Ausstellung zu Bad Oldesloe: „Vom Fachwerkhaus zum Stahlbeton“ mit Fotografien von Hans Mallek

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Bad Oldesloe (ve/pm). Erinnern Sie sich noch an den „Chinesenkrug“ oder an das Fachwerkhaus „Zur deutschen Eiche“ in Bad Oldesloe?

Ausstellung „Vom Fachwerkhaus zum Stahlbeton" im Kreisarchiv Stormarn: Fotografien von Hans Mallek. Im Foto der Blick vom Hochhaus der Kreisverwaltung auf den Bahnhof aus dem Jahr 1966. Foto:©Hans Mallek

Ausstellung „Vom Fachwerkhaus zum Stahlbeton“ im Kreisarchiv Stormarn: Fotografien von Hans Mallek. Im Foto der Blick vom Hochhaus der Kreisverwaltung auf den Bahnhof aus dem Jahr 1966. Foto:©Hans Mallek

Können Sie sich vorstellen, wie die Besttorstraße und das Kaufhaus in der Mühlenstraße früher einmal ausgesehen haben? Wie sich der Pferdemarkt veränderte oder wie in den 1970er Jahren immer neue Wohngebiete mit mehrstöckigen Hochhäusern rund um die Innenstadt von Bad Oldesloe aus dem Boden wuchsen? Dann sollten Sie die Ausstellung „Vom Fachwerkhaus zum Stahlbeton. Bad Oldesloe 1950–1975“ besuchen, die die Historikerin Barbara Günther als Kuratorin konzipiert hat.

Ausstellung im Kreisarchiv: Bilder von Bad Oldesloe aus den 50er und 60er Jahren

In der Zeit vom 16. Oktober bis zum 24. November 2017 zeigt das Kreisarchiv Stormarn im Rahmen des 150-jährigen Kreisjubiläums 35 Fotografien von Hans Mallek. Eine Vernissage der Ausstellung ist am Mittwoch, 18. Oktober 2017, um 18 Uhr im Foyer Gebäude F der Kreisverwaltung, Mommsenstraße 14 in Bad Oldesloe. Zur Ausstellung gibt das Kreisarchiv ein Begleitheft mit den Fotos heraus, das für neun Euro im Buchhandel erhältlich ist.

Bad Oldesloe lag dem Fotografen Hans Mallek am Herzen. In den 1950er bis 1970er Jahren war er in seiner Freizeit überall mit der Kamera unterwegs und konnte viele seine Bilder im Stormarner Tageblatt veröffentlichen. Neben Veranstaltungen und Momentaufnahmen dokumentierte er insbesondere die baulichen Veränderungen des Ortes.

Die Ausstellung widmet sich insbesondere dem Wandel der Stadt und kontrastiert Malleks Fotografien punktuell mit aktuellen Aufnahmen aus derselben Perspektive. Der Bildbestand I12 Hans Mallek mit 6.500 Schwarz-Weiß-Negativen und 216 Farbdias kam ab 2006 in das Kreisarchiv. Nach seiner Digitalisierung zur Bestandserhaltung sind inzwischen mit Unterstützung der Heik-Stiftung über 2.800 Abbildungen inhaltlich erschlossen und online zugänglich.

Kreisarchiv Stormarn: Digitalisierung des Archivs braucht finanzielle Unterstützung

Bildarchive sind Schatzkammern des kulturellen Gedächtnisses einer Region, so beschreibt es das Kreisarchiv. Sie bewahren Erinnerungen und dokumentieren Veränderungen. Ein Bild an sich kann zwar ein künstlerisches Erzeugnis sein, erhält seine kulturelle Qualität jedoch erst durch die mit ihm verbundenen Informationen. Das Kreisarchiv Stormarn verwahrt bislang umfangreiche Sammlungen mit rund 400.000 historisch wertvollen Abbildungen unterschiedlicher Provenienz, erschaffen von Journalisten und Privatpersonen oder auch Mitarbeitern von kreiseigenen Einrichtungen und Fachbereichen der Kreisverwaltung anlässlich beruflicher Aufgaben und Veranstaltungen.

Doch die Bildsammlungen können nur dann ihren Wert für die Geschichte des Kreises entfalten, wenn sie digitalisiert, inhaltlich erschlossen und durch das Kreisarchiv online gestellt werden. Das Kreisarchiv betont: Bislang konnte diese Arbeit nur durch finanzielle Unterstützung von außen bewerkstelligt werden, durch Stiftungen und das schleswig-holsteinische Förderprogramm zur Erhaltung von Kulturgut in Archiven und Bibliotheken. Die sinkenden Einnahmen aus Zinsen machten es den Stiftungen zunehmend schwerer, sich für solche Projekte zu engagieren. Aus diesem Grund werde inzwischen wieder mehr Unterstützung von öffentlicher Seite benötigt, um das visuelle Gedächtnis Stormarns für die kommenden Generationen nutzbar zu machen.

Quelle: Kreisarchiv Stormarn

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