Vertrag für Stadtmobiliar verlängert: Die Stadt macht weiter Werbung für sich selber

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Ahrensburg (ve). Es nennt sich „Stadtmobiliar“ und es soll die Stadt schöner machen: Werbeschilder an Bushaltestellen und zentralen Punkten. Nun für weitere sieben Jahre.

Werbung an den Bushaltestellen: Die Stadt hat die Verträge mit dem Kooperationspartner verlängert. Ulrich Kewersun vom Bauamt mit Dennis Pallasch, Regionalleiter Nord der Wall GmbH (von links), vor dem neuen Plakat am Stadteingang Hamburger Straße. Foto:ahrensburg24.de

Werbung an den Bushaltestellen: Die Stadt hat die Verträge mit dem Kooperationspartner verlängert. Ulrich Kewersun vom Bauamt mit Dennis Pallasch, Regionalleiter Nord der Wall GmbH (von links), vor dem neuen Plakat am Stadteingang Hamburger Straße.
Foto:ahrensburg24.de

Dieses Mobiliar sind Leuchtreklame-Kästen im gesamten Stadtgebiet. Sechs große gibt es wie am Stadteingang in der Hamburger Straße und 33 kleine an Bushaltestellen. Hinzu kommen 19 Stadtinformationsanlagen, die unabhängig von Bushaltestellen aufgestellt wurden. Doch hinter diesen Kästen verbirgt sich eine Kooperation der Stadt Ahrensburg mit dem Betreiber der Werbeflächen. Die Stadt nahm die Verlängerung der Verträge jetzt zum Anlass, zu einem Pressegespräch einzuladen mit Ulrich Kewersun vom Bauamt und Dennis Pallasch, Regionalleiter Nord der Wall GmbH.

Werbung in Leuchtkästen: Ahrensburg profitiert von Hamburg

Das Mobiliar, also die Kästen, stehen auf dem Gebiet der Stadt Ahrensburg. Doch bestückt und gewartet werden sie von der Wall GmbH, die auch die Werbe-Plazierungen vermarktet. Das ist ein Tochterunternehmen der französischen Firma JCDeceaux Deutschland GmbH, die sich seit 1993 auch um die Ahrensburger Kästen gekümmert hat.

Neben Reinbek und Oststeinbek sind das übrigens die einzigen Städte jenseits der Hamburger Stadtgrenzen mit diesen Werbemöglichkeiten. In erster Linie ist das Unternehmen für die Flächen im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) in Hamburg und anderen deutschen Großstädten zuständig. Und – so ist sich die Stadt Ahrensburg sicher – eine Vermarktung der Werbeflächen macht nur im Zusammenhang mit dem Hamburger Raum und dem ÖPNV Sinn.

Werbung an den Bushaltestellen: Die Stadt hat die Verträge mit dem Kooperationspartner verlängert. Foto:ahrensburg24.de

Werbung an den Bushaltestellen: Die Stadt hat die Verträge mit dem Kooperationspartner verlängert.
Foto:ahrensburg24.de

Mit der Übernahme der Firma Wall GmbH in die Firma JCDeceaux Deutschland GmbH gehen nun auch die Verträge an die früher eigenständige Firma. Bis 2023 laufen die Verträge mit Hamburg und daher hat nun auch Ahrensburg erneut eine Zusammenarbeit für sieben Jahre vereinbart.

Kooperation: Wartung gegen freie Werbeflächen

Während also die Wall GmbH die Leuchtkästen wartet, den Strom für den Betrieb zahlt und einen Teil der Werbeflächen verkauft, kann die Stadt an bestimmten Standorten kostenfrei für sich werben. Das tut sie mit Eigenwerbung für das Schloss, das badlantic oder den Marstall. Das tut sie auch, in dem sie Vereinen und Verbänden in speziellen Stadtinformationskästen in der Innenstadt die Möglichkeit gibt, auf Veranstaltungen oder andere Dinge mit einem Plakat hinzuweisen. Das wiederum ist für die Vereine und Verbände kostenlos.

„Für uns hat das den Vorteil“, betont Ulrich Kewersun vom Bauamt bei dem Pressegespräch, „dass die Bushaltestellen und die Werbeschilder immer in einem tadellosen Zustand sind. Das ist nicht selbstverständlich.“

Neues Plakat am Ortseingang Hamburger Straße

Als kleines Geschenk oben drauf gab es nun noch ein schönes neues Plakat mit einer Ansicht des Schlosses am Stadteingang West in der Hamburger Straße. Die große Werbefläche dort lässt sich nur auf einer Seite gut vermarkten, weil auf der anderen Seite direkt Bäume stehen. Deswegen hängt dort seit langem ein großes Begrüßungsbild mit dem Schloss Ahrensburg, das nun in neuem Design erscheint. Quasi zur Einweihung war nun Dennis Pallasch vor Ort.

 

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