150 Jahre Kreis Stormarn und Stormarner Filmtage: Preise für frische Filmideen MIT VIDEO

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Bargteheide (ve).  Wie verändert sich ein Mensch an seinem 15. Geburtstag? Gar nicht und entscheidend – sagen Stormarner Nachwuchs-Filmer. MIT VIDEO

150 Jahre Kreis Stormarn und die Ersten Stormarner Filmtage: Die Sieger-Teams der Altersstufen 13 bis 13 und 14 bis 17 Jahre. Sie haben mit den Filme "Der falsche Klon" (vorne) und "Mobil?!" (hinten) gewonnen. Foto:ahrensburg24.de

150 Jahre Kreis Stormarn und die Ersten Stormarner Filmtage: Die Sieger-Teams der Altersstufen 13 bis 13 und 14 bis 17 Jahre. Sie haben mit den Filme „Der falsche Klon“ (vorne) und „Mobil?!“ (hinten) gewonnen.
Foto:ahrensburg24.de

Der Kreis Stormarn hatte im Rahmen seiner Feier zu 150 Jahre Kreis Stormarn Jugendliche zu einem Film-Wettbewerb aufgerufen. Die Sieger-Filme wurden mit dem Jugend-Kultur-Preis ausgezeichnet und im Rahmen der ersten Stormarner Filmtage gezeigt, die noch bis Sonntag, 8. Oktober 2017, im Kleinen Theater Bargteheide zu erleben sind. In drei Alters-Kategorien wurde der Preis ausgelobt – in der Kategorie 14 bis 17 Jahre gewann das Ahrensburger-Großhansdorfer-Hamburger Team.

Und zwar genau mit dieser Frage rund um den 15. Geburtstag. „Anders – gleich“ war der Titel, unter dem der Film eingereicht werden sollte, 150 Sekunden lang durfte er sein. „Anders“ sind sie offensichtlich, denn sie müssen jetzt im Öffentlichen Personen-Nahverkehr so viel bezahlen, wie Erwachsene. Sie haben aber natürlich das gleiche Geld wie vor ihrem 15. Geburtstag zur Verfügung. Daraus entstandt der Film „Mobil?!“.

Stormarner Filmtage: Sind Menschen anders oder gleich?

Drei ganz besondere Interpretationen des Themas „Anders – gleich“ wurden von der Jury ausgezeichnet. „Mobil?!“ überzeugte die Jury zum einen dadurch, dass er den Blick auf das nur vermeintlich schlichte Thema lenkte, das für die Jugendlichen doch entscheidend ist. Das betonte auch Filmemacher Jonathan Braun aus Großhansdorf bei seinen Dankesworten zur Preisübergabe gemeinsam mit Mats Dahlkamp aus Ahrensburg und Jakob in’t Veld aus Hamburg.  Zudem sei die technische Umsetzung mit einer rasanten Skateboard-Szene und einer ungewöhnlichen Perspektive am Fahrkartenautomaten preiswürdig gewesen.

Einen richtigen Stunt haben sich Aaron von der Dellen, Nils Jannis Meyer und Hans Jakob Schmidt ausgedacht. Sie bekämpfen sich mit harten Schlägen. Ihr mit dem Handy gedrehten Film „Der falsche Klon“ befasst sich mit dem Thema, warum Menschen – Klone – sich bekämpfen, obwohl sie doch alle irgendwie gleich sind. „Diese Aussage hat uns beeindruckt,“, so Juryvorsitzende Lungfiel-Bakir und überreichte dafür den Preis in der Altersklasse 13 bis 13 Jahre.

150 Jahre Kreis Stormarn und die Ersten Stormarner Filmtage: Die Preisträger der Kategorie 18 bis 21 Jahre bei der Preisverleihung im Kleinen Theater Bargteheide. Foto:ahrensburg24.de

150 Jahre Kreis Stormarn und die Ersten Stormarner Filmtage: Die Preisträger der Kategorie 18 bis 21 Jahre bei der Preisverleihung im Kleinen Theater Bargteheide.
Foto:ahrensburg24.de

Wann und wo sind alle Menschen gleich? hat sich das dritte Sieger-Team gefragt. Zehn Schülerinnen und Schüler der Anne-Franck-Schule aus Bargteheide haben darauf eine Antwort gefunden: Im Moment der Trauer. So zeigt ihr Kurzfilm „Same Honor“ vier ganz unterschiedliche Menschen, die alle die Nachricht vom Tode eines Menschen erreicht und die im Moment der Trauer am Grab dieses Menschen alle gleich empfinden.

Zwei Monate hat das Team an dem Film gearbeitet, „das Schwierigste war es, die Dreharbeiten und das Zusammenkommen zu organisieren“, sagen sie. Richtig professionell haben sie sich an die Arbeit gemacht, ein Drehbuch und Storybord erarbeitet. „Dadurch war der Dreh gar nicht so kompliziert.“ Der Film ist auf youtube zu sehen:

Alle drei Team berichten gegenüber der Presse, dass sie beim Bearbeiten ihrer Filme vor allem technisch viel gelernt hätten – und das sie sich manche Herausforderung einer solchen Produktion als einfacher vorgestellt hätten. Macht nichts – Routine kann ja noch kommen, denn wie Siegrid Kuhlwein, die als Vorsitzende des Kreis-Kulturausschusses den Preis mit konzipiert und übergeben hat, es formulierte: „Wir hoffen, dass ihr alle dabei bleibt, Filme zu machen und wir werden uns Eure späteren Produktionen auch gerne ansehen.“

Insgesamt waren 14 Beiträge eingereicht worden, an denen über 90 Kinder und Jugendliche in verschieden großen Teams gearbeitet hatten. Manche Beiträge waren länger als 150 Sekunden und wurden aus der Bewertung genommen, ein Film wurde leider zu spät eingereicht.

150 Jahre Kreis Stormarn und die Ersten Stormarner Filmtage: Der Filmemacher Rolf Schwarz hat den Film "stormarn - gestern, heute, morgen". Foto:ahrensburg24.de

150 Jahre Kreis Stormarn und die Ersten Stormarner Filmtage: Der Filmemacher Rolf Schwarz hat den Film „stormarn – gestern, heute, morgen“.
Foto:ahrensburg24.de

Übergeben hat Siegried Kuhlwein den Preis gemeinsam mit Landrat Dr. Henning Görtz am Auftakt-Abend der Stormarner Filmtage. Und dieser Abend hatte es in sich, denn es wurden nicht nur die Preisträger-Filme gezeigt, sondern auch der Stormarn-Film „stormarn – gestern, heute, morgen“. Filmemacher Rolf Schwarz hat ihn im aus Anlass des 150. Geburtstags produziert und zahlreiche Szenen, Aussagen und Sequenzen von Stormarnerinnen und Stormanern zusammen gefügt. Eine Stunde voller Gesichter, Menschen, Geschichten, Themen, Emotionen und Standpunkten ist entstanden. Die Uraufführung wurde von einigen mit Begeisterung aufgenommen, für andere zeigte die Produktion einige Längen. Rolf Schwarz: „Ich schaue mir meinen eigenen Kreis an, ich stelle die Leute vor, die ihn beleben. Dafür habe ich eine lange, intensive Reise durch den Kreis gemacht.“

Stormarner Filmtage aus Anlasse 150 Jahre Kreis Stormarn: Preview mit David Kross

Im Rahmen der Stormarner Filmtage soll dann vor allem Geburtstag gefeiert werden – mit Filmen, die alle etwas mit Stormarn zu tun haben. Entweder spielen Stormarner mit, haben den Film gedreht oder produziert oder der Film kommt aus Stormarn. Wie natürlich die Fernseh-Serie „Neues aus Büttenwarder“, bekanntermaßen die 56. Gemeinde des Kreises. Sie ist am Sonnabend zu sehen. Gezeigt werden außerdem „Hände weg vom Mississippi“, „Bibi und Tina“, „Erst die Arbeit und dann?“

Und schließlich wird eine Sneak-Preview des Filmes „Simpel“, der neue Film mit David Kross, gezeigt. Als Gäste werden David Kross, Frederick Lau und Markus Goller im Kleinen Theater erwartet: http://www.kultur-stormarn.de/termine/view/156.

Es sind die Ersten Stormarner Filmtage, betonen Landrat Görtz sowie Tanja Lütje und Daniela Frackmann von der Kulturabteilung des Kreises – das könnte bedeuten, dass es auch weitere geben wird. „Schließlich haben wir dieses wunderschöne Kino Cinema Paradiso hier im Kleinen Theater Bargteheide“, so Lütje. Das Cinema Paradiso war Mit-Veranstalter der Stormarner Filmtage im Kleinen Theater, vertreten durch Inhaber Hans-Peter Jansen. Auch Birthe Kruse-Gobrecht, Bürgermeisterin von Bargteheide, begrüßt es, dass die Filmtage in Bargteheide ihren Spielort finden.

Die Sieger-Kurzfilme sind im Internet unter www.kultur-stormarn.de zu sehen.

150 Jahre Kreis Stormarn und die Ersten Stormarner Filmtage: Die Sieger-Teams der Altersstufen 13 bis 13 und 14 bis 17 Jahre. Sie laden ein - Landrat Dr. Henning Görtz, Sigrid Kuhlwein, Vorsitzende des Kulturausschusses, Tanja Lütje, Kreis-Kulturrefentin, und Bargteheides Bürgermeisterin Birthe Kruse-Gobrecht (von links). Foto:ahrensburg24.de

150 Jahre Kreis Stormarn und die Ersten Stormarner Filmtage: Die Sieger-Teams der Altersstufen 13 bis 13 und 14 bis 17 Jahre. Sie laden ein – Landrat Dr. Henning Görtz, Sigrid Kuhlwein, Vorsitzende des Kulturausschusses, Tanja Lütje, Kreis-Kulturrefentin, und Bargteheides Bürgermeisterin Birthe Kruse-Gobrecht (von links).
Foto:ahrensburg24.de

150 Jahre Kreis Stormarn und die Ersten Stormarner Filmtage: Förderer der Veranstaltung - die Haspa, vertreten durch Martin Englert, Christiane Geier und Sven Lüth (von links). Foto:ahrensburg24.de

150 Jahre Kreis Stormarn und die Ersten Stormarner Filmtage: Förderer der Veranstaltung – die Haspa, vertreten durch Martin Englert, Christiane Geier und Sven Lüth (von links).
Foto:ahrensburg24.de

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