Zum Tod von Gottfried Böttger: Er wird fehlen in der Schlossstadt

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Ahrensburg (ve). Am gestrigen Abend, 16. Oktober 2017, ist der Pianist Gottfried Böttger in einem Hamburger Krankenhaus verstorben. Ein Nachruf.

Zum Tod von Gottfried Böttger. Foto:©Monika Veeh/ahrensburg24.de

Zum Tod von Gottfried Böttger.
Foto:©Monika Veeh/ahrensburg24.de

Der Pianist und Jazzer starb an den Folgen einer Krebserkrankung. Er war durch viele Auftritte im Fernsehen und im Radio bekannt und hat in Hamburg mit seinen Konzerten Jazz-Geschichte geschrieben. Vor knapp zehn Jahren war er nach Ahrensburg gezogen.

Gottfried Böttger war der Schlossstadt als Neffe von Elisabeth Samusch, der Witwe von Bürgermeister Manfred Samusch, zeitlebens eng verbunden. So kam auch die Entscheidung in die Stadt zu ziehen. Und Böttger hat dies gelebt, wie kaum ein anderer.

Vom ersten Tag seines Lebens in Ahrensburg an hat er sich musikalisch vielfältig in der Stadt gezeigt. Er lud zu Konzerten mit Freunden wie etwa der Familie Weiss in den Ahrensburger Marstall, war bei Groß-Ereignissen wie  dem Benefiz-Konzert für Kollege Vince Weber, der Musiknacht Ahrensburg oder dem Festival am Gutshof wie selbstverständlich dabei. Seinen 65. Geburtstag feierte er im Dezember 2014 mit einem großen Konzertabend, „Gottfried Böttgers 65. Geburtstag: Ein Ständchen von 550 Gästen„. Dort spielte er mit seinem Sohn Bendix im Duett. Mit unglaublicher Musik- und Spielfreude hat Gottfried Böttger eine große Fangemeinde in seiner Heimatstadt für sich eingenommen.

Grund dafür war neben seinem großen musikalischen Können seine freundschaftliche Nähe, die er den Menschen in der Stadt entgegenbrachte. Er war immer dabei, wenn es galt, mit Veranstaltungen zu helfen oder dafür zu werben. Er suchte und fand das Gespräch mit Fans und Publikum, zeigte sich in der Stadt offen und persönlich. Der Honorarprofessor und Star-Pianist suchte immer die nachbarschaftliche Freundschaft.

Wer mit Gottfried Böttger sprach, der merkte sofort: Er liebte seine Musik, er liebte seine Heimatstadt und er liebte sein Publikum – und das mit großer Leidenschaft. Das befähigte ihn auch, Talente zu entdecken und zu fördern – gerade in Ahrensburg. Jungen Musikerinnen und Musikern hat er immer eine Chance gegeben und ihnen sogar seine Bühne für gemeinsame Konzerte geöffnet und bereitet.

Neujahrsempfang 2017 der Stadt Ahrensburg. Die Band JazzCombo begleitete die Veranstaltung mit Jazz-Musik. Pianist Gottfried Böttger kennt die jungen Musiker und spielte gerne mit. Foto:©Monika Veeh/ahrensburg24.de

Neujahrsempfang 2017 der Stadt Ahrensburg. Die Band JazzCombo begleitete die Veranstaltung mit Jazz-Musik. Pianist Gottfried Böttger kennt die jungen Musiker und spielte gerne mit.
Foto:©Monika Veeh/ahrensburg24.de

Als Pianist war Böttger ein Ausnahme-Spieler voller Virtuosität. Bekannt wurde er mit dem Ensemble Leinemann, der Rentnerband und dem Panikorchester. Prägend war für ihn das musikalische Leben in der Musikkneipe Onkel Pö in Hamburg. Im Fernsehen begleitete er 40 Jahre lang die Talkshow „III nach 9“ sowie Serien wie den Tatort oder das Großstadtrevier.

Die Musikszene und die Stadt Ahrensburg verliert einen enagierten Könner, enthusiastischen Menschenfreund und neugierigen Musiker. Gottfried Böttger wird fehlen in der Schlossstadt.

Monika Veeh

Musiknacht Ahrensburg 2017. Gottfried Böttger und Johanna Zimmermann im Herrenhaus. Foto:©Monika Veeh/ahrensburg24.de

Musiknacht Ahrensburg 2017. Gottfried Böttger und Johanna Zimmermann im Herrenhaus.
Foto:©Monika Veeh/ahrensburg24.de

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4 Kommentare

  1. Liebe“ ahrensburg24.de“,

    euer Nachruf ist liebevoll geschrieben.
    In Bezug auf Rechtschreibung und Grammatik müsste und muss der Nachruf überprüft werden. Vor allem an der richtigen Kommasetzung hapert es gewaltig!

    Beispiele: in Absatz zwei: besser: „So kam es auch zu seiner Entscheidung nach Ahrensburg zu ziehen.“
    In Absatz drei: „Er lud ein zu, …“

    Letzter Satz: „Gottfried Böttger wird der schlossstadt fehlen.“ oder: „…in der Schlossstadt fehlen.“

    Vorletzter Absatz: „Prägend“, statt „prägent“.

    Inhaltlich fehlt, dass Gottfried Böttger in den siebziger Jahren auch Mitglied der Oldtime-Dixielandband „HAMBURG ALL STARS“ war. Siehe meine „2 LP Doppelalbum STEREO Brunswick“; 1974 Polidor.

    Ebenso erwähnt Ihr nicht, dass am Donnerstag, 2. November, im Hotel Am Schloß, in Ahrensburg um 19 h, ein musikalischer Abschied von Gottfried Böttger stattfindet.

    Karten sind in den bekannten Ahrensburger Verkaufsstellen zu erwerben.

    Mit musikalischen Grüßen

    Gerhard Becker

  2. Urte Dittmer on

    Ein kurzer treffender Nachruf – nett geschrieben !

    Allerdings lautete der Name des Bgm Manfred Samusch und nicht Michael.

    Viele Grüße
    Urte Dittmer

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