Interkultureller Gesprächskreis Stormarn: Flucht aus Afghanistan – Diskutieren Sie mit

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Ahrensburg (je/pm). Der Interkulturelle Gesprächskreis Stormarn trifft sich am Mittwoch, 20. September 2017, in der Volkshochschule Ahrensburg, Bahnhofstraße 24, zum Thema „Flucht aus Afghanistan“.

"Refugees welcome" - Flüchtlinge willkommen". Foto: Stephanie Hofschlaeger / pixelio.de

„Refugees welcome“ – Flüchtlinge willkommen“.
Foto: Stephanie Hofschlaeger / pixelio.de

Elias Elsler vom Flüchtlingsrat Schleswig-Holstein berichtet um 19.30 Uhr von seinen Erfahrungen mit Menschen aus Afghanistan und stellt die Situation in ihrem Heimatland und in Deutschland dar. Diskutieren Sie mit! Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung nicht erforderlich.

Interkultureller Gesprächskreis Stormarn: Flucht aus Afghanistan

Menschen aus Afghanistan bilden die zweitgrößte Gruppe unter den Geflüchteten in Deutschland. Ihre
Situation ist besonders spannungsgeladen. Zum einen sind die Verhältnisse in Afghanistan zurzeit zunehmend unübersichtlich und gefährlich. Abschiebungen dorthin sind daher unter den Bundesländern umstritten und zu einem großen Teil ausgesetzt. Zum anderen erhalten nur sehr wenige Afghanen einen Aufenthaltstitel, da die Bundesregierung Afghanistan als ein in Teilen sicheres Herkunftsland bezeichnet. Für die Betroffenen heißt das, dass sie sich in einer sehr schwierigen Lage befinden. Sie wissen nicht, was die nächsten Wochen und Monate bringen werden. Sie können weder für ein Leben in Deutschland noch für ein Leben in Afghanistan mittel- oder langfristige Perspektiven entwickeln.

Rückkehrer werden mit einer zunehmend schlechten wirtschaftlichen Lage und dem Zusammenbrechen traditioneller Hilfssysteme konfrontiert. Gewalttätig ausgetragene Machtkämpfe zwischen verschiedenen Gruppen führen zu einer sehr unübersichtlichen Sicherheitslage. In Deutschland versuchen die Menschen aus Afghanistan, trotz unsicherer Perspektive ihren Alltag zu bewältigen und möglichst gut für ihre Kinder zu sorgen, hin und her gerissen zwischen Integrationsbemühungen und schwierigen Aussichten auf eine Rückkehr.

Zu der Veranstaltung wird im Rahmen der Reihe „Interkultureller Herbst“ eingeladen.

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