Gastbeitrag Kinderschutzbund: Positive Bilanz zu den 17. Stormarner Kindertagen

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Stormarn (je/pm). Vom 17. bis 29. September 2017 liefen im Rahmen der Stormarner Kindertage 118 Veranstaltungen in 28 Städten und Gemeinden des Kreis Stormarn. Lesen Sie einen Gastbeitrag zur Bilanz vom Kinderbund Stormarn.

Kinderarmut in Stormarn: Der Deutsche Kinderschutzbund gibt ihr mit der Fähnchen-Aktion vor dem Schloss Ahrensburg ein eindrückliches Bild. Für jedes Kind in Stormarn, das von Armut betroffen ist, steckt ein blaues Fähnchen in der Schlosswiese. Foto:©Monika Veeh/ahrensburg24.de

Kinderarmut in Stormarn: Der Deutsche Kinderschutzbund gibt ihr mit der Fähnchen-Aktion vor dem Schloss Ahrensburg ein eindrückliches Bild. Für jedes Kind in Stormarn, das von Armut betroffen ist, steckt ein blaues Fähnchen in der Schlosswiese.
Foto:©Monika Veeh/ahrensburg24.de

Veranstalter waren Kindertagesstätten, Schulen, Jugendeinrichtungen sowie andere Träger der Kinder- und
Jugendhilfe im Kreis. Die Feuerwehr Großhansdorf, das Kino in Bargteheide, der Tischtennisverein aus Ahrensburg und eine Naturführerin bereicherten das Angebot der diesjährigen Kindertage.

Kreis Stormarn: Positive Bilanz zu den 17. Stormarner Kindertagen

„Mit den 17. Stormarner Kindertagen haben wir unser Ziel, auf die Rechte von Kindern und Jugendlichen im Kreis Stormarn aufmerksam zu machen, wieder voll erreicht“, bilanziert Ingo Loeding, Geschäftsführer des Kinderschutzbundes in Stormarn. „Uns freut sehr, dass wir unserem Motto ‚Kindheit auf dem
Lande‘ gerecht werden konnten, denn viele Veranstaltungen fanden im ländlichen Bereich statt und gewährten einen Einblick auf die unmittelbaren Lebensumstände unserer Kinder in den Dörfern.“

Den Start machte das Sommerfest des Kreisjugendringes in Lütjensee am 17. September 2017, das eine gelungene Mischung aus Spiel, Spaß und Information bot. Die Besucher konnten sich nebenbei über Kinderrechte informieren. Das Thema Natur spielte die Hauptrolle beim Naturerlebnistag der
Kreisjägerschaft Stormarn in Elmenhorst und bei der Führung „Naturerleben im Wald“ von Frauke Pöhlsen. Der große Zuspruch zu beiden Veranstaltungen zeigte, dass Kinder gern mehr über die Natur und die Umgebung erfahren wollen, in der sie leben. „Leider ist es nicht selbstverständlich, dass Kinder in die Natur gehen. Sie sitzen zu Hause häufig vor dem Fernseher oder Computer. Dabei ist es so wichtig, dass Kinder ihre Umgebung auch selbst erkunden können.“

„Kinder zeigen Kindern ihr Dorf“ war der Titel einer Ausflugsreihe im Kinderhaus Blauer Elefant Bargteheide. An vier Terminen besuchte jeweils eine Kindergruppe den Wohnort eines Kindes. In Sattenfelde, Timmerhorn, Eichede und Bargfeld-Stegen wurde geschaut, was es in der Umgebung gibt und ob Spielplätze in der Nähe sind. Außerdem wurde über die unterschiedlichen Verkehrsmittel gesprochen, die den Kindern auf dem Land zur Verfügung stehen, um in die Städte und zur Schule zu kommen.

Einen besondere Veranstaltung organisierte die Kindertagesstätte Lütje Lüüd mit dem offenen „Mut-(Mit-) Mach-Elternabend“. Die Eltern lernten, wie sie mit speziellen Gefühlslagen ihrer Kinder umgehen können. Ein besseres gegenseitiges Verstehen ist die Grundlage für eine gute Beziehung und respektvolles Verhalten für eine gute Erziehung.

Die Fähnchen-Aktion gegen Kinderarmut vor dem Ahrensburger Schloss am 20. September 2017 verwandelte den großen Rasen auch in diesem Jahr in ein beeindruckendes blaues Fähnchen-Meer. Schülerinnen und Schüler der Stormarnschule, der Selma-Lagerlöf-Gemeinschaftsschule und der Beruflichen Schule Ahrensburg halfen mit beim Fähnchen-Stecken.

Ingo Loeding freut sich über das Engagement aller Beteiligten und den Einsatz für Kinderrechte in Stormarn. „Bundesweit sind wir die größte Veranstaltungsreihe zum Thema Kinderrechte“, hebt er hervor, „und wir wollen das auch bleiben. Die Themen sind immer wieder andere, aber unser wichtigstes Ziel bleibt immer gleich: das Leben von Kindern zu verbessern und die Welt noch kinderfreundlicher und kindergerechter zu machen.“

Ganz speziell für den Kreis Stormarn gilt auch, das wurde während der Kindertage deutlich, dass die Kinder auf dem Dorf und in ländlichen Gebieten gegenüber anderen Kindern in Hinblick auf Hilfsangebote und Freizeit-und Bildungsangebote deutlich benachteiligt sind: lange Anfahrtswege und schlechte Verbindungen im ÖPNV sind Hürden, um Bildungs- und Freizeitangebote und Hilfen in Anspruch nehmen zu können. Dieses Thema soll zukünftig auf die Agenda von Politik und Verwaltung, um eine größere Chancengerechtigkeit für die „Landkinder“ zu erreichen.

Quelle: Deutscher Kinderschutzbund Stormarn

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