Kinderbetreuung im Ahrensburg: Und noch eine Kindertagesstätte

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Ahrensburg (ve). Und noch eine Kindertagesstätte bekommt die Stadt. Das hat jetzt die Stadtverordnetenversammlung beschlossen.

Themenbild Kindertagesstätte. Foto:ahrensburg24.de

Themenbild Kindertagesstätte.
Foto:ahrensburg24.de

Auf der Suche nach Grundstücken, auf denen die Stadt Kindertagesstätten erbauen könnte, ist sie auf dem Gelände des Schulzentrums am Heimgarten fündig geworden.

Direkt zwischen Hausmeisterwohnung und Reesenbüttler Redder ist noch ein Stück Gelände. Dort wird die Stadt eine Kindertagesstätte bauen. Es sollen Räume für vier Kindergartengruppen entstehen. In der ehemaligen Hausmeisterwohnung der Schule nebenan ist eine Kindertagespflegestelle eingerichtet, die auch seit September dieses Jahres in Betrieb ist. Dort werden zehn Kinder von einem Verbund von Tagesmüttern betreut.

Kindertagesstätte am Schulzentrum am Heimgarten: Jetzt soll es schnell gehen

Bei dem Bau der neuen Kindertagesstätte drücken Stadt und Politik auf die Tube. So hat die Politik auf der Sitzung der Stadtverordnetenversammlung entschieden, bereits jetzt Verpflichtungsermächtigungen im Haushalt festzusetzen. Damit wird es möglich, schon jetzt die Planungen und notwendigen Vorarbeiten in Auftrag zu geben. Andernfalls müsste die Verwaltung bis zur Genehmigung des Haushaltes 2018 warten, die vermutlich erst im Frühjahr des Jahres 2018 erfolgt. Damit könnte die Kindertagsstätte erst ein Jahr später gebaut werden.

Insgesamt geht es bei dem Bau am Schulzentrum Heimgarten um 2,4 Millionen Euro. Ein ebenerdiges Gebäude wird gebaut, das vier Gruppenräume, einen Bewegungsraum sowie ein Küche mit Essraum für die Kinder erhalten soll.

Kindertagesstätte Helgolandring: Mehrkosten wurden genehmigt

Ebenfalls Geld in die Hand nimmt die Stadt für die neue Kindertagesstätte am Helgolandring. Dort werden Container aufgestellt mit Räumen für Kinderbetreuung. Diese Container hat die Stadt von der Stadt Hamburg gekauft, dort wurden sie ebenfalls für die Kinderbetreuung genutzt. Allerdings unterscheiden sich die Vorgaben für den Bau von Kindertagesstätten in Hamburg und Schleswig-Holstein. Daher ist mit Blick auf die schleswig-holsteinische Gesetzgebung eine Nachbesserung der Container erforderlich. Insgesamt rechnet die Stadt mit 80.000 Euro Mehrkosten.

Und auch der nächste Bau einer Kindertagesstätte steht bereits bevor: Im neuen Abschnitt des Gewerbegebietes Beimoor Süd ist am Rande des Geländes eine Kindertagesstätte vorgesehen. Das Gewerbegebiet wird derzeit erschlossen. Unklar ist derzeit noch, ob die Stadt diesen Kindergarten selber bauen wird oder ob er den Bau an Extzerne vergeben wird. Auch der Verkauf des Grundstücks ist derzeit noch denkbar.

Situation der Kinderbetreuung: Es gibt nach wie vor nicht genügend Plätze

Damit ist Ahrensburg bei der Kinderbetreuung aber noch nicht am Ende der Fahnenstange. Nach aktuellen Zahlen seien zwar seit den Sommerferien und dem Beginn des neuen Schuljahres alle Elementarkinder versorgt, teilt die Stadt mit. Aber das wird sich schnell ändern, denn zum Dezember 2017 gibt es bereits Anfragen für 95 weitere Kinder. Auch erreichen im Laufe der nächsten Monate 28 Kinder das dritte Lebensjahr und damit den Wechsel von der Krippenbetreuung in die Elementarbetreuung. Zudem gibt es über 170 Kinder auf der Warteliste der Krippenbetreuung.

Neue Kinderbetreuungsplätze entstehen neben den Einrichtungen am Schulzentrum Heimgarten und am Heloglandring derzeit im Kirchsaal Hagen und im Haus der Kirche im Gartenholz

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2 Kommentare

  1. Wenn ich das lese kriege ich ne riesen Wut!! Bla Bla Bla und ändern wird sich erstmal nichts! Es sind immer wieder die gleichen Ausreden. Denn diese Infos sind nichts Neues und doch stellt sich die Stadt Ahrensburg hin als ob sie alles dafür tun würde….Sorry! 😤😔
    Aber junge Familien hier her locken und damit werben, dass für die Kinder alles vorhanden sei….Kitas, Hort, usw. Traurig!!!

    • Andreas Hausmann on

      Liebe Marijke,
      ich glaube keine andere Stadt vergleichbarer Größe im weiten Umkreis hat so viele Kindertagesstätten wie Ahrensburg.
      Während der letzten zehn Jahre war ich in diversen Einrichtungen meiner Kinder Elternvertreter und habe auch immer direkt den Mangel an Plätzen vorgebracht. Erfreulich war, dass das „Wehklagen“, auch vieler anderer Eltern, in Ahrensburg gehört wurde und im Laufe dieser Zeit zahlreiche Einrichtungen neu entstanden, worüber ich im Nachhinein sehr, sehr froh bin.
      Zu etlichen Erweiterungen der bestehenden Einrichtungen kamen Erlenhof und Adolphstrasse dazu.
      Vor elf Jahren gab es gerade mal drei Kitas mit langen Betreuungszeiten – jetzt sind es nahezu alle Einrichtungen und der Trend zu Kurzbetreuungen (12/14 Uhr) geht deutlich zurück -auch das ein super Erfolg in den vergangenen Jahren.
      Ich freue mich, dass in Ahrensburg nun schon wieder über eine weitere Einrichtung gesprochen wird und diese bereits in die Planung genommen wird.
      Besonders froh bin ich darüber, dass die Stadtpolitiker, die mitentscheiden, die Notwendigkeit grundsätzlich erkannt haben und an der Kinderbetreuung in Ahrensburg keine Abstriche machen.
      …leider sind die elterlichen Kitagebühren dafür mittlerweile in Ahrensburg recht hoch – aber es werden auch keine Einrichtungen verkleinert, sondern eher noch maßvoll vergrößert.

      Einen einzigen Wermutstropfen allerdings gibt es: Für die Betreuung stehen kaum noch neue pädagogische Kräfte zur Verfügung….Im heutigen MARKT sah ich wieder unzählige Stellenanzeigen, in denen Erzieher, Sozialpädagogische Assistenten und anderes Kitapersonal gesucht werden.

      …UND: Die generelle Beitragsfreiheit, wie zum Beispiel in Hamburg, haben die Schleswig-Holsteiner mit der jetzigen neuen Landesregierung komplett abgewählt. Da waren wir schon mal auf einem besseren Weg, sage ich als ehemaliger Landeselternvertreter.

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