Projekt ‚Eine Orgel für Großhansdorf‘: Überraschend schnell und doch noch nicht beendet

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Großhansdorf (ve). Fünf Jahre gibt es den Verein „Eine Orgel für Großhansdorf“ jetzt und das wurde an diesem Wochenende gefeiert.

Sie feiern fünf Jahre Verein "Eine Orgel für Großhansdorf": Organist Clemens Rasch, Kerstin Maywald, Georg Dukek und Dr. Kai Greve vom Verein und Pastor Dr. Christoph Schroeder (von links). Foto:©ahrensburg24.de

Sie feiern fünf Jahre Verein „Eine Orgel für Großhansdorf“: Organist Clemens Rasch, Kerstin Maywald, Georg Dukek und Dr. Kai Greve vom Verein und Pastor Dr. Christoph Schroeder (von links).
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Ein Empfang für die Sponsoren diente als Dankeschön. Dank für ein Projekt, dass ungewöhnlich schnell umgesetzt werden konnte. „Manche Gemeinden sind nach fünf Jahren gerade mal so weit, dass sie überlegen, welche Orgel sie haben wollen und finanzieren können“, so beschreibt es Dr. Kai Greve, Vorsitzender des Vereins Eine Orgel für Großhansdorf. Der Großhansdorfer Verein konnte bereits nach wenigen Monaten einen konkreten Auftrag an den Orgelbauer Gerhard Grenzing geben, nach nur drei Jahren ist der Bau der Orgel im Herbst 2015 erfolgt.

Eine Orgel für Großhansdorf: Von 847.000 Euro fehlen noch 76.000 Euro

Mit einem „Aber“ in Höhe von 76.000 Euro. Denn die Großhansdorfer Orgel ist noch nicht durchfinanziert. Der fehlende Betrag wird der Gemeinde derzeit als zinsloses Darlehen von dem Kirchenkreis Ost vorgeschossen, der Verein bemüht sich weiter um jede Spende. „Es ist vielleicht nicht mehr in jedermanns Bewusstsein“, gesteht Georg Dukek, Schatzmeister des Vereins, „dass noch Geld fehlt. Der Verein muss weiter daran arbeiten, diese Spenden einzuwerben.“

Eine Orgel für Großhansdorf: Noch müssen Spenden eingeworben werden. Foto:ahrensburg24.de

Eine Orgel für Großhansdorf: Noch müssen Spenden eingeworben werden.
Foto:ahrensburg24.de

Insgesamt kostet die Orgel 847.000 Euro. Ein Grundstock von 170.000 Euro hat zu Beginn in der Kasse der Gemeinde bestanden, der Rest wurde gespendet. 700 Geldgeber sind namentlich bekannt, viele weitere haben bei Sammlungen und anderen Gelegenheiten etwas beigetragen.

So berichtete ahrensburg24.de

 

Fünf Jahre Verein "Eine Orgel für Großhansdorf": Vorsitzender Dr. Kai Greve bedankt sich bei den Sponsoren. Foto:©ahrensburg24.de

Fünf Jahre Verein „Eine Orgel für Großhansdorf“: Vorsitzender Dr. Kai Greve bedankt sich bei den Sponsoren.
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Zwei glückliche Umstände mindestens hätten die Erfolgsgeschichte des Vereins geschrieben, so Kai Greve: „Das ist zum einen eine große Einzelspende, durch die wir sehr früh die Hälfte des Betrages zusammen hatten.“ Grundsätzlich gelte, dass eine Kirchengemeinde den Bau einer Orgel in Auftrag geben könne, wenn die Hälfte der Kosten gesichert sind.

Glücksfall für Gemeinde und Verein: Schirmherr John Neumeier

Und dann gibt es noch John Neumeier. Der Chef des Ballettes der Hamburgischen Staatsoper engagiert sich als Schirmherr des Projektes. „Als wir diese Botschaft nach draußen getragen haben“, erinnert sich Greve, „ist die Zahl der Spenden noch einmal stark gestiegen.“ Neumeier hat nicht nur sein Namen gegeben, er war auch an zwei Abenden in Großhansdorf vor Ort, Tänzer seines Ensembles haben dort Tanz-Szenen vorgeführt. Gemeinsam mit Bischöfin Kirsten Fehrs war er bei einem Podiumsgespräch zu Gast.

Fünf Jahre Verein "Eine Orgel für Großhansdorf": Empfang in der Auferstehungskirche. Foto:©ahrensburg24.de

Fünf Jahre Verein „Eine Orgel für Großhansdorf“: Empfang in der Auferstehungskirche.
Foto:©ahrensburg24.de

An all‘ dies wurde vor über 100 Gästen, unter ihnen Bürgermeister Janhinnerk Voß, in der Auferstehungskirche erinnert, begleitet von einem musikalischen Programm des Organisten Clemens Rasch. Er spann mit seiner Musik einen weiten Bogen in der Musik, wob schon mal eine Reminisenze an „Weiße Rosen aus Athen“, „Morning has boken“ oder „A whiter shade of pale“ in seine Medleys.

Kai Greve jedenfalls möchte die intensiven fünf Jahre Orgelverein nicht missen: „Ich habe persönlich eine hohe Wertschätzung für die Orgelbauer gewonnen. Sie arbeiten handwerklich, es sind Tischler, Metallarbeiter. Und sie haben dabei doch so einen großen Blick auf diese große Musik und den Glauben.“

Im November: Großhansdorfer Orgelwochen mit vier Konzerten

Die Orgel hat, so betonen es Greve und Dukek, ihren Platz in der Gemeinde gefunden. Nicht nur bei den regelmäßigen Orgelpunkte, also kleinen Orgelkonzerten. Sondern insbesondere bei den Großhansdorfer Orgelwochen regelmäßig im November. Sie ist Unterrichtsinstrument für angehende Organisten. Und durch die Orgel schließlich ist Großhansdorf zum Spielort des Schleswig-Holstein Musik Festivals geworden.

Die nächsten Großhansdorfer Orgelwochen stehen an mit Konzerten jeweils an den Sonnabenden, 4., 11., 18. und 25. November 2017. Die Konzerte beginnen um 18 Uhr. Es spielen Juan de la Rubia aus Barcelona am 4. November, Thomas Ospital aus Paris am 11. November, Clemens Rasch am 18. November und Kampmann Larsen Næstved aus Dänemark am 25. November.

Fünf Jahre Verein "Eine Orgel für Großhansdorf": Empfang in der Auferstehungskirche. Foto:©ahrensburg24.de

Fünf Jahre Verein „Eine Orgel für Großhansdorf“: Empfang in der Auferstehungskirche.
Foto:©ahrensburg24.de

Die Grenzing-Orgel in der Großhansdorfer Auferstehungskirche. Foto:©ahrensburg24.de

Die Grenzing-Orgel in der Großhansdorfer Auferstehungskirche.
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