Zwei Vorträge im Peter-Rantzau-Haus: Schöne Gärten / Familiengeschichten aus der NS-Zeit?

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Ahrensburg (je/pm). Das Peter-Rantzau-Haus lädt am Montag, 25. September 2017, zu zwei sehr unterschiedlichen Vorträgen ein.

Themenbild Interkultureller Herbst 2017. Grafik: Bernard Bonnin

Themenbild Interkultureller Herbst 2017.
Grafik: Bernard Bonnin

„Die Gärten der Markgräfin Wilhelmine in Bayreuth“ stehen im Mittelpunkt des Bildvortrags von Christa Stephan um 15 Uhr. Der Eintritt kostet drei Euro und beinhaltet eine Tasse Kaffee vor Beginn des Vortrags ab 14.30 Uhr. Der Fahrdienst des Peter-Rantzau-Hauses kann in Anspruch genommen werden: Telefon: 21 15 15.

Peter-Rantzau-Haus: Vortrag über kunstvoll gestaltete schöne Gärten

Als es die preußische Königstochter Wilhelmine, die Schwester Friedrich des Großen, durch Heirat ins provinzielle  Bayreuth verschlagen hatte, setzte sie dort ihr ganzes Können und ihre Begabung für eine Entwicklung der schönen Künste ein. Sie malte, komponierte Opern, schrieb Libretti, baute Schlösser und Theater und richtete sie neu ein. Sie entwickelte ganz neue Ideen der Gartengestaltung mit üppigen Wasserspielen für die Schlossanlage Eremitage. Für die Hochzeit ihrer Tochter entwarf sie den bizarren Felsengarten Sanspareil, der in einem Wald liegt. Nach längeren Zeiten des Verfalls stehen die Gärten heute als besondere Kleinode der Kunstgeschichte unter dem Schutz und der Pflege der Bayrischen Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten und Seen.

Vortrag: „Weibliche Schuldverstrickung im Nationalsozialismus und im Familiengedächtnis nach 1945“

Um 19 Uhr referiert Katrin Himmler über „Weibliche Schuldverstrickung im Nationalsozialismus und im Familiengedächtnis nach 1945“.

Während die öffentliche Aufarbeitung der NS-Vergangenheit relativ weit gediehen ist und in den letzten Jahren auch die Thematisierung der transgenerationellen Weitergabe von Kriegstraumata einen Boom erlebt hat, verläuft die kritische Auseinandersetzung in den Familien über die NS-Verstrickung der eigenen Vorfahren noch sehr zaghaft. Die Rolle der Mütter und Großmütter wird dabei meist noch mehr verharmlost als die der Väter und Großväter.

Katrin Himmler, Politikwissenschaftlerin und Großnichte Heinrich Himmlers, beschäftigt sich seit Jahren intensiv mit ihrer Familiengeschichte und Familienerzählungen als Teil der gesellschaftlichen Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus.

Im Anschluss an den Vortrag ist Zeit für Gespräche mit Katrin Himmler. Der Eintritt kostet zwei Euro.

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