Schulweg Ahrensfelder Weg: Gibt es einen Zebrastreifen?

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Ahrensburg (ve). Keine Ampel mehr für die Schulkinder im Ahrensfelder Weg. Darüber hatten sich Eltern öffentlich beschwert. Nun scheint es eine Lösung zu geben.

Grundschule und AWO Kindertagesstätten am Aalfang: Eltern fordern eine sichere Querungshilfe für ihre Kinder. Die Fußgängerampel am Ahrensfelder Weg wurde abgebaut, nun gehen die Kinder ohne einen erkennbaren Sicherheitsraum über die Straße. Foto:ahrensburg24.de

Grundschule und AWO Kindertagesstätten am Aalfang: Eltern fordern eine sichere Querungshilfe für ihre Kinder. Die Fußgängerampel am Ahrensfelder Weg wurde abgebaut, nun gehen die Kinder ohne einen erkennbaren Sicherheitsraum über die Straße.
Foto:ahrensburg24.de

Ulrich Kerwersun vom Bauamt der Stadt Ahrensburg hat jetzt auf der Sitzung des Bauausschusses mitgeteilt, dass dort vermutlich ein Zebrastreifen eingerichtet wird. Der Landesbetrieb Verkehr ziehe dies aufgrund der „besonderen örtlichen Verhältnisse“ vor der Grundschule am Aalfang und der dortigen Kindertagesstätte in Betracht.

Ahrensfelder Weg: Zebrastreifen für der Grundschule Am Aalfang

Der Zebrastreifen würde nicht direkt am alten Standort der Ampel eingerichtet werden, sondern im Ahrensfelder Weg etwas weiter südlich Richtung Kreuzung zur Straße Am Aalfang. Das führt dazu, dass zwischen dem Zebrastreifen und der Straße Am Aalfang ein Parkverbot eingerichtet wird.

Eine besondere Situation entsteht dadurch, dass der Ahrensfelder Weg ein Fahrradstraße ist, auf der Fahrradfahrer Vorfahrt haben. Gleichzeitig führt die Enge der Straße, der ruhende Verkehr und hohes Verkehrsaufkommen dazu, dass schnell eine für Kinder unübersichtliche Situation entsteht. Da es eine Fahrradstraße ist, soll der Geschwindigkeit der Fahrzeuge auch nicht durch Schwellen in der Fahrbahn reduziert werden, da dies auch die Fahrradfahrer beeinträchtigen würde.

Hintergrund ist, dass es bis zu den Sommerferien eine Fußgängerampel im Ahrensfelder Weg gegeben hat, die die Schulkinder und Kindergartenkinder genutzt hatten. Nachdem sie bei einem Unfall beschädigt worden war, hatte die Stadt entschieden, keine neue Ampel dort aufzustellen. Dies sei in einer Fahrradstraße, die der Ahrensfelder Weg ist, nicht erforderlich.

Aktion „Äpfel und Zitronen“ der Grundschüler und der Polizei

Eltern kritisierten diesen Beschluss scharf und fürchteten um den sicheren Schulweg ihrer Kinder. Sie haben in den Ausschüssen der Stadt darum gebeten, die Entscheidung zu überdenken.

Beteiligt haben sich die Grundschüler der Grundschule am Aalfang auch an der Aktion „Apfel oder Zitrone“. Dabei misst die Polizei gemeinsam mit den Kindern die Geschwindigkeit der an der Schule vorbeifahrenden Fahrzeuge. Fahrer, die zu schnell fahren, bekommen eine Zitrone geschenkt, Fahrer, die sich an die Geschwindigkeitsbegrenzung halten, bekommen einen Apfel geschenkt.

Vor der Grundschule am Aalfang hatte die Polizei am vergangenen Dienstag zwischen 9.15 und 9.45 Uhr die Geschwindigkeit der Autos gemessen. Mit dem Ergebnis, dass mehr als die Hälfte der gemessenen Autofahrer zu schnell unterwegs waren, so teilt es die Schulelternbeiratsvorsitzende Alessandra Wolf mit. Die Kinder verteilten an sechs Autofahrer enen Apfel und an neun Autofahrer eine Zitrone.

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1 Kommentar

  1. Christian Leinweber on

    Was für eine planerische Glanzleistung!
    Den Zebrastreifen hatten wir da schon mal, zu meiner Schulzeit (dort 1976-1980).
    Christian Leinweber

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