Die Sonntagsgalerie zeigt „Ei-Land“: Das Ei des Jens Wehde

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Ahrensburg (ve). Die Frage, ob das Huhn eher da war oder das Ei, ist geklärt.

"Ei-Land" auch in Ahrensburg: Das überdimensionale Kunststoff-Ei von Jens Wehde auf dem Ahrensburger Wochenmarkt. Foto:ahrensburg24.de

„Ei-Land“ auch in Ahrensburg: Das überdimensionale Kunststoff-Ei von Jens Wehde auf dem Ahrensburger Wochenmarkt.
Foto:ahrensburg24.de

Aufmerksamen Ei-Forschern dürfte es gelungen sein, kürzlich auf dem Ahrensburger Wochenmarkt ein Ei gesehen zu haben, ohne dazu ein passendes Huhn vorfinden zu können. Ergo: Das Ei war vor den Huhn da.

Dieses Ei war übrigens nicht das Ei des Kolumbus, sondern das Ei des Kohls. Also des Helmut Kohls. Denn das etwa einen Meter große Ei steht unter den Fittichen von Jens Wehde – und zwar seit dem Zeitpunkt, als auf den früheren Bundeskanzler 1991 in Halle, Sachsen-Anhalt, Eier geworfen worden waren. „Das hat mich auf die Idee gebracht, das Ei an sich zum Thema einer Kunstaktion zu machen“, so Ei-Vater Wehde.

„Ei-Land“ von Jens Wehde: Ein Ei zieht von Ort zu Ort

Seit dieser Zeit also zieht der Fotograf mit dem Ei durch die Lande, inszeniert es in der Landschaft und macht davon – Sie mögen es ahnen, ja – fotografische Aufnahmen. So auch jetzt in Ahrensburg, nachdem das Ei in verschiedenen Stationen in Deutschland und inzwischen auch schon in Schottland – natürlich am Loch Ness – als Fotomodell diente. Vorher war das Ei auf dem Darß, in den Filmstudios in Babelsberg, in Dänemark und sogar mit dem Roten Sofa von Horst Wackerbarth vor dem Hamburger Rathaus. Der Ahrensburger Wochenmarkt schien Jens Wehde jetzt dafür die passende Kulisse.

"Ei-Land" auch in Ahrensburg: Das überdimensionale Kunststoff-Ei von Jens Wehde (links hinter dem Ei) auf dem Ahrensburger Wochenmarkt. Foto:ahrensburg24.de

„Ei-Land“ auch in Ahrensburg: Das überdimensionale Kunststoff-Ei von Jens Wehde (links hinter dem Ei) auf dem Ahrensburger Wochenmarkt.
Foto:ahrensburg24.de

„Von Menschen umringt habe ich das Ei bisher selten fotografiert“, gesteht er, „das ist schon etwas Besonderes hier in Ahrensburg.“ Eben jene Menschen zeigten sich auch durchaus interessiert an dem Ei und fragten nach dem Sinn der Aktion. Darunter auch mehrfach Kinder, die wohl auch auf ein überdimensionales Spielzeug oder das Schlüpfen eines Dinosauriers wahlweise Ungeheuers von Loch Ness hofften.

Zu sehen in der Sonntagsgalerie von Kirsten Schneider

Begleitet wurden das Ei und Jens Wehde von Kirsten Schneider, die in Ahrensburg die Sonntagsgalerie betreibt. Dort sind derzeit die Fotos von Jens Wehde und mit dem Ei ausgestellt und jeden Sonntag in der Zeit von 11 bis 17 Uhr zu sehen, die Galerie ist in der Manfred-Samusch-Straße 1 in Ahrensburg.

Handwerklich verbirgt sich hinter dem Ei eine – ja, sicher – Ei-förmige Skulptur aus Kunststoff, die von Braunschweiger Studenten der Bildhauerei im Rahmen ihres Studiums gefertigt worden war und tatsächlich auf dem Müll entsorgt werden sollte. Das hat Jens Wehde verhindert, das Ei des Kohls restauriert und seitdem verschiedentlich inszeniert.

Die Ausstellung „Ei-Land“ in der Sonntagsgalerie läuft bis zum 29. Oktober 2017. Lesen Sie auch: „Sonntagsgalerie in Ahrensburg: Ein besondere Wand für die Kunst„.

"Ei-Land" auch in Ahrensburg: Das überdimensionale Kunststoff-Ei von Jens Wehde auf dem Ahrensburger Wochenmarkt. Im Bild Jens Wehde und Kirsten Schneider. Foto:ahrensburg24.de

„Ei-Land“ auch in Ahrensburg: Das überdimensionale Kunststoff-Ei von Jens Wehde auf dem Ahrensburger Wochenmarkt. Im Bild Jens Wehde und Kirsten Schneider.
Foto:ahrensburg24.de

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