150 Jahre Deutsches Rotes Kreuz Ahrensburg: Ein Hilferuf der Helfer

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Ahrensburg (ve). Hat sich die Bereitschaft zum Ehrenamt verändert? Das Deutsche Rote Kreuz Ahrensburg warnt zu seinem 150. Geburtstag.

Deutsches Rotes Kreuz Ahrensburg (DRK) feiert 150-jähriges Bestehen: DRK-Vorsitzender Axel Bärendorf (Mitte) mit Bürgervorsteher Roland Wilde und Bürgermeister Michael Sarach (von links) sowie Udo Finnern, Vorstand des DRK-Kreisverbandes Stormarn, und Dr. Christian Zöllner vom DRK Landesverband Schleswig-Holstein (von rechts). Foto:©ahrensburg24.de

Deutsches Rotes Kreuz Ahrensburg (DRK) feiert 150-jähriges Bestehen: DRK-Vorsitzender Axel Bärendorf (Mitte) mit Bürgervorsteher Roland Wilde und Bürgermeister Michael Sarach (von links) sowie Udo Finnern, Vorstand des DRK-Kreisverbandes Stormarn, und Dr. Christian Zöllner vom DRK Landesverband Schleswig-Holstein (von rechts).
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150 Jahre lang der Gesellschaft mit helfender Hand zur Seite stehen – dafür kann sich der Ortsverein des Deutschen Roten Kreuzes heute auf die Schulter klopfen. Die Ahrensburger Gruppe wurde 1867 von Gräfin Adelaide von Schimmelmann als „Vaterländischer Frauenverein“ gegründet, 1868 schlossen sich die Damen dem Deutschen Roten Kreuz an. Und sie und ihre Nachfolger sorgen sich seitdem um Menschen, die Hilfe benötigen und alleine nicht zurecht kommen.

Deutsches Rotes Kreuz: Ein Blick in 150 Jahre Geschichte

So beschreibt es Axel Bärendorf, heute Vorsitzender der Ahrensburger Ortsgruppe. Sein Ortsverband hatte zu einem Empfang und Tag der offenen Tür aus Anlass des 150-jährigen Bestehens geladen.

Bärendorf beschreibt in einem Grußwort die Arbeit der Rotkreuzler. In Folge der vielen Kriegsereignisse des 19. und 20. Jahrhunderts sei die Arbeit des Roten Kreuzes vor allem geprägt durch Hilfe bei bitterer Armut, Versorgung von Verletzten, Hilfe und soziale Unterstützung beim Wiederaufbau oder – noch heute sind seine Dienste gefragt – bei der Suche nach Vermissten durch den DRK Suchdienst.

„Heute leisten wir in der Stadt in erster Linie klassische Sozialarbeit“, so Bärendorf, „für Kinder und für Menschen bis ins hohe Alter. Unser ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stehen dabei vorwiegend älteren Menschen zur Seite.“

Ortsverein Ahrensburg: Es werden dringend junge Mitglieder gesucht

400 Mitglieder hat der Ortsverein des Deutschen Roten Kreuzes, viele von ihnen engagieren sich ehrenamtlich. Aber eben dort gibt es ein schlechte Prognose: Der Altersdurchschnitt der Engagierten werde immer höher, Bärendorf: „Es muss uns gelingen, den Ortsverein deutlich zu verjüngen. Wir sind dringend auf der Suche nach Ehrenamtlichen, denn ohne sie sind unsere Leistungen am Ende.“

Deutsches Rotes Kreuz Ahrensburg (DRK) feiert 150-jähriges Bestehen: DRK-Vorsitzender Axel Bärendorf bei seinem Grußwort. Foto:©ahrensburg24.de

Deutsches Rotes Kreuz Ahrensburg (DRK) feiert 150-jähriges Bestehen: DRK-Vorsitzender Axel Bärendorf bei seinem Grußwort.
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Ein Beispiel beschrieb der Vorsitzende: „Im Zuge der Ankunft vieler Flüchtlinge im Jahr 2015 gab es unglaublich viele Helferinnen und Helfer, die auch für unsere Organisation tätig wurden. Aber nur wenige von diesen sind nach dieser Hilfswelle tatsächlich im Ehrenamt geblieben.“ Vor diesem Hintergrund warnte er, dass das ehrenamtliche Engagement in der Gesellschaft nicht verloren gehen dürfe.

Bärendorf hat daher eine Idee: „Wir wollen es in Angriff nehmen, eine Jugendgruppe als Jugendrotkreuz zu gründen und damit durchstarten in Richtung jüngere Generation.“

Deutsches Rotes Kreuz: Solidarität, Miteinander, Unterstützung

Das Deutsche Rote Kreuz mache die Solidarität zu seinem Kernthema, so beschrieb es Dr. Christian Zöllner vom Präsidium des Landesverbandes, der gleichzeitig die Grüße und Glückwünsche des Verbandes überbrachte. Zöllner: „Es geht um das Miteinander und die Unterstützung für andere, es geht um den Respekt für den Einzelnen und seinen Bedürfnissen.“ Dies leiste das Rote Kreuz bei seiner Arbeit für ältere Menschen, für Kinder und Jugendliche, für Familien und Flüchtlinge.

Gratulanten waren bei dem Empfang zum 150. Geburtstag nicht nur Bürgervorsteher Roland Wilde und Bürgermeister Michael Sarach, sondern auch die Freiwillige Feuerwehr Ahrensburg mit Peter Körner, das Technische Hilfswerk mit Holger Zentawer, Johannes Kelp von der Ahrensburger Tafel oder Reiner Wöltje, Kreisbereitschaftsleiter des Roten Kreuzes, sowie von Seiten der Politik Detlev Levenhagen (CDU) und Karen und Hinrich Schmick von der WAB.

„Menschen in besonderen Situationen zu helfen“, so Sarach, „die Notwendigkeit besteht auch noch heute und sie ist wichtig für die Stadt geworden – auch auf Basis des Ehrenamtes. Lassen Sie in Ihren Anstrengungen nicht nach“, bat er schließlich die Rotkreuzler.

Deutsches Rotes Kreuz Ahrensburg (DRK) feiert 150-jähriges Bestehen: Bürgervorsteher Roland Wilde und Bürgermeister Michael Sarach (von rechts) gratulieren dem Ortsverein. Foto:©ahrensburg24.de

Deutsches Rotes Kreuz Ahrensburg (DRK) feiert 150-jähriges Bestehen: Bürgervorsteher Roland Wilde und Bürgermeister Michael Sarach (von rechts) gratulieren dem Ortsverein.
Foto:©ahrensburg24.de

Deutsches Rotes Kreuz Ahrensburg (DRK) feiert 150-jähriges Bestehen. Foto:©ahrensburg24.de

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