Fotoausstellung des Vereins für Tierrechte: „Ich wollt‘, ich wär‘ kein Huhn“

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Ahrensburg (ve/pm). Gerade wurden Verbraucher vom Skandal um Fipronil in Eiern erschüttert, da wird das Huhn an sich Thema im Ahrensburger Rathaus.

Plakat zur Austellung "Ich wollt ich wär kein Huhn" des Vereins für Tierrechte. Grafik: ©Verein für Tierrechte

Plakat zur Austellung „Ich wollt ich wär kein Huhn“ des Vereins für Tierrechte.
Grafik: ©Verein für Tierrechte

Der Verein für Tierrechte zeigt seine Fotoausstellung „Ich wollt ich wär kein Huhn“. Sie ist vom 1. bis 29. September 2017 im Foyer des Ahrensburger Rathauses zu sehen.

Jeder Deutsche isst durchschnittlich 200 Eier im Jahr. Hinzu kommen die versteckten Eier in Gebäck, Fertiggerichten, Kosmetika und mehr. „Aus welcher Haltung kommen die Eier?“, fragt der Verein für Tierrechte. Vielen Verbrauchern sei die Haltungsform nicht mehr egal, hat der Verein beobachtet. Aufgrund des Codes auf den Eiern könne jeder selbst entscheiden, welche Eier er kauft. Aber wissen die Verbraucher auch, was „Kleingruppe“ heißt? Wie die Hühner in Bodenhaltung leben? Wieviel Auslauf ein Huhn in Freilandhaltung hat?

Verein für Tierrechte: Die Realität in den Hühnerställen der Industrie

„In der Werbung sehen wir glückliche Hühner, doch die Realität der Agrarindustrie sieht anders aus“, so der Verein in einer Mitteilung zu der Ausstellung. Aus normalen Legehennen würden Eier legende Automaten gemacht. Die natürliche Lebenserwartung einer Legehenne betrage 15 bis 20 Jahre, in der Agrarindustrie sei das Huhn schon nach 15 Monaten ausgelaugt und schlachtreif.

Der Verein für Tierrechte: „In der Ausstellung schauen wir hinter die Kulissen, auch wenn dies manchmal erschreckend sein kann. Wir gehen aber auch der Frage nach, ob es überhaupt eine artgerechte Haltung für Legehennen gibt, woran man sie erkennt und wie sie aussehen sollte. Und schließlich geben wir Beispiele, wie man den Eierkonsum einschränken kann, denn weniger ist manchmal mehr.“

Der Titel ist übrigens angelehnt an das Lied „Ich wollt‘, ich wär‘ ein Huhn“ des deutschen Liedtexters Hans Fritz Beckmann. Gesungen wurde es unter anderem von den Comedian Harmonists.

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