17. Stormarner Kindertagen: 118 Termine für mehr Kinderrechte

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Stormarn (ve/pm). Welchen Kindern geht es besser – denen auf dem Lande oder denen in der Stadt? Eine Antwort darauf sucht der Stormarner Kinderschutzbund.

Die Macher der 17. Stormarner Kindertage: Uwe Sommer vom Kreisjugendring; Ingo Loeding vom Deutscher Kinderschutzbund; Christoph Haberer vom Diakonischen Werk; Michael Eggerstedt, Kinderbeauftragter des Kreises Stormarn; Anette Schmitt von der Arbeiterwohlfahrt; Ludger Sträter vom Fachdienst Familie und Schule des Kreises Stormarn; Peter Vollmer vom Deutschen Rotes Kreuz und Kreispräsident Hans-Werner Harmuth, Schirmherr der 17. Stormarner Kindertage (von links). Foto:©Ute Vöcking, Deutscher Kinderschutzbund Stormarn

Die Macher der 17. Stormarner Kindertage: Uwe Sommer vom Kreisjugendring; Ingo Loeding vom Deutscher Kinderschutzbund; Christoph Haberer vom Diakonischen Werk; Michael Eggerstedt, Kinderbeauftragter des Kreises Stormarn; Anette Schmitt von der Arbeiterwohlfahrt; Ludger Sträter vom Fachdienst Familie und Schule des Kreises Stormarn; Peter Vollmer vom Deutschen Rotes Kreuz und Kreispräsident Hans-Werner Harmuth, Schirmherr der 17. Stormarner Kindertage (von links).
Foto:©Ute Vöcking, Deutscher Kinderschutzbund Stormarn

„Kindheit auf dem Lande“ ist das diesjährige Motto der Veranstaltungsreihe, bei der 53 Organisationen 118 Aktionen und Veranstaltungen durchführen – von A wie Ahrensburg bis Z wie Zarpen. In 28 Gemeinden und Städten setzen die Verantwortlichen ein deutliches Zeichen für mehr Kinderfreundlichkeit und mehr Kindergerechtigkeit. Die Stormarner Kindertage finden in diesem Jahr vom 17. bis zum 29. September unter der Schirmherrschaft des Kreispräsidenten Hans-Werner Harmuth statt.

Stormarner Kindertage: Die Rechte der Kinder im Mittelpunkt

Die Kinder und ihre Rechte in den Mittelpunkt zu stellen, das ist das zentrale Anliegen der Stormarner Kindertage. Die Angebote reichen von einem Spielfest zum Aktionstag Kinderrechte über eine Ausstellung zum Leben auf dem Land, Erziehungstipps beim Frühstück für Eltern bis zu einem großen Fachtag zum Thema Frühe Hilfen, auf dem sich Fachleute vernetzen und austauschen können. Es gibt Angebote für Kinder, Jugendliche, Eltern und Fachleute.

„Alle Bürgermeisterinnen und Bürgermeister haben in diesem Jahr wieder eine Tafel erhalten mit einem von Kindern gestalteten Bild und dem Satz: Jedes Kind ist wichtig!“, berichtet Ingo Loeding vom Kinderschutzbund in Stormarn, dem Koordinator der bundesweit einmaligen Veranstaltungsreihe. Und er lenkt den Blick auf Stormarns Dörfer: „Wir wollen zeigen, dass alle Kinder ein Recht darauf haben, dass sie gehört und ihre Bedürfnisse berücksichtigt werden. Davon sind wir weiterhin weit entfernt. Oft wird nur aus einem städtischen Blickwinkel auf die Lebenslagen von Kindern und Familien geguckt, dabei leben auch im Kreis Stormarn fast die Hälfte aller Kinder in kleineren Gemeinden.“

Fast 500 Wimpel hingen unter den Linden in der Großen Straße in Ahrensburg. Dort wurden 2016 die Stormarner Kindertage gefeiert. Foto:ahrensburg24.de

Fast 500 Wimpel hingen unter den Linden in der Großen Straße in Ahrensburg. Dort wurden 2016 die Stormarner Kindertage gefeiert.
Foto:ahrensburg24.de

Handlungsbedarf sieht der Kinderschutzbund etwa bei dem Thema Stress bei Kindern und Jugendlichen. Der DAK-Präventionsradar 2017 hat festgestellt, dass Kinder und Jugendliche enormem Stress in der Schule ausgesetzt seien, der mit zunehmendem Alter immer weiter steige. Dies führe zu körperlichen und seelischen Erkrankungen, die das Leben der Kinder nachhaltig beeinträchtigen können. Erschreckend sei, so hat der Kinderschutzbund beobachtet, dass sich diese Situation für viele Kinder in den vergangenen Jahren erheblich verstärkt habe.

Stress und Armut bei Kindern: Themen, die den Kinderschutzbund bewegen

Die zunehmende Kinderarmut ist ein weiteres Thema, auf das die Kindertage immer wieder aufmerksam machen. Trotz der inzwischen sehr guten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sei die Zahl der Kinder, die als arm gelten, auch im Kreis Stormarn weiter angestiegen. Gestiegen seien damit auch deren Belastungen im Alltag und in der Schule. Ungleiche Lebensbedingungen für Kinder seien ein „gesellschaftspolitisches Armutszeugnis“, so der Kinderschutzbund.

Alle Veranstalterinnen und Veranstalter während der diesjährigen Kindertage – es sind schätzungsweise mehr als 1.000 ehrenamtlich und hauptamtlich engagierte Stormarnerinnen und Stormarner – freuen sich auf zwei lebendige Wochen rund um den Weltkindertag am 20. September, mit „vielen neuen Impulsen zur Verbesserung der Lebensbedingungen unserer Kinder“.

Auftaktveranstaltung der Kindertage in Lütjensee

Die Auftaktveranstaltung der Kindertage findet am Sonntag, 17. September 2017, ab 13.30 Uhr in Lütjensee beim Kreisjugendring statt. Dort lädt der Kreisjugendring zum diesjährigen Sommerfest ein. Ebenfalls an dem Tag findet dort der Pflegeelterntag des Kreises Stormarn statt. Ein guter Rahmen, um auch mit den 17. Stormarner Kindertagen zu beginnen.

Das neue Programmheft der 17. Kindertage ist in einer Auflage von 8.000 Exemplaren im Kreis Stormarn verteilt worden. Im Internet unter www.kindertage.de findet man eine digitale Ausgabe.

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