Der Welt ins Maul geschaut: Installationen von Axel Richter und Uwe Schloen

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Ammersbek/Hamburg (ve/pm). Die Hauptkirche St. Jacobi in Hamburg lädt ein zur Kunstausstellung mit den Künstlern Axel Richter aus Ammersbek und Uwe Schloen.

20 Kilometer mit 200 Eimern von Ammersbek nach Hamburg: Axel Richter vom KunstHaus am Schüberg bei der Aktion "Geh20 - Alles im Eimer", die er gemeinsam mit Uwe Schloen umsetzte. Foto:©Axel Richter

20 Kilometer mit 200 Eimern von Ammersbek nach Hamburg: Axel Richter vom KunstHaus am Schüberg bei der Aktion „Geh20 – Alles im Eimer“, die er gemeinsam mit Uwe Schloen umsetzte.
Foto:©Axel Richter

Es ist eine Veranstaltung vom KunstHaus am Schüberg in Zusammenarbeit mit der Hauptkirche St. Jacobi. Sie steht im Rahmen der Themenwoche „Dem Volk aufs Maul geschaut?“ der Evangelischen Akademie der Nordkirche.

„Hinderlich“ und „Geh20 – alles im Eimer“ in der Hauptkirche St. Jacobi

In der Zeit vom 29. Oktober bis zum 19. November 2017 werden im Südschiff der Hauptkirche die Kunstobjekte „Hinderlich“ von Uwe Schloen und „Geh20 – alles im Eimer“ – das Eimermobil von Axel Richter und Uwe Schloen – ausgestellt.

Die Künstler Axel Richter und Uwe Schloen zogen im Mai dieses Jahres einen Handwagen mit 200 Eimern vom KunstHaus am Schüberg bis ins Zentrum von Hamburg. Die Entfernung betrugt exakt 20 Kilometer, deshalb der Titel „Geh 20“, der natürlich in Zusammenhang steht mit dem G20-Gipfel in Hamburg im Juli.

"Geh20 - Alles im Eimer", eine Aktion von Axel Richter vom KunstHaus am Schüberg und Uwe Schloen, erreichte auch die Elbphilharmonie in Hamburg. Foto:©Axel Richter

„Geh20 – Alles im Eimer“, eine Aktion von Axel Richter vom KunstHaus am Schüberg und Uwe Schloen, erreichte auch die Elbphilharmonie in Hamburg.
Foto:©Axel Richter

Das Motto „Alles im Eimer“ ist mindestens zweideutig. Einerseits ein Hinweis auf die reich vorhandenen kulturellen, politischen, natürlichen und wirtschaftlichen Ressourcen der weltweit knapp 200 Nationen, die miteinander geteilt werden wollen, andererseits ein Hinweis darauf, dass die Welt droht, unwiderruflich aus den Fugen zu geraten. Eine Bildergeschichte legt Zeugnis von der besonderen Wanderschaft ab.

Das Objekt „Hinderlich“ beschreibt Uwe Schloen: „In einem Kubus von 3x3x3 Meter plätschert ein Springbrunnen vor sich hin. Man kennt dies aus diversen Vorgärten, seltener aus Kirchen. Dazu auch noch rotes Wasser – Blut, Wein assoziiert man schnell. Die Betrachtenden sind durch eine transparente Plastikschicht vom Springbrunnen getrennt. Ein strenger formeller Aufbau. Hinweis auf die blutige Kirchengeschichte? Ein Aktueller Beitrag zum Zustand der Welt?“

Künstlergespräche mit Axel Richter und Uwe Schloen

Im Rahmen der Veranstaltung wird zu Künstlergesprächen geladen. Axel Richter und Uwe Schloen stehen dafür am Dienstag, 14. November 2017, ab 19 Uhr zur Verfügung, die Moderation übernimmt Astrid Kleist. Die Gespräche sind in der Hauptkirche St. Jacobi, Jacobikirchhof 22 in Hamburg, die Öffnungszeiten sind montags bis freitags von 11 bis 17 Uhr und sonntags von 10 bis 17 Uhr. Mehr ist zu erfahren unter www.jacobus.de.

"Geh20 - Alles im Eimer", eine Aktion von Axel Richter vom KunstHaus am Schüberg und Uwe Schloen, vor dem Hamburger Rathaus. Foto:©Axel Richter

„Geh20 – Alles im Eimer“, eine Aktion von Axel Richter vom KunstHaus am Schüberg und Uwe Schloen, vor dem Hamburger Rathaus.
Foto:©Axel Richter

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