Zehn Jahre FBBC: Minister Buchholz betont die Bedeutung der Fehmarnbelt-Querung

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Kiel (ve/pm). Zehn Jahre FBBC: „Ein hervorragendes Beispiel für den europäischen Gedanken“, so hieß es auf einer Feierstunde, auf der sich auch Verkehrsminister Dr. Bernd Buchholz äußerte.

Besuch der IHK zu Lübeck und der IHK zu Schwerin in Rødby und in Holeby bei Femern A/S: Überfahrt von Puttgarden nach Rødby - dort soll in zwölf Jahren ein Tunnel entlang führen.

Besuch der IHK zu Lübeck und der IHK zu Schwerin in Rødby und in Holeby bei Femern A/S: Überfahrt von Puttgarden nach Rødby – dort soll in zwölf Jahren ein Tunnel entlang führen.

Seit zehn Jahren engagiert sich die Wirtschaft in Norddeutschland, Dänemark und Südschweden im Fehmarnbelt Business Council (FBBC) dafür, die Chancen aus dem Bau der festen Fehmarnbelt-Querung für die Region zu nutzen. Bei einem Festakt im Kieler Landeshaus zog FBBC-Vorsitzender Siegbert Eisenach eine Bilanz des Erreichten: „Was uns bewegt, was uns motiviert hat und immer noch anspornt, ist auch nach zehn Jahren noch unverändert: Wir wollen uns kennen, uns austauschen und voneinander lernen, miteinander arbeiten und gemeinsam im globalen Wettbewerb wachsen. Und das alles grenzüberschreitend.“

Zehn Jahr FBBC: Bilanz von FBBC-Vorsitzender Siegbert Eisenach

Vor mehr als 100 Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung sowie zahlreichen internationalen Gästen betonte Eisenach, dass das Fehmarnbelt-Projekt ist nur für Dänemark und Deutschland, sondern für ganz Europa wichtig wäre. „Mit ihm schließen wir eine Lücke im Transeuropäischen Netz. Wir wollen den Korridor auch zugunsten der Landesteile entwickeln, die zwischen den Metropolen Hamburg und Kopenhagen/Malmö liegen.“

Dabei stellte er heraus, dass die Menschen in größeren Dimensionen denken sollten: „Fehmarn liegt im Herzen Nordeuropas. Wir wollen Brücken bauen, auch wenn es ein Tunnel ist. Mit dem Bau des Tunnels wird das nordeuropäische Herz noch kräftiger schlagen, wenn die Kraftzentren noch näher aneinander rücken. Wir wollen und können somit noch viel stärker von der unmittelbaren Nähe zu Skandinavien profitieren.“

Dr. Bernd Buchholz (FDP), Minister für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus. Foto:Landesregierung Schleswig-Holstein

Dr. Bernd Buchholz (FDP), Minister für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus.
Foto:Landesregierung Schleswig-Holstein

Dr. Bernd Buchholz: Der Tunnel sei eine „dynamische Entwicklungsachse“

Schleswig-Holsteins Minister für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus, Dr. Bernd Buchholz, dankte dem FBBC für die bisher geleistete Arbeit. Der Zusammenschluss der Wirtschaft sei von großer Bedeutung. „Er gibt der Region eine Stimme, die den Fokus auf die positiven Entwicklungen legt. Und das ist wichtig, denn sonst könnte der Eindruck entstehen, es gäbe nur Kritiker der Festen Fehmarnbelt-Querung. Das ist ja nicht der Fall“, sagte er.

Durch den Bau des Tunnels entstehe eine dynamische Entwicklungsachse von Malmö bis nach Hamburg. Buchholz: „Das eröffnet neue Chancen wirtschaftlicher Zusammenarbeit, bietet Möglichkeiten wissenschaftlicher und kultureller Kooperation, erleichtert Ausbildungswege mit Stationen im Nachbarland und fördert einen gemeinsamen Arbeitsmarkt der Fachkräfte.“

Die feste Fehmarnbelt-Querung werde weit mehr sein als ein reines Verkehrsprojekt, das die steigenden Verkehrsmengen vor allem im Transportbereich in Zukunft aufnehmen werde, so Buchholz. Sie werde ein „sichtbares, in Beton gegossenes Zeichen engster Zusammenarbeit“ zwischen Dänemark, Schleswig-Holstein und Schweden sein. „Das muss ich in Zeiten, in denen die EU erheblicher Kritik ausgesetzt ist, wohl eigens hervorheben: Der europäische Gedanke setzt auf Verbindendes, auf Austausch, auf den Abbau von Grenzen. Starke Regionen sollen sich so zu einem gemeinsamen Wirtschaftsraum entwickeln, unabhängig von nationalstaatlichen Grenzen. Und genau dafür ist die Fehmarnbelt-Region ein hervorragendes Beispiel“, betonte der Minister.

Über das Fehmarnbelt Business Council

Das FBBC ist ein Zusammenschluss der Handelskammer Hamburg, Handwerkskammer Schleswig-Holstein, IHK Schleswig-Holstein, Industrie- und Handelskammer zu Schwerin, Kaufmannschaft zu Lübeck, Unternehmensverband Nord, Dansk Industri, Dansk Erhverv, Deutsch-Dänischen Handelskammer, HanseBelt e.V. sowie der Industrie- und Handelskammer Südschweden. Mit seinen elf Mitgliedsorganisationen repräsentiert es über 400.000 Unternehmen aus Deutschland, Dänemark und Schweden.

Feste Fehmarn-Belt-Querung: Der Tunnel soll an Land gebaut werden und dann im Meer versenkt werden. Die Strecke ist insgesamt etwa 18 Kilometer lang. Grafik: Femern A/S

Feste Fehmarn-Belt-Querung: Der Tunnel soll an Land gebaut werden und dann im Meer versenkt werden. Die Strecke ist insgesamt etwa 18 Kilometer lang.
Grafik: Femern A/S

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