatur“ mache sich der Nabu Hamburg stark für die vielfältigen Lebensräume der Stadt. Der Nabu nennt Beispiele: „Der Eisvogel jagt an renaturierten Bächen, Fledermäuse bewohnen alte Bunker, Spechte finden Nahrung in abgestorbenen Bäumen, Spatzen und Mauersegler bauen Nester an Wohn- und Industriegebäude. Verkehrsinseln werden zu Schmetterlingswiesen, Gartenteiche zu Amphibienbiotopen. Ein grünes Netz entsteht.“ So könnten sich auch Gartenbesitzer, Kleingärtner, Hausbesitzer, Unternehmen und Bezirke – am Naturschutz beteiligen. Weitere Informationen stellt der Bund unter www.NABU-Hamburg.de/stadtnatur und www.facebook.com/nabu.hamburg bereit.

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